Die Erfindung der „Pille“ / Neue Folge des Apotheken Umschau-Podcasts „Siege der Medizin“

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Baierbrunn (ots) –

Hormonelle Schwangerschaftsverhütung – die medizinische Errungenschaft, um die sich alles in der neuen Folge des Apotheken Umschau-Podcasts dreht. Dabei geht es bei der Entwicklung der „Pille“ eigentlich um noch viel mehr als um einen „Sieg der Medizin“. Es geht um sexuelle Freiheit und um die Selbstbestimmtheit der Frauen – mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. / Gute Nachricht für alle Medizin-Geschichte-Fans: Fürs kommende Jahr ist die Fortsetzung der beliebten Podcast-Serie geplant.

Das Mittel vom Zweck trennen – also den Sex von der Fortpflanzung: Seit jeher suchen die Menschen nach Wegen, damit das gelingt. Dabei ist der Erfindungsreichtum groß, von akrobatischen Übungen über Kondome aus Schafsdarm bis zu Krokodilkot wurde schon vieles ausprobiert. Durchgesetzt hat sich in den 70er Jahren die sogenannte „Antibabypille“, deren Name nicht ganz optimal gewählt ist, findet Prof. Christian Thaler, Leiter des Hormon- und Kinderwunschzentrums der Ludwig-Maximilians Universität München. Er steht dem Erzähler Ulrich Noethen in dieser Podcast-Folge als Experte zur Seite. „Es geht ja nicht gegen Babys, sondern für Wunschkinder, also Kinder, die zum richtigen Zeitpunkt kommen.“ Sein Vorschlag: „Wunschkindpille“.

Im Podcast (https://www.apotheken-umschau.de/podcast/episode/siege-der-medizin/antibaby-oder-wunschkind-die-erfindung-der-pille-841813.html) erfahren die Hörer:innen, wie und wann die Geschichte der „Pille“ begann: Als „Großvater der Pille“ wird der österreichische Forscher Ludwig Haberlandt bezeichnet, der in Experimenten mit Kaninchen und Meerschweinchen den Grundgedanken der hormonellen Schwangerschaftsverhütung erkannte: Wer schwanger ist, kann vorerst nicht mehr schwanger werden. Für seine Tierversuche gewann Haberlandt den Wirkstoff aus den Eierstöcken trächtiger Tiere – Schwangerschaftshormone, die heute in der „Pille“ enthalten sind. Auch viele andere Forscher trugen zur Entwicklung der sogenannten Antibabypille bei, deren Urpräparat „Enovid“ 1957 in den USA auf den Markt kam und kurz darauf offiziell als hormonelles Verhütungsmittel zugelassen wurde; Anfang der 60er Jahre war es dann auch in Deutschland soweit.

Kommt die „Pille“ für den Mann?

Trotz aller Forschung und Weiterentwicklung, die es seither gegeben hat, ist die „Pille“ aber immer noch mit Risiken behaftet. Die Einnahme von Kombipräparaten – also der Kombination aus dem Schwangerschaftshormon Gestagen und zusätzlich Östrogenen, die die Schleimhaut stabilisieren – erhöht das Risiko von Thrombosen. „Es ist ein Problem, das der hormonellen Kontrazeption in der Form dieser Kombinations-Präparate eigentlich bis zum heutigen Tag immer noch anhaftet“, sagt Prof. Thaler. Auf die „Pille für den Mann“ macht der Experte aber wenig Hoffnung, denn das Verfahren beim Mann sei deutlich komplizierter als bei der Frau.

2022 wird es weitere „Siege der Medizin“-Folgen geben

Die Forschung geht jedenfalls weiter und auserzählt sind die „Siege der Medizin“ noch lange nicht. Deshalb gibt es zum Jahresausklang die gute Nachricht für alle Medizingeschichte-Podcast-Fans: Im kommenden Jahr wird es eine Fortsetzung der überaus erfolgreichen Reise durch die Medizingeschichte geben, die mit ihrer ersten Staffel bislang über 222.130 Downloads und Streams (Stand: 22.12.) und regelmäßige Top-Platzierungen in den Apple-Charts verbuchen konnte.

„Angesichts des riesigen Erfolgs, können wir natürlich gar nicht anders, als die nächste Staffel in Angriff zu nehmen“, so Peter Glück, Managing Editor und Produzent von „Siege der Medizin“. „Wir arbeiten mit unserem Team bereits auf Hochtouren daran, weitere beeindruckende Erfolge aus der Medizingeschichte in spannende Podcast-Folgen zu verwandeln. Im Frühjahr geht es weiter!“

„Siege der Medizin“ auf einen Blick

Der Podcast dreht sich um die größten medizinischen Errungenschaften – spannend und plastisch erzählt von Schauspieler Ulrich Noethen. Neben Expert:innen lässt Noethen die Geschichte selbst zu Wort kommen und nimmt die Hörer:innen mit auf eine Zeitreise in die jeweiligen Situationen und Orte der medizinhistorischen Meilensteine. Mit hörspielartigen Dialogen, Expertenstimmen sowie einem herausragenden, sparsam eingesetzten Sounddesign aus Musik und reduzierten Geräuscheffekten verbindet der Podcast Informationsvermittlung mit Gänsehaut beim Zuhören und macht aus Medizingeschichte ein besonderes Hörerlebnis. Das kommt bei den Hörer:innen an, wie über 222.130 Downloads und Streams in den ersten Monaten nach Erscheinen belegen sowie zwischenzeitliche Top-Platzierungen unter den Top 5 der Apple-Gesundheitscharts.

„Siege der Medizin“ ist ein Podcast von gesundheit-hören.de, dem Audio-Angebot der Apotheken Umschau. Kostenlos abrufbar ist „Siege der Medizin“ auch überall sonst, wo es Podcasts gibt, z.B. bei Spotify (https://open.spotify.com/show/2H0Y5CsWjStm705n0Wg3c3) oder Apple Podcasts (https://podcasts.apple.com/de/podcast/siege-der-medizin-der-medizinhistorische-podcast/id1585618787).

Zum Video-Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6HaUuN0YzRQ

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Quelle: ots