Barrieren des Rauchstopps 2022: Motivation für den Rauchstopp weiterhin gering / hoher Grad an Fehlinformation unter Raucher:innen

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Gräfelfing (ots) –

– Geringe Motivation für Rauchstopp: Mehr als die Hälfte der 1.000 befragten Raucher:innen sind nicht für einen Rauchstopp motiviert (51,3 Prozent). Insbesondere ältere sowie sozioökonomisch schwächer gestellte Raucher:innen sind häufiger ohne Rauchstoppmotivation und -versuche.
– Hoher Grad an Fehlinformation: 63 Prozent der befragten Raucher:innen schätzen das relative Gesundheitsrisiko von E-Zigaretten und Tabakerhitzern gleich hoch oder sogar (viel) höher ein als das der Zigarette.
– Zusammenhang zwischen Motivation und Wissen: Für den Rauchstopp motivierte Raucher:innen sind besser über die primäre Ursache der Schädlichkeit des Rauchens informiert als Raucher:innen, die nicht aufhören möchten. Am höchsten ist der Wissensstand unter ehemaligen Raucher:innen, die bereits auf E-Zigaretten oder Tabakerhitzer umgestiegen sind.
– Umfrageergebnisse legen nahe: Eine bessere Aufklärung zur Ursache der Schädlichkeit des Rauchens würde Raucher:innen eine besser informierte Entscheidung ermöglichen.

Laut Erhebungen der DEBRA-Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist die Raucher:innenquote in Deutschland in den letzten zwölf Monaten um mehr als fünf Prozentpunkte gestiegen und liegt aktuell bei 36,2 Prozent.[1] Außerdem haben lediglich 9,2 Prozent der Raucher:innen im letzten Jahr einen Rauchstopp versucht (DEBRA). Gründe dafür könnten im Grad der Rauchstoppmotivation und der Art damit verbundener Hürden liegen. Die vorliegende Studie „Barrieren des Rauchstopps 2022“ wurde durch die GfK im Auftrag der Philip Morris GmbH durchgeführt. Neben erwachsenen Raucher:innen wurden in diesem Jahr erstmals auch Nutzer:innen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern, die von der Zigarette umgestiegen sind, befragt.

„Der Anstieg der Quote von Raucherinnen und Rauchern überrascht und bekräftigt die Notwendigkeit, Motivationen und Barrieren für den Rauchstopp besser zu verstehen“, so Dr. Alexander Nussbaum, Head of Scientific & Medical Affairs bei der Philip Morris GmbH und ergänzt: „Die aktuelle Studie bestätigt die letztjährigen Ergebnisse hinsichtlich der Rauchstoppmotivation und -barrieren. In diesem Jahr wurden zusätzlich ehemalige Raucherinnen und Raucher befragt, die auf E-Zigaretten oder Tabakerhitzer umgestiegen sind. Verglichen mit aktuellen Raucherinnen und Rauchern, zeigen diese einen erheblich höheren Wissensstand über die Rolle von Schadstoffen aus der Tabakverbrennung als primäre Ursache für die Schädlichkeit des Rauchens.“

Nur wenig Entwicklung bei der Rauchstoppmotivation

Jede:r zweite Raucher:in möchte nicht mit dem Rauchen aufhören (51,3 Prozent; vgl. 2021: 53,5 Prozent). Auch dieses Jahr wird deutlich: Besonders ältere Raucher:innen sind nicht an einem Rauchstopp interessiert (>65 Jahre: 64,4 Prozent). Jede:r dritte Raucher:in über 50 Jahren hat außerdem noch nie einen ernsthaften Rauchstoppversuch unternommen (32 Prozent vs. 21 Prozent unter 19- bis 34-jährigen Raucher:innen). Besonders ausgeprägt ist der Zusammenhang zwischen Motivation und tatsächlichen Rauchstoppversuchen: 76,4 Prozent der Raucher:innen, die noch nie einen Rauchstoppversuch unternommen haben, sind auch nicht motiviert mit dem Rauchen aufzuhören.

Auch in diesem Jahr zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Motivation und der sozioökonomischen Gruppe der Raucher:innen: Der Anteil von Raucher:innen, die nicht mit dem Rauchen aufhören möchten, ist bei niedrigeren Bildungsgraden sowie niedrigerem Einkommen erhöht. So möchten beispielsweise 64,5 Prozent der niedrigsten Einkommensgruppe nicht mit dem Rauchen aufhören, während es in der höchsten Einkommensgruppe 43 Prozent sind.

Rauchstoppbarrieren bleiben identisch und unterstreichen die Rolle von Aufklärung

Mit 50,1 Prozent bleibt „Ich rauche gerne“ die größte Barriere für den Rauchstopp (2021 ebenfalls 50,1 Prozent). Diese Barriere ist weiterhin besonders präsent unter älteren (>65 Jahre: 58,9 Prozent) sowie nicht für den Rauchstopp motivierten Raucher:innen (62 Prozent). Danach folgen die Barrieren ‚Gewohnheiten und Rituale‘ mit 41,4 Prozent und ‚fehlende Disziplin‘ mit 31,2 Prozent. Nutzer:innen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern gaben rückblickend sehr ähnliche Barrieren an, die vor ihrem Umstieg einen Rauchstopp verhindert hatten: „Ich rauche gerne“ war mit 51,5 Prozent damals die größte Barriere, gefolgt von ‚fehlender Disziplin‘ (45,9 Prozent) sowie ‚Gewohnheiten und Rituale‘ (44,4 Prozent).

