„Rekord-Reisejahr“ 2023 steht bevor – Tropenmediziner rät: Diese Impftipps sollten Reisende vor Reiseantritt beherzigen

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München (ots) –

Das Jahr 2023 könnte zu einem „Rekord-Reisejahr“ der Deutschen werden – so die kürzlich veröffentlichte Tourismusanalyse.[1] Im dritten Jahr der Corona-Pandemie, in dem die Schutzmaßnahmen gegen das SARS-CoV-2-Virus aus dem Infektionsschutzgesetz in eigenverantwortliche Vorsorgeempfehlungen der Bundesregierung übergehen,[2] scheint die Reiselust der Deutschen besonders hoch. Wer in die verdiente Auszeit entschwinden möchte, sollte dabei nicht nur an die optimale Reisegarderobe, Kosmetik und Urlaubslektüre denken, sondern auch an die medizinische Reisevorsorge. Prof. Dr. med. Emil Reisinger, Direktor des Instituts für Tropenmedizin und Infektiologie an der Universitätsmedizin Rostock, gibt wertvolle Tipps zur Urlaubsvorbereitung. Dr. Alfred von Krempelhuber, Medizinischer Direktor bei Moderna Deutschland, erläutert die Impfsituation zum Thema Reisen und COVID-19.

1. Den Impfpass rechtzeitig prüfen lassen und dabei Reisebesonderheiten besprechen:

„Ich empfehle vor jeder Auslandsreise, insbesondere bei Fernreisen, rechtzeitig einen Vorab-Termin beim Hausarzt oder der Hausärztin zu vereinbaren und den Impfpass mitzubringen“, so Prof. Reisinger. „Denn Impflücken sollten geschlossen und die von der Ständigen Impfkommission, der STIKO, und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. für Reisen empfohlenen Impfungen[3] sollten durchgeführt werden. Außerdem gibt es Pflichtimpfungen,[3] die für die Einreise in bestimmte Länder notwendig sind. Welche Impfungen das sind, können die Gesundheitsbehörden der jeweiligen Länder festlegen.“[3] Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, dass Infektionsrisiken und Reisetätigkeiten eng miteinander verbunden sind. „Das betrifft nicht nur Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus, sondern auch andere Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Influenza, Tollwut oder Cholera, um hier nur einige zu nennen“, sagt der Tropenmediziner aus Rostock. „Deshalb ist es wichtig, sich ärztlich beraten zu lassen, welche Impfungen für welche Urlaubsziele infrage kommen. Eine gute Grundlage sind die Standardimpfungen, die die STIKO empfiehlt, doch Reisebesonderheiten können weitere Impfungen erforderlich machen.“ So seien Hygienestandards, medizinische Versorgungsmöglichkeiten sowie die mögliche Verbreitung von Infektionskrankheiten im jeweiligen Land zu beurteilen.[3] Außerdem empfehle er seinen Patientinnen und Patienten immer auch Impfungen auf Basis individueller Gesundheitsrisiken, also je nach Alter oder möglichen Vorerkrankungen.

2. Den COVID-19-Impfstatus aktualisieren – gemäß STIKO-Empfehlungen für Reisende:

„Während der aktuell immer noch andauernden COVID-19-Pandemie, empfiehlt die STIKO[4] für erwachsene Reisende eine COVID-19-Auffrischungsimpfung“, erklärt Dr. von Krempelhuber. „Das gilt beispielsweise auch für Erwachsene, die nach einer COVID-19-Impfung eine Durchbruchsinfektion durchgemacht haben oder nach einer Infektion bereits eine COVID-19-Impfung erhalten haben. Eine zweite Auffrischungsimpfung empfiehlt die STIKO[4] für Personen ab 60 Jahren oder besonders gefährdete Personengruppen. Was viele zudem nicht wissen: Wer beispielsweise derzeit in die USA einreisen möchte, muss aktuell nach wie vor eine vollständige Corona-Grundimmunisierung nachweisen“,[5] so Dr. von Krempelhuber weiter. „Eine ärztliche Beratung sollte daher in jedem Fall rechtzeitig vor Abreise eingeplant werden, am besten sechs bis acht Wochen vorher, damit die konkreten STIKO-Empfehlungen[4] umgesetzt beziehungsweise die Gültigkeit des Impfstatus gewahrt werden kann, sodass es bei der Einreise nicht zu Schwierigkeiten kommt.“ Wer seinen COVID-19-Impfstatus auf dem aktuellen Stand halte, so Dr. von Krempelhuber weiter, reduziere das Risiko für einen schweren Verlauf im Falle einer Infektion.[6] „Durch den Wegfall der meisten Schutzmaßnahmen kann der Eindruck entstehen, das Coronavirus sei nicht mehr virulent oder zirkuliere nicht mehr“, betont er. „Doch gerade auf Reisen sind Vorsorgemaßnahmen gegen das SARS-CoV-2-Virus ratsam – können doch regelmäßig Situationen entstehen, in denen man mit vielen Menschen in Innenräumen verweilt, zum Beispiel am Flughafen oder im Flugzeug, wo eine Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus über virushaltige Tröpfchen oder Schwebeteilchen in der Luft möglich ist.“[7] Wer sich vor der Reise informieren möchte, wie sich die Corona-Infektionszahlen weltweit entwickeln, findet auf dieser Webseite eine Übersicht: www.corona-in-zahlen.de/weltweit/.

