Chronische Erschöpfung nimmt zu – Expertin verrät, wann Erschöpfung langanhaltend ist und was man dagegen tun kann

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Bremgarten (ots) –

Chronische Erschöpfung ist ein wachsendes Problem, das immer mehr Menschen betrifft. Während gelegentliche Müdigkeit oft auf vorübergehende Stressfaktoren zurückzuführen ist, kann eine langanhaltende Erschöpfung auf tiefere gesundheitliche oder psychische Probleme hindeuten.

Wenn Erschöpfung über längere Zeit anhält, ist es wichtig, die Ursache zu identifizieren. Längerfristige Müdigkeit kann auf zugrunde liegende gesundheitliche oder emotionale Probleme hinweisen. Durch gezielte Maßnahmen wie Stressbewältigung und gesunde Lebensgewohnheiten können Betroffene ihre Erschöpfung effektiv bekämpfen und ihre Energie zurückgewinnen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann Erschöpfung langanhaltend ist und was man dagegen tun kann.

Ursachen: Das steckt hinter chronischen Erschöpfungszuständen

Chronische Erschöpfung wird von einer anhaltenden Überlastung, beispielsweise im Arbeitsalltag, verursacht – das ist eine weit verbreitete Annahme, die jedoch selten zutreffend ist. Wäre Überlastung der Grund für das tief empfundene Gefühl der Erschöpfung, wäre eine vorübergehende Krankschreibung oder eine dauerhafte Reduzierung der Stressfaktoren ausreichend, um den Zustand zu verbessern. Dem ist allerdings oft nicht so.

Der wahre Grund für chronische Erschöpfungszustände ist viel mehr, dass man emotional abhängig von äußeren Erwartungen und Rollenbildern ist. Statt auf die eigenen Bedürfnisse und die Signale des Körpers zu achten, versuchen Betroffene, die Anforderungen von Menschen zu erfüllen, die sie in der Vergangenheit geprägt haben, etwa durch Autoritäten, oder die derzeit Einfluss auf das emotionale Empfinden haben. Können die Anforderungen fortlaufend nicht erfüllt werden, führt dies zunehmend zu Erschöpfung.

Begleiterscheinungen: Mit diesen Verhaltensweisen gehen chronische Erschöpfungszustände oft einher

Menschen, die unter chronischen Erschöpfungszuständen leiden, weisen häufig eine weitere Gemeinsamkeit auf: Sie sind nicht dazu in der Lage, ihre Bedürfnisse innerhalb einer Beziehung angemessen in Worte zu fassen und für deren Berücksichtigung zu sorgen. Infolgedessen grenzen sie sich von ihrem Partner je nach Ausprägung zu stark oder zu schwach ab. Statt ein gesundes Mittelmaß anzustreben, bei dem die Bedürfnisse beider Partner gleichberechtigt im Mittelpunkt stehen, flüchten sich Betroffene immer wieder in Extreme.

Daraus resultiert das drängende Gefühl, innerhalb der Beziehung funktionieren zu müssen. Um diesem Gefühl nachzukommen, geben Betroffene immer wieder nach und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Wenn die persönlichen Wünsche jedoch langfristig unerfüllt bleiben, verschärft sich die Problematik weiter, weil die fehlende Selbstbestimmung und permanente Anpassung zu weiterer Erschöpfung führt.

Das können Betroffene gegen chronische Erschöpfungszustände tun

Um der chronischen Erschöpfung auf den Grund zu gehen und seine Energie zurückzugewinnen, müssen Betroffene an den eigenen Bedürfnissen und Befindlichkeiten ansetzen. Es geht darum, Beziehungen zu anderen auf Augenhöhe zu bringen und die Unterwerfung vor Autoritäten aufzugeben. An ihre Stelle tritt eine eigene, neu erworbene Autorität, die auf einem Selbstfindungsprozess beruht. So lernen Menschen mit chronischer Erschöpfung, in Beziehungen mit anderen Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren und weniger Energie in das Erfüllen fremder Erwartungen zu stecken.

Ein klassisches Beispiel ist die sogenannte Mutterfigur, die jeder Mensch in sich trägt. Sie wird in der Kindheit geprägt und manifestiert die Ansprüche und Erwartungen, die die Eltern an das Kind gestellt haben. Ziel sollte es nun sein, diese Anforderungen zu identifizieren und die damit verbundenen Glaubenssätze aufzulösen. So entsteht emotionale Unabhängigkeit, die sich positiv auf die Beziehungsfähigkeit auswirkt.

Über Isabelle Tschumi:

Isabelle Tschumi ist klassische Homöopathin und Gründerin der Natürlich Tschumi GmbH. Sie unterstützt Menschen dabei, durch Selbstheilung ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zurückzuerlangen. Denn viele Menschen leiden – sei es aufgrund von Ängsten, Selbstzweifeln, körperlicher oder mentaler Erschöpfung. Ihre Methode, The Secret Healing Code®, steht für emotionale Gesundheit und ist das Sprungbrett in ein neues Ich voller innerer Ruhe, Vertrauen, Sicherheit und Freiheit. Mehr Informationen unter: https://natuerlichtschumi.com/

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Grippe: Eine gefährliche Verwandlungskünstlerin

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Baierbrunn (ots) –

Sie plagt uns Menschen jedes Jahr, aber auch Vögel, Schweine und Kühe: Der Grippeerreger ist extrem wandlungsfähig. Aber was ist eigentlich Grippe – und wie gefährlich ist sie? Die aktuelle Ausgabe des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ klärt im großen Titelthema auf.

