Langfristig aktiv und schmerzfrei bei Hüftgelenksarthrose – mit ACP-Spritzen zurück in den aktiven Alltag

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München (ots) –

Viele Menschen sind mit zunehmendem Alter von Hüftgelenksarthrose betroffen. Ihr Alltag wird dadurch eingeschränkt, die sportliche Aktivität geht verloren. Mit ACP-Spritzen können Patient/-innen frühzeitig das Fortschreiten des Gelenkverschleißes – der Arthrose – verlangsamen, ihr eigenes Gelenk lange erhalten und einen aktiven Lebensstil pflegen. Die natürliche Behandlung aus körpereigenem Blut wird einfach und risikoarm in der orthopädischen Praxis ins Hüftgelenk gespritzt und sorgt für eine langfristige Schmerzlinderung und Bewegungsfreiheit bis zu 24 Monate. Danach kann die Wirkung beliebig oft aufgefrischt werden.

Hüftgelenksarthrose – Wer frühzeitig zum Arzt geht, hat mehr Behandlungsmöglichkeiten

„Im Laufe des Alterns verschleißt jedes Gelenk“, so Prof. Dr. Götz Welsch, Orthopäde und Unfallchirurg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und leitender Mannschaftsarzt des HSV. Eine allgemeine Arthrose-Regel laute: Alter = Prozentzahl. Demnach haben mit 70 Jahren rund 70 % der Menschen in einem ihrer Gelenke Arthrose entwickelt, mit 80 Jahren seien es entsprechend 80 %, erklärt Welsch. Beim Hüftgelenk geht man davon aus, dass 5 % der Erwachsenen von einer Arthrose betroffen sind.[1] Viele Menschen bemerken zwar die anfänglichen Symptome: Es zwickt in der Hüfte, man wird unbeweglicher, fühlt sich steifer. Doch nicht jeder geht deswegen gleich zum Arzt oder zur Ärztin. „Aber: Wer frühzeitig zum Arzt kommt, hat einfach mehr Behandlungsmöglichkeiten“, betont Welsch. Das Fortschreiten einer Hüftgelenksarthrose sei zwar nicht aufzuhalten, allerdings könne man frühzeitig etwas tun, um den Prozess zu verlangsamen und das Gelenk möglichst lange zu erhalten. Eine dieser Möglichkeiten ist die ACP-Therapie: Sie wird im frühen bis mittleren Arthrose-Stadium angewendet und sorgt für langfristige Schmerzlinderung und Bewegungsfreiheit. „Bei Leistenschmerz, beginnender Un-beweglichkeit und Steifigkeit also lieber zum Arzt gehen anstatt zu lange zu warten“, rät Welsch. „Denn ACP-Spritzen können das Fortschreiten der Arthrose immer wieder zurücksetzen und den Prozess insgesamt verlangsamen.“

Natürliche Behandlung mit dem eigenen Blut – ACP bei Hüftgelenksarthrose

ACP steht für Autologes Conditioniertes Plasma. Autolog bedeutet, dass die Therapie aus dem eigenen Blut der Patient/-innen gewonnen wird. Conditioniert steht für aufbereitet. Dafür werden Patient/-innen rund 15 ml Blut in der orthopädischen Praxis entnommen und in einer sogenannten Zentrifuge für 5 Minuten aufbereitet. Dabei wird das Blut nach bestimmten Bestandteilen aufgetrennt. Übrig bleibt das Plasma – eine gelbliche, durchsichtige Flüssigkeit. „Im Plasma befinden sich viele besondere Zellen, sogenannte Wachstumsfaktoren bzw. Entzündungsmediatoren, die im Körper einen regenerativen Heilungsprozess anregen und fördern“, erklärt Welsch. Dazu wird das hergestellte ACP in das betroffene Gelenk gespritzt. ACP wirkt sich über eine Reihe komplexer Prozesse positiv auf den Entzündungsstatus im Gelenk aus und entfaltet dort heilende Effekte: „ACP verbessert das Gleichgewicht des Gelenkes – die sogenannte Gelenkhomöostase – und der Knorpel hält dadurch länger. Das bedeutet, wenn ich meinen Patient/-innen in einem frühen Arthrose-Stadium die ACP-Therapie verabreiche, dauert es einfach länger, bis sie ein fortgeschrittenes Stadium der Arthrose erreichen“, erläutert Welsch. Patient/-innen, die sich für die ACP-Therapie entscheiden, erhalten 3 bis 5 Spritzen – je nach Schweregrad der Arthrose und individueller ärztlicher Einschätzung – im Abstand von ein oder zwei Wochen. „Nach 1 bis spätestens 2 Jahren sind Auffrischungs-Spritzen empfohlen, wobei einige Ärzt/-innen bereits nach einem halben Jahr auffrischen und dann jährlich wiederholen“, fasst Welsch zusammen und ergänzt: „Da es sich um körpereigenes Material handelt, kommt es zu keinen Unverträglichkeiten.“ Manche Patient/-innen würden einige Tage lang bemerken, dass etwas im Gelenk gemacht wurde, oder sie spüren die verabreichte Flüssigkeit.

