Hilft im Leistungssport und gegen Schmerzen: Neuro Mobility Training

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Berlin (ots) –

Unser zentrales Nervensystem lässt Bewegung nur dann uneingeschränkt zu, wenn es diese als sicher einordnet. Aber woher bekommt der Körper diese Sicherheit? Wie funktioniert das genau?

Tiefensensibilität als Schüssel

Neuro Mobility trainiert das Gehirn über Propriozeption. Das ist kein Zauberwort, sondern der wissenschaftliche Ausdruck für Tiefensensibilität: eine komplexe Sinneswahrnehmung, mit welcher der Körper das Gehirn – unsere Zentrale – über die Position bzw. den Aktivitätszustand der Gelenke, Muskeln und Sehnen informiert.

Unsere alltäglichen Bewegungsabläufe spiegeln sich in einer Art 3-D-Landkarte im Gehirn wider. Bei genauerem Hinschauen stellen wir fest, dass wir im Alltag/Beruf häufig immer gleiche Bewegungsabläufe ausführen. Das nennen wir Routine. Gleichzeitig bedeuten Routinen aber auch, dass andere wichtige Bereiche auf der Landkarte des Gehirns und in den ausgeführten Bewegungen vernachlässigt werden. Unsere Landkarte hat also „blinde Flecken“ und es gibt eine unvollständige Rückmeldung ans Gehirn (Input), die dort als potentielle Gefahr eingestuft wird. Dadurch wird die Bewegung (Output) eingeschränkt bzw. verhindert. Nicht alle Möglichkeiten der Bewegung werden ausgeschöpft. Das Gehirn wittert Gefahr. Bewegungsunsicherheiten bzw. -einschränkungen oder Schmerzen als Aktionssignal verlangen nach Handeln.

So trainieren Sie z.B. Ihr Hüftgelenk

Vermutlich nehmen Sie an, dass Sie durch Fahrradfahren die Beweglichkeit in den Hüftgelenken verbessern. Das ist auch so! Aber das ist nur die halbe Wahrheit:

Um die Beweglichkeit der Hüftgelenke zu verbessern, brauchen Sie dreidimensionale Bewegungsabläufe, denn die Hüftgelenke sind Kugelgelenke. Die Beine wollen also kreisen! Nur so kommt ausreichend Mobilität in die Hüftgelenke. Ihr Gang wird harmonischer und insgesamt sicherer. Das ist nicht nur eleganter, sondern gerade für ältere Menschen eine der besten Sturzprophylaxen. Doch durch die einseitigen vollautomatisierten Alltagsbewegungen verhindern wir oft, dass die Gelenke in all ihren Möglichkeiten bewegt werden. Wenn Ihnen das irgendwie bekannt vorkommt, haben Sie jetzt die Wahl: Sie können weitermachen wie bisher oder aber etwas ändern!

Warum sollte man sich über Neuro Mobility Gedanken machen?

Leistungssportler trainieren seit vielen Jahren erfolgreich mit Unterstützung der Neuroathletik. Neuro Mobility Training ist ein Teil davon. Neuroathletik – auch neurozentrierte Körperarbeit genannt – bringt mehr als Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Sport. Richtig angewendet kann sie gegen Schmerzen und andere körperliche Beschwerden eingesetzt werden. Und das mit sehr einfachen Übungen und hoher Effizienz.

Mithilfe von Neuro Mobility Training können wir unseren Alltag schmerzarm bis schmerzfrei gestalten. Endlich schmerzfrei! Für viele Menschen bedeutet dies einen enormen Rückgewinn an Lebensqualität.

So kann sogar Anna Maurer*, 75 Jahre eine Verbesserung erzielen: Seit längerer Zeit leidet sie beim Gehen unter Schmerzen im Bein, die sie zwingen, stehen zu bleiben, bis der Schmerz langsam nachlässt. Nach langer Behandlung wird sie von ihrer Ärztin mit den Worten „Ich kann Ihnen nicht helfen, gehen Sie mal zum Rehasport…“ entlassen und trifft auf einen Kurs, der die Techniken aus der Neuroathletik nutzt. Mit unterschiedlichen Tests und Retests stellt die Trainerin Sabine Gutknecht die Ursache fest, zeigt der Patientin eine kleine, zur Ursache passende Übung und gleich nach der ersten Stunde kann sie wieder schmerzfrei gehen.

Diese kleine Übung macht sie seitdem täglich, denn das Gehirn braucht viele Wiederholungen, bis es die Tatsache speichert, dass eine vorher schmerzende Bewegung jetzt schmerzfrei möglich ist.

Bei der neurozentrierten Körperarbeit wird für jede Person mit ihrem individuellen Symptom die passende Übung gefunden. So sind wir bei vielen orthopädischen Problemen in der Lage, uns nachhaltig selbst zu helfen.

Unsere Gelenke regelmäßig in all ihren Möglichkeiten zu aktivieren ist einfach. Lernen können Sie das z.B. in der Praxis für Körperhaltung & Bewegung mit Sabine Gutknecht (https://www.gesundheitszentrum-bluetenhof-berlin.de/gesundheitsexpert-innen/sabine-gutknecht/). Als Coach für orthopädische Rehabilitation & Neuroathletik arbeitet sie in Einzelsitzungen bzw. kleinen Gruppen u.a. im Berliner Gesundheitszentrum Blütenhof (https://www.gesundheitszentrum-bluetenhof.de/). Bei Bedarf auch online oder draußen im Hof.

*Name geändert

Pressekontakt:
Text Sabine Gutknecht
Email: [email protected]
T. 01577.1959700Gesundheitszentrum Blütenhof Berlin
www.gesundheitszentrum-bluetenhof.de
Büro: 030.28 09 82 74
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Quelle: ots