Jeden Winter löst das Influenzavirus Infektionswellen mit schweren Verläufen und Todesfällen aus. Laut WHO sterben weltweit schätzungsweise 290 000 bis 650 000 Menschen jährlich an der saisonalen Grippe.

Das Virus verwandelt sich immer wieder – der Impfstoff muss angepasst werden. Dazu forschen Menschen rund um den Globus. Die Fäden laufen bei der Weltgesundheitsorganisation zusammen. Jedes Jahr veröffentlicht sie im Februar eine Prognose, welche Erreger im Winter in den Ländern der Nordhalbkugel wahrscheinlich die Oberhand gewinnen werden. Danach kann die langwierige Impfstoffproduktion anlaufen.

Wirksamster Schutz

Mal landet die WHO mit ihrer Prognose einen Volltreffer, mal liegt sie ein Stück weit daneben. Dennoch: „Die Grippeimpfung ist der wirksamste Schutz, den wir gegen die Erkrankung haben“, sagt Virologe Dr. Thorsten Wolff vom Robert Koch-Institut. Häufig Hände waschen, in die Ellenbeuge niesen, sich nicht ins Gesicht fassen – alles gut und wichtig. Doch nichts wirkt besser als die vorbeugende Spritze.

Empfohlen wird die Grippe-Impfung allen ab 60 Jahre, zudem Schwangeren (ab dem 4. Monat) sowie Menschen, die wegen einer chronischen Erkrankung wie etwa Herzproblemen stärker gefährdet sind. Schützen sollten sich zudem Personen, die Kontakt zu besonders gefährdeten oder zu sehr vielen Menschen haben. Aber: Dass die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippe-Impfung nicht allen empfiehlt, bedeutet nicht, dass sie bestimmten Personengruppen davon abrät. Wer sich impfen lassen möchte, fragt am besten bei seiner Krankenkasse nach, ob sie die Kosten übernimmt. Auch viele Arbeitgeber bieten die Grippe-Impfung an.

Den Grippe-Impfschutz gibt es auch in vielen Apotheken. Informieren Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort.

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„Gesund Detektive“: Sagrotan macht weiter Schule – jetzt auch in Deutschlands Kindertagesstätten

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Heidelberg (ots) –

Wie wichtig ist eigentlich das Händewaschen? Welche Rolle spielen Viren und Bakterien, und wie kann man eine Ansteckung vermeiden? Auf Fragen wie diese hat das Programm für bessere Hygiene an Schulen und Kindergärten von Sagrotan die passenden Antworten. Spielerisch und leicht geht es bei dem Aufklärungsprogramm „Gesund Detektive“ darum, wie unsere Jüngsten ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden schützen – und damit Ansteckungen verringern. Weniger Infektionen, dafür mehr Spaß am Lernen und Spielen. Dass die Initiative ankommt und erfolgreich angenommen wird, unterstreichen die Zahlen: So waschen sich Kinder, die am Programm teilgenommen haben, um rund 20 Prozent häufiger die Hände, sogar zuhause.* Nach den Schulen startet Sagrotan das Programm in diesem Herbst auch in Deutschlands Kindergärten und Kindertagesstätten.

Parallel zu den aktualisierten Aufklärungs- und Informationsmaterialien für Grundschulen hat Sagrotan mit Unterstützung professioneller Pädagogen neues ansprechendes Material in Bild und Text speziell für die Kindergärten aufbereitet, mit denen das Verhalten der Ein- bis Sechsjährigen positiv gefördert werden kann. Dies ist umso wichtiger, da es in dieser Altersstufe noch mehr Interaktion, wie unmittelbarer Körperkontakt, zwischen den Kindern gibt. Daneben ist diese Phase besonders prädestiniert, um Routinen aufzubauen und zu verfestigen – gerade, wenn es um Hygiene und die Notwendigkeit regelmäßigen Händewaschens geht. Dafür arbeitet Sagrotan im Rahmen der Kooperation mit dem renommierten Verein „Mehr Zeit für Kinder“ sowie der Schulmarketing-Agentur DSA youngstar zusammen.

Schon früh Hygiene-Gewohnheiten einführen und etablieren

„Ziel des Sagrotan Programms ‚Gesund Detektive´ ist es, gemeinsam mit den Partnern einen Beitrag zur Förderung gesunder Gewohnheiten zu leisten. Neben den Grundschulen binden wir jetzt auch die Kitas konsequent mit ein. Denn neben dem Zuhause sind sie der erste Ort, an dem unsere Kinder lernen, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen und erkennen, was eigene Verhaltensänderungen bewirken. Mit ‚Gesund Detektive´ möchten wir früh dauerhafte Hygiene-Gewohnheiten fördern, um Krankheiten vorzubeugen, die in die Familien weitergetragen werden – und das kindgerecht, spielerisch und leicht verständlich“, sagt Michaela Kuhndörfer, Marketing Director DACH und Nordics bei Reckitt. Und Simone Linden, Geschäftsführerin bei Mehr Zeit für Kinder e. V., fügt hinzu: „Bei der Erstellung der neuen Kita-Materialien war uns wichtig, die Erzieher:innen mit einzubinden und ihre Bedarfe zum Thema Hygieneerziehung zu berücksichtigen. Aus diesem Grund haben wir im Vorfeld eine Befragung bei der Zielgruppe gemacht, sodass die Ergebnisse in die Entwicklung eingeflossen sind.“

Weil Sagrotan dafür bekannt ist, bewährte Lösungen bereitzustellen, um Infektionsketten zu durchbrechen, liefert die Marke zudem gratis No-Touch Seifenspender an die mitwirkenden Kindergärten. Mit dem Sagrotan No-Touch Seifenspender mit Bewegungssensor und Nachfüllern können bereits kleine Kinder selbständig ihre Hände waschen und haben dank ansprechender Paw Patrol Designs dabei noch jede Menge Spaß, mit Partner Paramount an der Seite. Mit dem neu aufgelegten Programm sollen ab diesem Herbst mehr als 800.000 Mädchen und Jungen im Kindergartenalter angesprochen werden. Mit Sagrotan wurden innerhalb der drei Programmjahre rund 84.000 Schulklassen mit 2,52 Millionen Schüler:innen erreicht. Nun soll mit der Fortsetzung in zusätzlich rund 20.000 Klassen die 3-Millionen-Grenze überschritten werden.