ACP-Spritzen als Baustein eines individuellen Behandlungskonzeptes

Langfristige gute Ergebnisse erhalte man, wenn man weitere Punkte neben der ACP-Therapie adressiere. Denn die ACP-Therapie solle laut Welsch nicht alleine gesehen werden, sondern einen Baustein eines individuellen Behandlungskonzeptes darstellen. Dazu zählen – parallel zu den ACP-Spritzen – Physiotherapie sowie aktiver Muskelaufbau, sobald die Beschwerden nachlassen. Auch Ursachen wie Achsfehlstellungen, Übergewicht oder falsche Ernährung seien abzuklären und mit in den Behandlungsplan einzubeziehen, schildert Welsch. Dabei sei vor allem die eigene Motivation der Patient/-innen entscheidend. Beschwerden können laut Welsch als kleiner Warnschuss gesehen werden, um Patient/-innen zu einer Veränderung des eigenen Lebensstils – zusätzlich zur ACP-Therapie – zu bewegen. „Das kann mehr Sport sein, ein bisschen mehr Krafttraining oder Yoga. Es gibt ganz tolle Möglichkeiten, die man auch zu Hause auf der Gymnastikmatte umsetzen kann, man muss nicht unbedingt ins Fitnessstudio gehen. Welsch´s Ziel ist es, dass der Golfer wieder 18-Loch Golf spielen kann, die Tennisspielerin wieder ein bisschen Tennis spielen kann, der Läufer wieder ein bisschen laufen kann und Patient/-innen, die vielleicht gar keinen Sport machen, einfach ihren Alltag wieder aktiv bewältigen können. Auch im Profi-Fußball setzt Welsch ACP seit Langem ein: „Wenn wir die Arthrose behandeln, können die Spieler häufiger spielen und ihre Karriere länger verfolgen“, so der HSV-Mannschaftsarzt Welsch.

Mit ACP langfristig weniger Schmerzen und mehr Bewegung

Wichtig zu wissen ist, dass ACP nicht sofort wirkt, sondern etwas Zeit benötigt, bis die regenerativen Prozesse und die Entzündungsmodulation greifen. „Mit Eigenblut habe ich zwar erst nach 2 bis 3 Monaten eine Wirkung, aber der Effekt hält über Monate und häufig auch über 1 bis 2 Jahre an“, räumt Welsch ein. Dies zeigen auch Studien im Vergleich zu Therapien mit Hyaluron und Cortison, deren Wirkung deutlich kurzfristiger ist als die von ACP.[2,3] ACP wird mittlerweile in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, angefangen bei akuten Sportverletzungen über Sehnenüberlastungen wie dem Tennisellenbogen bis hin zu Arthrose in verschiedenen Gelenken. Gerade bei Kniegelenksarthrose belegen Studien die schmerzlindernde, knorpelerhaltende, beweglichkeitsfördernde und steifigkeitsmindernde Wirkung von ACP und ihre positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität.[2-11] Bei Arthrose der Hüftgelenke sei die Therapie bislang noch nicht so weit verbreitet wie bei Kniegelenksarthrose, doch Welsch ist zuversichtlich: „Aus meiner persönlichen Erfahrung wirkt ACP im Hüftgelenk genauso gut wie im Kniegelenk: Bei 85 % bis 90 % meiner Hüftgelenksarthrose-Patient/-innen hilft ACP wirklich gut und sorgt für 6 bis hin zu 24 Monaten weniger Schmerzen und mehr Bewegungsfreiheit“, so Welsch abschließend.

Über Arthrose

Arthrose ist eine chronische Erkrankung, bei der der Knorpel im Gelenk durch Verschleiß zerstört wird. Arthrose stellt die häufigste Gelenkerkrankung in Deutschland dar und betrifft etwa 5 Millionen Menschen, mit steigender Tendenz.[12] Eine vollständige Heilung arthrotischer Gelenke ist nicht möglich, daher zielt die Therapie darauf ab, den vorhandenen Knorpel zu erhalten und die Schmerzen zu lindern. Die Therapieoptionen umfassen konservative Verfahren mit nicht-medikamentösen und medikamentösen Maßnahmen sowie operative Eingriffe. Letztere sollten je nach Fortschritt der Erkrankung und dem Leidensdruck von Patient/-innen erst erwogen werden, wenn vorherige Maßnahmen die Schmerzen nicht ausreichend lindern bzw. die Beweglichkeit nicht wiederherstellen können.