3. Sogenannte „Indikationsimpfungen“ einplanen:

Neben den von der STIKO empfohlenen Standard-Impfungen sowie Impfnachweisen,[3] die von manchen Einreiseländern gefordert werden, gibt es auf Basis der existierenden Impfzulassungen sogenannte Indikationsimpfungen,[8] die für einzelne Reisende sinnvoll sein können. „Ich frage meine Patientinnen und Patienten immer zuerst: Wo soll’s hingehen, für wie lange und welche Art Urlaub ist geplant?“, sagt Prof. Reisinger. „Vor diesem Hintergrund kann es sein, dass ich zu weiteren Impfungen, also Indikationsimpfungen, rate. Denn es macht einen Risiko-Unterschied, ob jemand in einer europäischen Hotelanlage verweilt oder auf eigene Faust eine Rundreise in einem exotischen Land unternimmt. Je nach Situation empfehle ich also individuelle Indikationsimpfungen. Das können unter anderem Impfungen gegen das Gelbfieber-Virus oder Typhus sein, aber auch innerdeutsch gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, die durch einen Zeckenstich übertragen werden kann.“[8] Das A und O bei der Reisevorbereitung ist, sich frühzeitig mit einem bestenfalls reisemedizinisch erfahrenen Hausarzt oder einer Hausärztin in Verbindung zu setzen. Prof. Reisinger: „Im Falle eines Impfbedarfs müssen auch immer die jeweils vorgeschriebenen Impfschemata beachtet werden. Das heißt, es gibt Impfungen, die benötigen mehrere Injektionen – über Tage oder Wochen verteilt – um wirksam zu werden, wie zum Beispiel die COVID-19-Grundimmunisierung[9] oder die Impfung[10] gegen FSME.“

Über Moderna

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat sich die Moderna Inc. mit Hauptsitz in Cambridge, Mass. (USA), von einem forschungsorientierten Unternehmen, das auf dem Gebiet der Messenger-RNA (mRNA) tätig ist, zu einem mRNA-Pionier und weltweit bekannten Biotechnologieunternehmen entwickelt. Das klinische Portfolio im Bereich der mRNA-Imfstoffe und -Therapeutika erstreckt sich über sechs verschiedene Forschungsgebiete. Zudem verfügt das Unternehmen über Patente in Bereichen wie der Formulierung von mRNA und Lipid-Nano-Partikeln (LNPs). Eigens entwickelte Produktionsanlagen ermöglichen eine flexible und schnelle Produktion von Impfstoffen und Therapeutika.

Moderna arbeitet weltweit mit einer Vielzahl an Partnern zusammen, um neben bahnbrechender Wissenschaft auch eine schnelle Skalierung der Produktion zu ermöglichen. Das Know-how von Moderna und der unermüdliche Einsatz aller Mitarbeitenden haben zur Zulassung einer der ersten wirksamen mRNA-Impfstoffe zur COVID-19-Pandemiebekämpfung geführt.

Die mRNA-Plattform von Moderna basiert auf kontinuierlichen Fortschritten in der Grundlagen- und angewandten mRNA-Forschung, den Applikationsformen sowie der Herstellung. Sie ermöglicht die Entwicklung von Therapeutika und Impfstoffen für Infektionskrankheiten, in der Immunonkologie, gegen seltene Krankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen.

2022 wurde Moderna von Science zum achten Mal in Folge als einer der besten Arbeitgeber in der globalen biopharmazeutischen Industrie ausgezeichnet. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie www.modernatx.com.

Seit Oktober 2021 ist das US-amerikanische Unternehmen als Moderna Germany GmbH mit einer Niederlassung in München, Deutschland, vertreten. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie https://www.modernatx.com/de-DE.

Referenzen

1. Stiftung für Zukunftsfragen. Reiseabsichten 2023. Online verfügbar unter: www.tourismusanalyse.de/2023/reiseabsichten-2023/. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

2. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Corona-Schutzmaßnahmen. Was noch bis 7. April gilt. Online verfügbar unter: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/infektionsschutzgesetz-2068856. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

3. Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin 14/2022. Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG) zu Reiseimpfungen. Online verfügbar unter: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/14_22.pdf?__blob=publicationFile. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

4. Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin 50/2022. STIKO: 24. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung. Online verfügbar unter: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/50_22.pdf?__blob=publicationFile. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

5. Center of Disease Control and Prevention (CDC). Requirement for Proof of COVID-19 Vaccination for Air Passengers. Online verfügbar unter: www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/travelers/proof-of-vaccination.html. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

6. Robert Koch-Institut. Infektionsschutz. Impfen. Wirksamkeit (Stand: 07.02.2023). Online verfügbar unter: www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Wirksamkeit.html. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

7. Swadi T, Geoghegan JL, Devine T, et al. Genomic Evidence of In-Flight Transmission of SARS-CoV-2 Despite Predeparture Testing. Emerg Infect Dis 2021;27(3):687-93.

8. Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin 4/2022. Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut 2022. Online verfügbar unter: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/04_22.pdf?__blob=publicationFile. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

9. Robert Koch-Institut. Infektionsschutz. Impfen. Durchführung der COVID-19-Impfung (Stand 08.02.2023). Online verfügbar unter: www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Durchfuehrung_Impfung.html. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

10. Robert Koch-Institut. Infektionskrankheiten A-Z. FSME. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur FSME-Impfung (Stand 31.03.2022). Online verfügbar unter: www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/FSME-Impfung/FSME-Impfung.html. Letzter Zugriff am 06.03.2023.

DE-COV-2300008 I Erstellt: März 2023

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Quelle: ots