Hohe Zufriedenheitsrate in der Lehrerschaft – ein Drittel weniger Krankheitstage

Wie gut die Sagrotan-Kampagne – mit animierenden Inhalten vom Handwaschposter über den Schulbus zum Ausmalen bis zum Händewaschlied – in Deutschlands Schulen seit 2021 ankommt, hat die Marke bei den Grundschullehrer:innen nachgefragt. Mit einem herausragenden Ergebnis: 94 Prozent der Interviewten waren mit den bereitgestellten Inhalten zufrieden, so DSA youngstar. Und über 80 Prozent der Eltern fanden das Programm nützlich, da es die Häufigkeit des Händewaschens bei den Kindern erhöht hat.* Laut den Eltern der Kinder, die an dem Programm teilgenommen haben, wurden die Krankheitstage zudem um ein Drittel verringert. Schließlich waren auch die Eltern mit wertvollen Tipps und Informationen versorgt worden, damit sich die ganze Familie zuhause und unterwegs bestmöglich schützen kann.

Zum Hintergrund: In Deutschland werden 80 Prozent der Infektionen über die Hände übertragen. Ein einziges krankes Kind in einem Klassenzimmer kann rund 13 Mitschüler:innen anstecken, wie aus mehreren Purpose-Berichten für Sagrotan hervorgeht. Und ein erkranktes Kind bereitet nicht nur seinen Eltern Sorgen – es hat auch zusätzlichen Aufwand und Stress für Familien zur Folge, weil die Eltern ihrer Arbeit nicht nachgehen können und sich um ihre Kinder kümmern.

Visuell unterstützt wird das Sagrotan Aufklärungsprogramm „Gesund Detektive“, das kostenlos unter gesunddetektive.de (https://www.sagrotan.de/gesunddetektive/) zum Download bereitsteht, mit einem informierenden Spot, der sechs Wochen lang bis Anfang Dezember im TV und auf YouTube (Sagrotan Purpose (https://urldefense.com/v3/__https:/www.youtube.com/watch?v=ggE9xtYJAvQ__;!!IfJP2Nwhk5Z0yJ43lA!JEpdVH28jZ5fYBww4IrxgUQDxGU1w8RqDRcNXQQBpBIoL-ASRmPFR31Z76hP1Pl4bp0K5knG7kkz1fxOvC_8NljTo-LWWeXo$)) miterlebt werden kann.

* Umfrage Lifesights Company – basierend auf Angaben von 632 Eltern, Oktober 2021

Weitere Informationen unter: https://www.sagrotan.de/gesunddetektive/

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Offener Brief fordert Aufhebung des Werbeverbots für die Pille danach: Mit Gesetzesänderung reproduktive Rechte von Frauen stärken und informierte Entscheidungen ermöglichen

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Stuttgart (ots) –

Mit der Pille danach lässt sich im Fall einer Verhütungspanne eine ungeplante Schwangerschaft verhindern. Jedoch schränkt das aktuell bestehende Werbeverbot den Zugang zu relevanten Informationen zu Notfallverhütungsmitteln für Betroffene bis heute massiv ein. In einem offenen Brief fordern Organisationen und namhafte Unterstützer*innen, darunter Erstunterzeichner FRAUEN100, zusammen mit der Initiative #nurwennichesweiss nun die Politik auf, das Werbeverbot zu streichen. Unterzeichner des Briefes appellieren an Bundesministerin Lisa Paus und Bundesminister Karl Lauterbach sowie die Mitglieder des Deutschen Bundestags, das Heilmittelwerbegesetz (HWG) anzupassen, um das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit von Frauen zu stärken und die Pille danach zu entstigmatisieren. Zu den prominenten Unterzeichner*innen des offenen Briefs zählen u. a. Katja Burkhard, Elena Carrière, Prof. Dr. Mandy Mangler aber auch ehemalige Politikerinnen wie Rita Süßmuth und Christine Lambrecht.

Die Pille danach ist eine Notfallverhütung und in einigen Fällen die letzte (medikamentöse) Option, um eine ungewollte Schwangerschaft noch zu verhindern, bevor sie überhaupt erst entsteht. Dafür müssen Betroffene allerdings wissen, dass es die Pille danach überhaupt gibt. Essenziell ist zudem das Wissen darüber, wo das Medikament erhältlich ist, wie es wirkt und dass es innerhalb eines bestimmten Zeitfensters eingenommen werden muss. In der Realität sieht es jedoch leider anders aus: Laut einer YouGov-Umfrage ist die Pille danach nur 29 % der Befragten bekannt, 73 % wissen nicht, dass sie rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. 49 % halten sie fälschlicherweise für eine Abtreibungspille.[1] Wie wichtig Aufklärung und ein uneingeschränkter Zugang zur Notfallverhütung und auch Informationen dazu sind, zeigen weitere aktuelle Zahlen: In Deutschland sind 29,4 % der Schwangerschaften unbeabsichtigt, 15,2 % davon ungewollt.[2] Zudem ist seit 2022 die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland wieder steigend.[3]

