Caritas fordert humanitäre Korridore und stockt Hilfe für die Ukraine und Nachbarländer deutlich auf

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Freiburg/Kiew (ots) –

Caritas international stockt Hilfe auf 1,2 Millionen Euro auf – Vorbereitungen auf Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland

Die Caritas fordert humanitäre Korridore, um humanitäre Hilfe für die Menschen in den besonders umkämpften Städten der Ukraine zu ermöglichen. „Wir sind äußerst beunruhigt über die Zuspitzung der Kämpfe rund um die Städte Mariupol im Süden und Charkiw im Nordosten der Ukraine“, sagt Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Der massive Truppenaufmarsch, auch gegen die Hauptstadt Kiew, lasse schreckliche Entwicklungen befürchten, so die Präsidentin. „Den Menschen zu helfen ist das Gebot der Stunde. Wir haben unsere Hilfe für die Menschen in der Ukraine und die Caritasverbände der Nachbarländer auf 1,2 Millionen Euro deutlich aufstocken können. Die Spendenbereitschaft ist ungebrochen.“

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes unterstützt mit diesen Mitteln die akute Katastrophenhilfe der Caritas Ukraine sowie die Flüchtlingshilfe der Caritasverbände in Polen, Slowenien, Moldawien und Rumänien finanziell.

Die Versorgung in der Ukraine wird schwieriger

Mit weiterem Kriegsverlauf wird die Flucht gefährlicher und die Versorgung der Flüchtenden schwieriger, sagte die Präsidentin der Caritas Ukraine, Tetiana Stawnychy, am Dienstag. Sie bedankte sich für die umfassende Solidarität der unterstützenden Caritas-Organisationen weltweit.

„Wir sind tief beeindruckt vom unermüdlichen Engagement der Mitarbeitenden der Caritas Ukraine und den dort tätigen Freiwilligen“, so Welskop-Deffaa. „Aus Caritaseinrichtungen der Ukraine, etwa Lviv, Czernowitz, Ivano-Frankivsk, erreichen uns Berichte von einer unglaublichen Hilfsbereitschaft und Solidarität“, so Welskop-Deffaa.

Die Caritas Ukraine hat Suppenküchen eingerichtet; sie verteilt Essen, warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke sowie Hygienekits an die Flüchtenden, die kaum etwas von Zuhause mitnehmen konnten. Viele Geflüchtete packen selbst mit an.

Hilfe in den Nachbarländern, demnächst auch in Deutschland

In den Nachbarländern der Ukraine wird konkrete Hilfe und Unterstützung angeboten in Form von Notunterkünften, der Verteilung von Lebensmittel und psychologischer Unterstützung für zutiefst traumatisierte Menschen.

Auch in Deutschland werden in den kommenden Tagen und Wochen voraussichtlich viele Menschen aus der Ukraine ankommen und unterschiedlichste Formen von Hilfe und Unterstützung brauchen. Mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stimmt der Deutsche Caritasverband regelmäßig die Lagebeurteilung ab. In enger Abstimmung mit staatlichen Stellen, anderen Wohlfahrtsverbänden und weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft bereiten sich die Caritasverbände vor Ort auf die Notaufnahmen vor. „Wir erleben schon jetzt überwältigende Solidarität, zählbar an der Anzahl der Menschen, die sich an uns wenden und ihre Hilfe anbieten,“ so die Caritas-Präsidentin. „Nicht wenige wären bereit, sich sofort ins Auto zu setzen und Richtung Ukraine zu fahren“.

„Es wird sicherlich Gelegenheiten geben, den Menschen tatkräftig und unmittelbar zur Seite zu stehen, sobald Lieferengpässe und Kriegsgeschehen besser abschätzbar sind – im Moment helfen Geldspenden am meisten und sind sorgfältige Planung und kühle Köpfe gefragt“.

Spenden mit Stichwort „Ukraine CY01026“ werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg

Spendenkonto 202

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

BLZ 660 205 00

IBAN Nr.: DE88 6602 0500 0202 0202 02,

BIC-Nr.: BFSWDE33KRL

oder online unter: www.caritas-international.de

Caritas international-Twitter-Kanal (https://twitter.com/caritas_ci)

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Ukraine Krise

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

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Quelle: ots