E-Rezept: Wie funktioniert’s, was bringt’s?

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Baierbrunn (ots) –

Das elektronische Rezept wird ab 1. Januar 2024 Pflicht bei verschreibungspflichtiger Arznei. Was denken Apotheker:innen, Ärzt:innen und Patient:innen darüber? Die aktuelle Ausgabe des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ hat nachgefragt:

Birgit Gräber-Brenner, Apothekerin in Günzburg, stellt bislang keine Arbeitserleichterung durch das elektronische Rezept fest: „Momentan sorgen unter anderem fehlerhafte Verordnungen oft für Zusatzaufwand.“ Allerdings meint sie auch: „Trotzdem bin ich ganz klar für Digitalisierung. Alles, was neu ist, braucht seine Zeit, bis es funktioniert und wertgeschätzt wird. Vor allem die Apotheke vor Ort muss und sollte bei solchen Dingen von Anfang an dabei sein.“

Patientin Hannelore Hellwig, 81 Jahre, die das E-Rezept per App nutzt, ist dagegen schon jetzt begeistert: „Ich kann das E-Rezept jedem empfehlen: Es vereinfacht vieles und man spart sich Wege. Seit unser Hausarzt in der Nähe verstorben ist, musste ich für meine Rezepte in die neue Praxis in die Stadt fahren. Jetzt schreibe ich per Mail, was ich brauche, und maximal zwei Stunden später habe ich die Rezepte in meiner App, bestelle sie in der nächsten Apotheke und hole sie ab.“

Und Hausärztin Dr. Kristina Spöhrer stellt fest, dass das Anmelden in der App vielen Patient:innen Probleme bereitet. „Das Einlösen mit der elektronischen Gesundheitskarte funktioniert besser.“ Bislang ist das E-Rezept zwar für die Ärztin keine Arbeitserleichterung – oft muss es sogar ausgedruckt werden, auch die Technik funktioniert nicht reibungslos – grundsätzlich ist sie aber optimistisch. „Ich sehe, dass Digitalisierung einen großen Mehrwert bieten kann.“ Dr. Spöhrer wünscht sich aber eine stärkere Einbindung von der Politik – und „dass verpflichtende Umstellungen den Praxen nicht mitten im Infektwinter auferlegt werden, wenn hohe Arbeitslast herrscht.“

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Quelle: ots