Werbeverbot erschwert Aufklärung und befeuert Stigmatisierung der Pille danach

Mit dem Werbeverbot, das im Zuge der Entlassung von Notfallkontrazeptiva aus der Rezeptpflicht 2015 eingeführt wurde, wird der Zugang zu Informationen für Betroffene eingeschränkt und die Pille danach erheblich stigmatisiert. Im Bereich der rezeptfreien Arzneimittel nimmt sie eine Sonderrolle ein. Dieser Status führt auch dazu, dass die Pille danach in der Öffentlichkeit keine ausreichende Sichtbarkeit erreicht und ein Tabuthema bleibt. Daten belegen, dass ein erheblicher Anteil der Bevölkerung durch die aktuell genutzten Kommunikationskanäle nicht genügend erreicht wird – 61 % der von

YouGov Befragten stimmen der Aussage zu, das Werbeverbot schränke den Informationszugang zu Notfallverhütung ein.1 Dies fördert Fehlinformationen sowie einen geringen Wissenstand und mangelndes Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft. Mit der Aufhebung des Werbeverbots ließen sich das Wissen und Vertrauen steigern und der Zugang zu niedrigschwelligen Informationen ermöglichen – Informationen, die essenziell sind bei einer Entscheidungsfindung, die den Körper und die Zukunft von Frauen und Mädchen betrifft. „Jede Frau sollte die Chance haben, selbst zu entscheiden, ob, wann & wie sie schwanger werden möchte!!“, betonen Janina Hell und Felicitas Karrer von FRAUEN100.

Offener Brief an die Politik: Aufruf zur Aufhebung des Werbeverbots für die Pille danach

„Ob, wann und wie viele Kinder eine Frau haben möchte, ist allein ihre Entscheidung. Daher darf es keine Einschränkungen beim Zugang zu Verhütungsmitteln geben.“ so Kristina Lunz, Co-CEO von CFFP (Centre for Feminist Foreign Policy) und Unterstützerin des offenen Briefes, der die Politik auffordert, das Werbeverbot zu Notfallverhütungsmitteln zu streichen. Absender dieses offenen Briefes sind verschiedene Organisationen, u. a. das Netzwerk FRAUEN100, die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes und die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung (ÄGGF), sowie namhafte Unterstützer*innen und die Initiative #nurwennichesweiss des Arzneimittelherstellers Perrigo. Sie fordern die Bundesregierung auf, die Versprechen des Koalitionsvertrags umzusetzen und die Selbstbestimmungsrechte von Frauen in Deutschland zu stärken. Insbesondere die Streichung des entsprechenden Passus im HWG, der die Werbung für Notfallkontrazeptiva verbietet, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Pille danach gehört laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den unentbehrlichen Arzneimitteln. Doch ihre Bedeutung wird durch das bestehende Werbeverbot untergraben. Eine Aufhebung des Verbots kann dazu beitragen, ungeplante Schwangerschaften zu verhindern und in der Folge auch die Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen zu reduzieren. Die Befürchtungen eines Missbrauchs des Medikaments, aufgrund derer der Passus im HWG mit Entlassung der Pille danach aus der Rezeptpflicht eingeführt wurde, sind unbegründet – wie Daten aus dem europäischen Ausland zeigen.[4] Katja Burkard, Moderatorin und Autorin ist überzeugt: „Ein selbstbestimmtes Leben heißt für mich unter anderem so gut wie möglich informiert zu sein. Nur dann kann ich Lebenswegen und Möglichkeiten auswählen. Deshalb sollte das Werbeverbot für die Pille danach aufgehoben werden.“

[1] Umfrage zum Thema Notfallverhütung, Umfrage von YouGov im Auftrag von Perrigo Deutschland GmbH, Stichprobe: 2036 Personen, gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren, Befragungszeitraum 26.01.2024 bis 06.02.2024

[2] Knittel T, Olejniczak L. Ungewollte Schwangerschaften im Lebenslauf – Ergebnisse der Studie „frauen leben 3“, FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung: Informationsdienst der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2023; 1: 21-27. https://doi.org/10.17623/BZgA_SRH:forum_2023-1_beitrag_fl3_ungewollt_schwangerschaften

[3] https://ots.de/3fTKbg (Abruf am 20.08.2024)

[4] AplusA for Perrigo, EU4, Awareness Tracker, December 2022. Data on file

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XXL-Fan-Turnier von Bayer 04 Leverkusen und Deutscher Krebshilfe / (Ehemals) übergewichtige Fans zeigten ihre Fitness auf dem Spielfeld

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Leverkusen (ots) –

Kein spielfrei für die Fans! Während die Profis am vergangenen Wochenende pausieren durften, standen (ehemals) übergewichtige Fans von 16 Klubs der drei Fußball-Profiligen auf dem Platz: Über 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Präventionsprogramms ‚Fußballfans im Training‘ (FFIT) der Deutschen Krebshilfe und des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung, Kiel (IFT-Nord) folgten am 12. Oktober der Einladung von Bayer 04 Leverkusen und der Deutschen Krebshilfe zum XXL-Fan-Turnier 2024 in Leverkusen. Dort zeigten sie, dass sie Sport nicht nur auf der Tribüne genießen, sondern auch wieder selbst auf dem Spielfeld aktiv sind. Wissenschaftliche Auswertungen belegen den nachhaltig positiven Effekt von FFIT auf das Körpergewicht der teilnehmenden Fans.

Starkes Übergewicht erhöht das Krebsrisiko für mindestens 13 Krebsarten, zum Beispiel für Darmkrebs oder Brustkrebs. Im Rahmen des Präventionsprojekts Fußballfans im Training konnten bereits 3.640 übergewichtige Fans von 25 Klubs der Bundesliga, 2. Bundesliga und dritten Liga ihr Gewicht und damit ihr Krebsrisiko reduzieren.

