Patientenberatungen: In der Krise wichtiger denn je

Baierbrunn (ots) – Patientenberatungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie noch wichtiger geworden. Vermehrt suchen dort Menschen Hilfe, die seit Jahren selbstständig sind und die der Lockdown die Existenz kostet. Manche von ihnen haben schon lange keine Krankenversicherung mehr oder sind mit den Beiträgen im Rückstand. Doch vielen Betroffenen kann geholfen werden: „Wir haben ein gut funktionierendes System für Notlagen“, erklärt Carola Sraier im Patientenmagazin „HausArzt“. Die Patientenberaterin vom Gesundheitsladen München unterstützt Ratsuchende in Gesundheitsfragen, zum Versicherungsschutz oder in Notlagen.

Betroffene können nichts für ihre Notlage

Wer keine Krankenversicherung hat, kann sich zum Beispiel bei Open.Med, der Sprechstunde der Organisation Ärzte der Welt, behandeln lassen, die in größeren Städten angesiedelt ist. Sogenannte Clearingstellen helfen, den Versicherungsschutz wiederherzustellen. „Viele Menschen, die in unsere Beratung kommen, müssen wir ermutigen, Hartz IV zu beantragen“, sagt Sraier. „Wir machen ihnen klar, dass sie nichts für ihre Notlage können, dass sie Hilfe an- und Einschränkungen hinnehmen müssen.“

Bei einer akuten Erkrankung übernimmt dann der sogenannte Notlagentarif die Kosten der Behandlung – nicht aber bei einem chronischen Leiden. Diese Patienten fallen durchs Raster, sie wissen oft nicht, wie sie ihre Medikamente bezahlen sollten. Hinzu kommt: Schulden bei einer privaten Krankenkasse bleiben, auch wenn die Sozialhilfe einspringt.

Weitere Infos und Hilfe erhalten Patienten bei den Beratungsstellen der BundesArbeitsGemeinschaft der Patientenstellen und -Initiativen (BGAP – www.bagp.de/beratung) sowie bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD – www.patientenberatung.de).

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das „HausArzt“-Patientenmagazin gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 2/2021 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert
Tel. 089 / 744 33 360
E-Mail: [email protected]
www.wortundbildverlag.de
Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Tanja Schillerhttps://natko.de
Mein Name ist Tanja Schiller. Ich bin 28 Jahre alt und gehe hier bei NATKO meiner Berufung, dem redaktionellen Schreiben, nach. Dabei will ich Ihnen dem Leser nicht nur aktuelle News vermitteln, sondern auch Produkte auf Herz und Nieren testen und schauen, ob sie wirklich halten was sie versprechen!

Interessant für Sie

Dr. Martina Lukas im Apotheken Umschau-Podcast „Klartext Corona“ über Parallelen zwischen Long Covid und dem Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS): „Long Covid kann tendenziell jeden betreffen“

Baierbrunn (ots) - Dr. Martina Lukas ist Fachärztin für Kardiologie an der DKD Helios Klinik Wiesbaden und leitet seit diesem Winter eine Ambulanz für...

Studie der Uni Bochum: Nasenspray reduziert 99,9% Corona Viren

Bochum (ots) - Das Produkt "Plasma Liquid Nasensprühgel" wurde auf Wirksamkeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geprüft. Durchführend war das anerkannte unabhängige Prüflabor Dr. Brill...

Zum Ende des Fastenmonats fordert Islamic Relief mehr Maßnahmen, um den globalen Hunger zu beenden

Köln (ots) - Zum Ende des Ramadans zieht die humanitäre Hilfsorganisation Bilanz: Mit knapp 32.000 Lebensmittelpaketen erreichte die Spenden-Aktion von Islamic Relief Deutschland in...

Aktuelle Artikel