Über die ACP-Therapie

ACP steht für Autologes Conditioniertes Plasma und ist eine Behandlungsmethode aus Eigenblut, die die körpereigenen Heilungsprozesse unterstützt. Die Therapie stellt eine Innovation in der regenerativen Medizin mit körpereigenen Wirkstoffen dar, der sogenannten Orthobiologie. Im Kontext der Orthopädie eröffnet dieses Verfahren eine maßgeschneiderte, personalisierte, natürliche und wirksame Therapieoption mit zu 100 % biologischen und körpereigenen Wirkstoffen, die in der Schmerztherapie und funktionellen Wiederherstellung bei verschiedenen Beschwerdebildern zum Einsatz kommt, darunter diversen Sport-verletzungen, Rückenschmerzen und die frühe bis mittelschwere Arthrose (Grad I bis III). Die ACP-Behandlung bietet eine nebenwirkungsarme Option im Rahmen der verfügbaren Behandlungsmethoden von Arthrose und könnte eine Alternative zu operativen Eingriffen darstellen oder diese hinauszögern. Die von Arthrex entwickelte Behandlung besteht aus einer ACP®-Doppelspritze, die drei Prozesse in einem einzigen System erlaubt: die Entnahme von körpereigenem Blut, die Abtrennung von plättchenreichem Plasma zur Herstellung von ACP in einem Zwischenschritt und die Injektion des ACPs in das betroffene Gewebe. Durch das geschlossene Aufbereitungssystem sind sterile Abläufe gesichert, eine Infektionsgefahr ist damit nahezu ausgeschlossen.

Über Arthrex

Die Arthrex GmbH ist ein weltweit agierender Hersteller von Medizinprodukten für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin. Das inhabergeführte Unternehmen besticht mit seiner langjährigen Erfahrung in Kombination mit fortschrittlichem Pioniergeist in der konservativen und operativen Gelenksversorgung – immer mit dem Ziel, Patient/-innen in jeder Phase ihres Lebens kräftig, aktiv und gesund zu halten. Mit mittlerweile über 20 000 Produktlösungen im Bereich minimal-invasiver, chirurgischer Verfahren zur Gelenkbehandlung und -wiederherstellung (Arthroskopie und Arthroplastik), in der regenerativen Medizin aus körpereigenen Stoffen (Orthobiologie) und in der orthopädischen Bildgebung, bietet das Unternehmen ein breites Spektrum an State-of-the-Art-Lösungen zur Versorgung von Knie-, Schulter und Hüftgelenk sowie den Kleingelenken der Hand, des Fußes und des Sprunggelenks. Mit seinem vielfältigen Produktportfolio ist Arthrex führend in der Behandlung von Gelenkverschleiß (Arthrose). Einen besonderen Fokus legt das Unternehmen auf exklusive medizinische Trainings- und Schulungsprogramme zur Praxisanwendung seiner Produkt- und Techniklösungen für eine sichere Versorgung von Patient/-innen. Der innovative Medizinproduktehersteller mit Firmensitz in Naples, Florida, USA, zählt weltweit über 6 000 Mitarbeiter/-innen zu seinem Team, die in den drei Hauptniederlassungen in München, Singapur und Mexiko sowie in weiteren 22 Niederlassungen auf der ganzen Welt im Einsatz sind.

Weitere Informationen zur Arthrex GmbH unter www.arthrex.com.

Quellen

[1] Gesund.bund.de. Hüftarthrose (Coxarthrose). Online verfügbar unter: https://gesund.bund.de/hueftarthrose#ursachen (abgerufen am 22.08.2023).

[2] Huang Y et al. Orthopade. 2019;48(3):239-247.

[3] Raeissadat SA et al. BMC Musculoskelet Disord. 2021;22(1):134.

[4] Cerza F et al. Am J Sports Med. 2012;40(12):2822-2827.

[5] Cole BJ et al. Am J Sports Med. 2017;45(2):339-346.

[6] Smith PA. Am J Sports Med. 2016;44(4):884-891.

[7] Chu J et al. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2022;30(12):4063-4071.

[8] Belk JW et al. Am J Sports Med. 2021;49(1):249-260.

[9] McLarnon M und Heron N. BMC Musculoskelet Disord. 2021;22(1):550.

[10] Tan J et al. Arthroscopy. 2021;37(1):309-325.

[11] Vilchez-Cavazos F et al. Arch Orthop Trauma Surg. 2023;143(3):1393-1408.

[12] Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. Online verfügbar unter: www.arthrose.de (abgerufen am 25.05.2023).

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Quelle: ots