Beim FFIT-Turnier in Leverkusen gingen Fan-Mannschaften folgender Vereine an den Start: 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg, 1. FSV Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen, DSC Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig, Eintracht Frankfurt, FC Ingolstadt 04, Fortuna Düsseldorf, Hamburger SV, Holstein Kiel, Karlsruher SC, SC Paderborn 09, SG Dynamo Dresden, VfL Bochum und VfL Borussia Mönchengladbach. Darüber hinaus mit dabei: Dunfermline Athletics FC, ein Fan-Team aus Schottland, dem Ursprungsland von FFIT. Sieger des Turniers wurde die Fanmannschaft der SG Dynamo Dresden. Den 2. Platz sicherte sich der Dunfermline Athletics FC, vor dem Team von Eintracht Frankfurt, das den dritten Platz belegte.

„Wir danken Bayer 04 Leverkusen sehr für die gemeinsame Ausrichtung dieses einzigartigen Turniers“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Unser Dank gilt zudem allen Klubs, die ‚Fußballfans im Training‘ auf großartige Weise unterstützen. Sie helfen uns, übergewichtige Menschen in ihrer ‚Lebenswelt Fußball‘ abzuholen und bringen sie dort in Bewegung, wo sie sich wohlfühlen: im direkten Umfeld ihres Lieblingsclubs“, so Nettekoven.

Alle Klubs stellen Räume, Trainer und Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung, führen die FFIT-Kurse durch und helfen übergewichtigen Anhängern, ihr Gewicht – und somit auch das persönliche Krebsrisiko, zum Beispiel für Darmkrebs – zu reduzieren. Darüber hinaus tragen die Vereine mit dazu bei, die Öffentlichkeit auf die große Bedeutung von Bewegung und ausgewogener Ernährung in der Krebsprävention zu sensibilisieren.

„Wir sind mit dem FFIT-Projekt in der Bundesliga einstmals Trendsetter gewesen“, freut sich Bayer 04-Geschäftsführer Sport Simon Rolfes. „Dass inzwischen so viele Vereine mitmachen und die Bedeutung von Bewegung und Sport auch für Übergewichtige unterstreichen, macht FFIT zu einem großen Erfolg.“

Nachhaltige Gewichtsreduktion für FFIT-Teilnehmer

Das Ernährungs- und Bewegungsprogramm ‚Fußballfans im Training‘ führt zu messbaren positiven Veränderungen bei den Fans. Beim FFIT-Turnier in Leverkusen haben sie deutlich gezeigt, dass sie wieder fitter sind“, sagte Professor Reiner Hanewinkel, Geschäftsführer des IFT Nord. „Wissenschaftliche Auswertungen belegen zudem: Nachdem übergewichtige Fans das 12-wöchige Programm in ihrem Lieblingsverein durchlaufen haben, bringen die männlichen Teilnehmer durchschnittlich 6,2 Kilogramm und die Teilnehmerinnen 4,24 Kilogramm weniger auf die Waage.“ Ergebnisse von Messungen, die jeweils 9 Monate nach Ende des Kurses durchgeführt wurden, zeigen zudem, dass sich die durchschnittliche Gewichtsreduktion der Männer nachhaltig sogar auf 7,27 Kilogramm erhöhte. Die Ergebnisse zur langfristigen Wirksamkeit der FFIT-Teilnahme wurden kürzlich in der Fachzeitschrift ‚ClinicalObesity‘ veröffentlicht.

Nähere Informationen zu ‚Fußballfans im Training‘ gibt es unter www.ffit.de, zur Arbeit der Deutschen Krebshilfe auf www.krebshilfe.de

Interviewpartner auf Anfrage

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Positionspapier: Künstliche Intelligenz kann Versorgung in Apotheken verbessern

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Berlin (ots) –

Die Apothekerschaft begrüßt die fortschreitende Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen, um die Effizienz und Qualität in der Versorgung von Patientinnen und Patienten zielgerichtet und nachhaltig zu verbessern. Dabei müssen die mit der Anwendung neuer Technologien einhergehenden Risiken auf ein Minimum reduziert werden. Mit dem Positionspapier „Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Pharmazie“ legt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände nun ein Konzept vor, das die aktuelle Haltung der Apothekerschaft zum Einsatz von KI im pharmazeutischen Bereich darstellt und bewertet. Zu den Einsatzmöglichkeiten von KI in der Apotheke gehören die Patienten- und Kundenkommunikation, die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit, die Lieferkettenoptimierung, die Unterstützung des Qualitätsmanagementsystems und der Einsatz von non-invasiven Diagnosemethoden (z.B. über die Retina).

„Die Apotheken sind bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens schon jetzt ganz vorne dabei und wollen es auch bleiben“, sagt Anke Rüdinger, Leiterin des „Digital Hub“ der ABDA und Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Künstliche Intelligenz kann Apotheken bei der Beurteilung komplexer heilberuflicher Sachverhalte unterstützen. Die finale Entscheidung über die Abgabe von Arzneimitteln und die Beratung von Patienten muss allerdings immer in den Händen der Apothekerinnen und Apotheker liegen. Die Rolle der KI sollte darin bestehen, Empfehlungen zu geben und Informationen bereitzustellen, welche die Apothekerinnen und Apotheker in die fachliche Bewertung einbeziehen können. Das persönliche Vertrauensverhältnis von Mensch zu Mensch in der Apotheke ist jedoch die Essenz des Heilberufs und kann nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden.“

Laut dem sechsseitigen Positionspapier setzt sich die ABDA dafür ein, dass die Entwicklung und der Einsatz von KI-Systemen unter Berücksichtigung ethischer Prinzipien erfolgt. Zudem müssen grundlegende Prinzipien wie Transparenz, Datensicherheit und Nutzerautonomie gewahrt werden.

