Rosacea-Patient:innen und Hautärzt:innen im Gespräch: Worauf kommt es an?

Düsseldorf (ots) –

Die Kommunikation zwischen Hautärzt:innen und Rosacea-Patient:innen ist nicht immer einfach. Die chronische Hautkrankheit Rosacea hat viele Gesichter und belastet Betroffene auf unterschiedlichste Weise. Patient:innen haben zahlreiche offene Fragen zur Erkrankung. Beim Termin in der hautärztlichen Praxis werden diese jedoch häufig nicht angesprochen. Bei einer zumeist begrenzten Zeit für das Beratungsgespräch erhalten Hautärzt:innen somit oft nicht alle notwendigen Informationen von ihren Patient:innen, um eine optimale Behandlung einzuleiten. Der Dermatologe Prof. Dr. Peter Arne Gerber, Düsseldorf, und die Rosacea-Patientin Ann-Christin Weber, Ellingen, haben im Rahmen eines Online-Workshops gemeinsam diskutiert, wie aus ihrer Sicht Gespräche zwischen Patient:innen und Hautärzt:innen verbessert werden können. Die Workshop-Videos mit vielen Informationen und Tipps zum Thema sind auf dem YouTube-Kanal von „Aktiv gegen Rosacea“ (https://www.youtube.com/c/AktivGegenRosacea) verfügbar: https://www.youtube.com/playlist?list=PLKu4BfI14R_EGpWuZu7pydWgooaoqCmTq

Rosacea-Patient:innen wollen ernst genommen werden

Die Bloggerin und Influencerin Ann-Christin Weber leidet an Rosacea. Auf ihrem Instagram-Kanal @fashionkitchen (https://www.instagram.com/fashionkitchen/) berichtet sie über ihr Leben mit der Hautkrankheit. Nicht selten zeigt sie sich dabei ungeschminkt, um anderen Betroffenen Mut zu machen, offen mit der Rosacea umzugehen. Wie viele Rosacea-Patient:innen, war Ann-Christin schon bei mehreren Hautärzt:innen. In einigen Fällen war dabei das Gefühl, nicht richtig verstanden oder ernst genommen zu werden, ernüchternd für sie. Inzwischen hat Ann-Christin einen Hautarzt gefunden, bei dem sie sich gut aufgehoben fühlt. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit ihrem Dermatologen einen optimalen Behandlungsplan für ihre Rosacea abzustimmen.

Rosacea-Patient:innen so viel Zeit geben, wie sie benötigen

Der Praxisalltag ist häufig turbulent. So kann es passieren, dass Patient:innen nicht alles, was sie mitteilen wollen, auch sagen, berichtet der Dermatologe Prof. Dr. Gerber. Wichtig sei aus seiner Sicht, dass Patient:innen immer die Zeit bekommen, die sie benötigen. „Patienten sollten nicht das Gefühl haben, dass sie nur eine Nummer sind“, so Gerber. Auch Ann-Christin kennt das Gefühl, dass Hautärzt:innen (zu) wenig Zeit haben. Das könne mitunter enttäuschend sein, denn Patient:innen seien auf die Beratung ihrer Ärzt:innen angewiesen, erklärt Ann-Christin. Und obwohl sie für den Zeitdruck der Ärzt:innen Verständnis habe, dürfe die Behandlung ihrer Ansicht nach nicht darunter leiden. Es sei extrem wichtig, dass Patient:innen die Möglichkeit erhalten, möglichst umfänglich zu berichten. Dabei sollten die Ärzt:innen durch gezieltes Nachfragen unterstützen.

Auf das Vertrauen zwischen Ärzt:innen und Patient:innen kommt es an

Entscheidend findet Ann-Christin auch, dass Betroffene dranbleiben und nicht aufgeben, bis sie einen Hautarzt/eine Hautärztin gefunden haben, mit dem/der sie persönlich gut zurechtkommen. Schließlich brauche es ein Vertrauensverhältnis zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, um gemeinsam eine individuelle Therapie abzustimmen und auch nach Rückschlägen weiter konsequent daran zu arbeiten, die Rosacea in den Griff zu bekommen. Eine wichtige Unterstützung für das Ärzt:innen-Patient:innen-Gespräch und den Alltag mit Rosacea ist für Ann-Christin die Rosacea-Tagebuch-App (www.rosacea-info.de/rosacea-app). Sie ist kostenlos für Android und iOS verfügbar und durch eine Selfiefunktion und Erinnerungsmöglichkeit besonders nutzerfreundlich.

Wie Patient:innen von einer guten Vorbereitung auf den ärztlichen Termin profitieren

Prof. Dr. Gerber wünscht sich von seinen Patient:innen, dass sie sich auf ihre ärztlichen Termine vorbereiten, also dringliche Fragen aufschreiben, damit sie nicht vergessen werden. Außerdem sei es sinnvoll, wenn sich Patient:innen im Vorfeld über die Rosacea-Erkrankung informieren. Für die Online-Recherche müsse darauf geachtet werden, dass die Quellen seriös seien, betont Gerber. Hierzu empfiehlt der Dermatologe die Website „Aktiv gegen Rosacea“ (www.rosacea-info.de), die umfassend zur Rosacea-Erkrankung informiert und Services wie eine anschauliche Infobroschüre bereithält. Seitens der Ärzt:innen sei wichtig, den Patient:innen früh zu erklären, dass jede Rosacea-Therapie langfristig angelegt ist und nur selten schnelle Erfolge erwartet werden können. Patient:innen, die ihre Behandlung konsequent und in Absprache mit dem Hautarzt/der Hautärztin anwenden, haben heutzutage jedoch gute Chancen erscheinungsfrei (auch „clear“ genannt) zu werden, erläutert Gerber.

Workshop-Videos abrufbar unter https://www.youtube.com/playlist?list=PLKu4BfI14R_EGpWuZu7pydWgooaoqCmTq

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Quelle: ots

Tanja Schillerhttps://natko.de
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