Mehr Informationen auf www.abda.de

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Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, [email protected] Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, [email protected]
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forsa-Umfrage: 75 Prozent der Bevölkerung in Schleswig-Holstein leiden unter Rückenschmerzen

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Kiel (ots) –

Eine große Mehrheit der Menschen in Schleswig-Holstein leidet unter Rückenbeschwerden. Das geht aus einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der AOK NordWest hervor. Danach gaben 75 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger an, im vergangenen Jahr zumindest ab und zu Rückenschmerzen gehabt zu haben. Ein Drittel der Betroffenen (32 Prozent) musste deshalb sogar einen Arzt aufsuchen und 19 Prozent häufig Schmerzmittel einnehmen, um ihren Alltag zu bewältigen. „Rückenschmerzen schränken die Lebensqualität erheblich ein. Um vorzubeugen, hilft nachweislich regelmäßige körperliche Aktivität“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest. Doch trotz dieses Bewusstseins gaben 60 Prozent der Befragten im nördlichsten Bundesland an, ihren inneren Schweinehund nicht überwinden zu können, um sich für ihre Rückengesundheit regelmäßig zu bewegen.

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Rückenschmerzen gehören zu den bedeutenden Volkskrankheiten in Schleswig-Holstein. Insgesamt waren 857.000 Menschen im Jahr 2022 deshalb in ärztlicher Behandlung, das entspricht 29,2 Prozent und damit fast einem Drittel der Bevölkerung. Die Folgen von Rückenschmerzen wirken sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Allein bei den Versicherten der AOK NordWest sind im vergangenen Jahr deshalb 798.153 Fehltage angefallen. Nach der aktuellen forsa-Umfrage leiden die Mehrheit der von Rückenschmerzen Betroffenen unter Rückenschmerzen im unteren Rücken beziehungsweise in der Lendenwirbelsäule oder dem Kreuzbein (83 Prozent). 46 Prozent der Betroffenen hatten Rückenschmerzen im Nackenbereich oder der Halswirbelsäule, 18 Prozent im mittleren Rücken oder der Brustwirbelsäule. Rückenleiden sind weit verbreitet. Nicht immer erfordern sie einen Besuch in der Arztpraxis und die Einnahme von Schmerzmedikamenten. Dieser hängt meist von der Intensität der Schmerzen und den damit verbundenen Einschränkungen ab. In vielen Fällen sind die Beschwerden glücklicherweise nur von kurzer Dauer und verschwinden nach einiger Zeit von allein wieder. Gezieltes Training und die Vermeidung von Risikofaktoren können bei der Vorbeugung helfen“, erklärt AOK-Chef Ackermann.

Risikofaktoren für Rückenschmerzen

Über die Risikofaktoren für Rückenschmerzen ist die Mehrheit der Menschen in Schleswig-Holstein sehr gut im Bilde: 94 Prozent sagen richtigerweise, dass Übergewicht die Rückengesundheit negativ beeinflussen kann. Ähnlich hoch ist mit 93 Prozent auch der Anteil, die die einseitige Sitzposition als korrekten Risikofaktor benennen. Zudem bemerken 71 Prozent der Menschen im Norden oft, dass langes Sitzen vor digitalen Geräten ihrem Rücken schadet.

Bewegung: das beste Mittel der Wahl

Was zur Stärkung des Rückens beiträgt, ist in der Bevölkerung weitestgehend bekannt. Der Umfrage zufolge wissen 98 Prozent der Befragten, dass regelmäßige Bewegung das beste Mittel für einen gesunden Rücken ist. Aber nur 54 Prozent der Befragten setzen diese körperliche Aktivität im Alltag um. Die Bedeutung von gut ausgebildeten Bauchmuskeln für die Rückengesundheit wird von 78 Prozent der Befragten richtig eingeordnet, wonach zu schwache Bauchmuskeln eine Ursache für Rückenschmerzen sein können.

Probleme in der Umsetzung

Trotz des Wissens gelingt es vielen Menschen nicht, mehr Bewegung in ihren Alltag zu bringen. Nur 42 Prozent der Befragten kümmern sich ihrer Meinung nach ausreichend um ihre Rückengesundheit. Bei 42 Prozent derjenigen, die es nicht tun, scheitert es an der fehlenden Zeit. „Die Gründe der Passivität sind vielseitig, aber mit Blick auf die Herausforderungen des Alltags auch ein Stück weit nachvollziehbar“, sagt Ackermann.

„Rücken? Mach ihn stärker!“

Laut AOK braucht es daher niedrigschwellige Trainingskonzepte. Im Rahmen ihrer neuen Kampagne „Rücken? Mach ihn stärker!“ hat die Gesundheitskasse mit dem ‚AOK-Rückentrainer‘ ein entsprechendes Modul entwickelt. In einem sechswöchigen Programm mit jeweils zwei Trainingstagen je Woche werden Interessierten verschiedene Übungen per Video gezeigt, die sich einfach und ohne Hilfsmittel in den Alltag integrieren lassen. Die Trainingseinheiten stehen auch Nicht-Versicherten kostenlos im Internet unter aok.de/rueckentrainer zur Verfügung. Dass gezielte Maßnahmen ihre Wirkung erzielen, bestätigen auch die Befragten der forsa-Umfrage. Demnach hat regelmäßige Bewegung 65 Prozent der Betroffenen in Schleswig-Holstein geholfen, um Rückenschmerzen zu lindern oder sogar loszuwerden. Über gezielte Rückenübungen sagen dies 52 Prozent und über Wärmeanwendungen 48 Prozent.

Zur Umfrage

Die repräsentative forsa-Umfrage wurde im Auftrag der AOK NordWest durchgeführt. Zwischen dem 17. Juli und 15. August 2024 wurden 503 zufällig ausgewählte Personen ab 18 Jahren in Schleswig-Holstein online befragt.

Pressekontakt:
Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NordWest – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70,24145Kiel
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520-1566136
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Der Weg zum Hilfsmittel: was blinde und sehbehinderte Menschen wissen sollten

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Berlin (ots) –

Zur Unterstützung bei eingeschränktem Sehvermögen oder Blindheit gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln – von der klassischen Lupe bis zur IT-Lösung. Mit einem neuen Internetangebot möchten der DBSV, der DVBS und die PRO RETINA den Betroffenen auf dem Weg zum Hilfsmittel weiterhelfen.

Wer ein Hilfsmittel benötigt, steht oft vor einer Vielzahl von Fragen. Wo genau muss ich den Antrag auf Übernahme der Kosten stellen? Geht das auch nachträglich, wenn ich ein Hilfsmittel wirklich dringend brauchte und es deshalb schon gekauft habe? Wer übernimmt die Kosten für die Einweisung in den Gebrauch eines Geräts? Und was genau gilt überhaupt als Hilfsmittel?

Wenn man sich im Hilfsmittelrecht nicht auskennt, kann der Weg zum Hilfsmittel schnell zum Hindernislauf werden. Das DBSV-Rechtsreferat hat deshalb hilfreiche Informationen rund um dieses Thema zusammengestellt. Die Serviceseite „Tipps zur Hilfsmittelversorgung“ ist ab sofort zu finden unter:

www.woche-des-sehens.de/hilfsmittel

15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes

Im Jahr 1964 wurde vom US-Kongress eine Resolution in Kraft gesetzt, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day (übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes“) erklärte. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit.

Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der sehbehinderten und blinden Menschen. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens.

Die Woche des Sehens

„Klar sehen“ heißt das Motto der diesjährigen Woche des Sehens. Die Aufklärungskampagne findet bundesweit vom 8. bis 15. Oktober statt. Getragen wird sie von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch. Weitere Informationen unter: www.woche-des-sehens.de

Pressekontakt:
Pressebilder unter https://www.dbsv.org/pressebilder/hilfsmittel-sehhilfen-reha-lpf.html

Rauchentwöhnung – Relevanz für die Gefäßmedizin

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Karlsruhe (ots) –

Vom 09.-12.10.2024 fand in Karlsruhe die 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin unter Leitung des Kongresspräsidenten Prof. Dr. Martin Storck statt. Neben den primär chirurgischen Themen, die dort diskutiert wurden, stand auch der Rauchstopp im Fokus. Dies ist besonders hervorzuheben, da das Thema Rauchen auf den wenigsten Jahrestagungen medizinischer Fachgesellschaften aufgegriffen wird. Wird es doch eher als politisches und gesellschaftliches Problem abgetan und nicht primär als medizinisches Problem angesehen.

Der Rauchstopp ist schwierig, da Rauchen eine Sucht ist

Prof. Lion Shahab vom University College London sprach zum Thema „Rauchentwöhnung – Internationale Perspektive“. Auf der Tobacco Control Scale, einer Skala, die die Aktivitäten eines Landes zum Rauchstopp wiedergibt, liegt das Vereinigte Königreich auf Platz eins und Deutschland auf einem der letzten Plätze. Die Briten gehen dabei, sowohl was Verbote als auch was das Thema Schadstoffreduzierung betrifft, wesentlich konsequenter vor und verschenken aktuell sogar eine Million E-Zigaretten an die Bürger.

Herr Prof. Markus Backmund, Suchtmediziner aus München, sprach zu dem Thema „Wege aus der Sucht – Was ist machbar bei der Rauchentwöhnung?“ Er betonte, dass die Sucht bei den wenigsten Betroffenen wirklich geheilt werden kann. Sie sitzt tief im limbischen System und ist dort durch negative Erfahrungen und positive Belohnungserlebnisse verwurzelt. Rauchen einfach als schlechte Angewohnheit anzusehen, werde dem komplexen Geschehen einer Sucht nicht gerecht, so Backmund. Will man den Schaden verhindern, der mit dem Rauchen von Verbrennungszigaretten einhergeht, muss man manchmal die Nikotinsucht teilweise akzeptieren und in vielen Fällen das Nikotin substituieren. Möglichkeiten bieten hier die Nikotinplaster oder elektronische Nikotinabgabesysteme wie E-Zigaretten oder Tabakerhitzer.

Kaffee und Zigaretten – vergleichbar?

Herr Prof. Knut Kröger, Angiologe aus Krefeld, sprach über „Vasoreaktion bei Coffein und Nikotin im Vergleich“. Er stellte dabei heraus, dass es nicht ausreicht, die einfachen kurzfristig gemessenen Effekte einer potentiellen Noxe auf die Gefäßwand zu betrachten, um langfristige Prognosen abzugeben. So verringern Nikotin und Koffein akut die Dilatation der Gefäßwand. Im Gegensatz zum dauerhaften Rauchen wird einem langfristigen Kaffeegenuss aber eine positive Wirkung auf das Herzkreislaufsystem zugesprochen. Wie wichtig es ist, das Thema Rauchen auf medizinischen Fachkongressen zu platzieren, war Thema des Vortrages von Herrn Prof. Moritz Sebastian Bischoff, Gefäßchirurg von der Universitätsklinik Heidelberg. Er stellte die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage zur „Rauchentwöhnung bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit“ unter Gefäßchirurgen vor. Ein erstaunliches Ergebnis dieser Umfrage ist, dass mehr als 50 % aller befragten Gefäßchirurgen das Thema Raucherentwöhnung gar nicht als ihre Aufgabe ansehen.

Die Einstellung muss sich ändern – nicht nur bei Betroffenen!

Die aufschlussreichen Beiträge zur Raucherentwöhnung und ihrer Relevanz für die Gefäßmedizin zeigten sehr überzeugend auf, dass in Deutschland noch viel getan werden muss, um die Anzahl der Rauchenden zu senken, deren Bevölkerungsanteil laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei etwa 23% liegt. Die Einstellung der Ärzte hinsichtlich ihrer Bedeutung für rauchende Patienten muss sich ändern. Das Bewusstsein dafür, dass Rauchen eine Sucht mit allen entsprechenden Folgen ist, muss wachsen. Die Erkenntnis, dass die Nikotinsubstitution in ihren verschiedenen Formen in Zukunft eine große Rolle spielt, sollte von allen Beteiligten akzeptiert werden.

Literatur: Christian-Alexander Behrendt, Franziska Heidemann, Alexander Meyer, Ursula Elisabeth Maria Werra, Ulrich Rother: „Treatment of chronic peripheral arterial occlusive disease (PAOD) Behandlung der chronischen peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)“ 2024, Gefässchirurgie, Nr. 2, p.103-117

Weitere Informationen: www.thrombose-initiative.de

Pressekontakt:
Prof. Dr. Knut Kröger
[email protected]
Original-Content von: Thrombose Initiative e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Betriebsärztliche Betreuung: BG ETEM unterstützt Kleinbetriebe mit Netzwerk und Podcast

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Köln (ots) –

Betriebsärztinnen und -ärzte sind wichtige Rat- und Impulsgeber im Gesundheits- und Arbeitsschutz. Ein Netzwerk der BG ETEM gibt vor allem Kleinunternehmen Hinweise, wie sie passendes fachmedizinisches Personal finden können.

Betriebsärztliche Betreuung ist ein Baustein für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. „Die betriebsärztlichen Aufgaben bestehen nicht nur darin, im stillen Kämmerlein Untersuchungen durchzuführen. Ihre Hauptaufgabe ist die Beratung“, sagt Christian Fries, Referent für Arbeitsmedizin im Fachkompetenzcenter Gesundheit im Betrieb der BG ETEM. Fries ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Betriebsmediziner und war selbst jahrelang als Betriebsarzt tätig.

Er weiß aus erster Hand, wie essenziell es ist, dass Betriebsärztinnen und -ärzte Unternehmen gut kennen und eng in Arbeitsprozesse eingebunden sind: „Sie müssen die Arbeitsplätze kennen, regelmäßig Begehungen durchführen und in Gefährdungsbeurteilungen eingebunden werden. Nur so erhalten sie ein vollständiges Bild der Situation im Betrieb und können effektiv beraten“, betont Fries. Dann könnten die Fachleute etwa bei der Bewertung körperlicher Belastungen im Arbeitsalltag oder der Gefährlichkeit neuer Gefahrstoffe unterstützen.

Netzwerk hilft KMU

Auch die Frage nach verpflichtenden und freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen spielt in der betriebsärztlichen Betreuung eine zentrale Rolle. „Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge regelt genau, welche Vorsorgen Unternehmen veranlassen müssen – unabhängig von der Unternehmensgröße, aber abhängig von den Gefährdungen im Betrieb“, erklärt Fries. Er weist darauf hin, dass sich die betriebsärztliche Betreuung in den vergangenen Jahren stark verändert habe. „Früher lag der Fokus viel stärker auf Untersuchungen. Heute geht es mehr um eine ganzheitliche Vorsorge und die Beratung sowohl von Beschäftigten als auch von Unternehmen.“

Insbesondere kleinere Betriebe stehen oftmals vor der Herausforderung, geeignete Betriebsärztinnen und -ärzte zu finden. Die BG ETEM bietet mit ihrem Netzwerk „Betriebsärztliche Betreuung für Kleinbetriebe“ eine Übersicht über Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde, die auch sogenannte KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) betreuen. Auch Ärztekammern und Berufsverbände können Hinweise geben.

Podcast klärt auf

Arbeitsschutzverantwortliche können jetzt noch mehr über das Thema betriebsärztliche Betreuung erfahren: In der neuesten Folge des Podcasts „Ganz sicher“ der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) dreht sich alles um die Rolle von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten im Gesundheitsschutz. Im Gespräch mit Moderatorin Katrin Degenhardt erklärt Christian Fries, wie Unternehmen Betriebsärztinnen und -ärzte sinnvoll einbinden können, um den Schutz der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dauerhaft sicherzustellen.

Podcast anhören und mehr Informationen

Der Podcast der BG ETEM ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse www.bgetem.de/ganzsicher zu finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music, Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie Apple Podcasts. Zur Folge „Betriebsärztliche Betreuung: Sparringspartner im Gesundheitsschutz“ geht es hier (https://www.bgetem.de/presse-aktuelles/themen-und-geschichten/podcasts/betriebsaerztliche-betreuung-sparringspartner-im-gesundheitsschutz).

Hintergrund BG ETEM

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Beschäftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kümmert sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Für ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die BG ETEM die Haftung für die gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den Beschäftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.

Pressekontakt:
Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon: +49 221 3778-5521 (Zentrale: – 0)
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Quelle: ots