Der Wechsel auf verbrennungsfreie und somit schadstoffreduzierte Alternativen könnte für Raucher:innen, die gerne rauchen und deswegen nicht aufhören möchten, eine Schadensminderung (Harm Reduction) darstellen. Die von aktuellen Raucher:innen genannten Barrieren für einen Wechsel auf verbrennungsfreie Alternativen zeigen, dass diese für viele als „kein adäquater Zigarettenersatz“ (40,6 Prozent) betrachtet werden, insbesondere aufgrund des ‚Geschmacks‘ (28,3 Prozent), „zu hoher Kosten“ (25,7 Prozent) und der „Technik“ (14,9 Prozent). Die Barrieren ‚Unsicherheit über das Schadenspotenzial‘ (23 Prozent), ‚fehlende Informationen‘ (19,7 Prozent) und „sie sind schädlicher als die Zigarette“ (11 Prozent) verdeutlichen den Bedarf an gezielter Aufklärung zu relativen gesundheitlichen Risiken im Vergleich zum Weiterrauchen.

Nutzer:innen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern sind besser informiert

Die Mehrheit (61 Prozent) der Raucher:innen in Deutschland schätzten im Jahr 2019 in einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) das gesundheitliche Risiko von E-Zigaretten als mindestens gleich hoch im Vergleich zur Zigarette ein.[2] Die aktuelle Umfrage ermittelt hierfür mit 63,3 Prozent keinerlei Verbesserung. Lediglich 27,3 Prozent schätzen das gesundheitliche Risiko dieser rauchfreien Alternativen im Vergleich zur Zigarette als niedriger ein, so wie es auch in der Fachliteratur diskutiert wird.[3],[4],[5] Nutzer:innen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern sind mit 84,7 Prozent deutlich besser informiert.

Die weitverbreitete Fehleinschätzung bezüglich des relativen Schadenspotenzials von verbrennungsfreien Alternativen könnte an fehlendem Wissen über die primäre Ursache der Schädlichkeit von Zigaretten liegen. Nur 18,7 Prozent der befragten Raucher:innen wissen, dass die Schädlichkeit der Verbrennungsprodukte des Tabaks die primäre Ursache rauchbedingter Krankheiten ist, und nicht das Abhängigkeitspotenzial des Nikotins. Nutzer:innen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern sind hier signifikant besser informiert (38,8 Prozent).

Harm Reduction als komplementärer Ansatz für Raucher:innen, die ansonsten weiterrauchen würden

Die zweite Auflage der Studie der Philip Morris GmbH zeigt erneut: Der alleinige Aufruf für den Rauchstopp adressiert die Lebenswirklichkeit der Raucher:innen nicht ausreichend. Die Motivation für einen Rauchstopp ist weiterhin auf niedrigem Niveau, während die Raucher:innenprävalenz in den letzten zwölf Monaten weiter angestiegen ist. Für Raucher:innen, die ansonsten weiterrauchen würden, könnte der Umstieg auf verbrennungsfreie und dadurch schadstoffreduzierte Alternativen, im Sinne einer Schadensminderung, sinnvoll sein.

Die Ergebnisse der Befragung von Nutzer:innen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern, die von der Zigarette umgestiegen sind, unterstreicht sowohl das Potenzial als auch die Notwendigkeit von Aufklärung: Umsteiger:innen sind erheblich besser informiert als aktuelle Raucher:innen im Allgemeinen und die nicht für einen Rauchstopp Motivierten im Besonderen. Die unter Raucher:innen weit verbreitete Fehlwahrnehmung des relativen Schadenspotenzials von verbrennungsfreien Alternativen, im Vergleich zum Rauchen, untergräbt die Chance auf eine informierte Entscheidung.[6] Die wahrscheinliche Konsequenz ist das Weiterrauchen. Eine Aufklärung, die sich dieser Fehlwahrnehmung annimmt, und die Verbesserung der allgemeinen Gesundheitskompetenz könnten der hohen Raucher:innenprävalenz entgegen wirken.

„Die Folgen einer eingeschränkten Gesundheitskompetenz sehen wir auch im Bereich der Ernährung“, so Prof. Dr. med. Kristian Rett, Endokrinologe und Diabetologe aus Baden-Baden. „Es gibt einen sehr hohen Bedarf an zielgerichteter Aufklärung und Verbesserung der Gesundheitskompetenz. Das Ziel ist dabei nicht, den Konsumentinnen und Konsumenten die Entscheidung zu nehmen, sondern relevante Informationen zur Verfügung zu stellen, damit auf dieser Basis eine informierte Entscheidung getroffen werden kann.“

Auszüge der diesjährigen Studienergebnisse sind auf Anfrage erhältlich.

Hier geht es zu den Ergebnissen der letztjährigen Studie „Barrieren des Rauchstopps 2021“: www.pmi.berlin/was-wir-tun/barrieren-des-rauchstopps

Über Philip Morris International Inc. (PMI)

PMI ist ein international führendes Tabakunternehmen, das außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika tätig ist.

Über die Philip Morris GmbH

Die 1970 in Deutschland gegründete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von Philip Morris International Inc. (PMI). Mit einem Marktanteil von 37 Prozent im Jahr 2021 ist das Unternehmen bereits seit 1987 Marktführer auf dem deutschen Zigarettenmarkt.

[1] Deutsche Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA). Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. https://www.debra-study.info/ [Stand 11/2022].

[2] BfR-Verbrauchermonitor 2019 | Spezial E-Zigaretten (Stand DEZ 2019, veröffentlicht im APR 2020). https://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-verbrauchermonitor-2019-spezial-e-zigaretten.pdf.

[3] McNeill, A, Simonavicius, E, Brose, LS, Taylor, E, East, K, Zuikova, E, Calder, R and Robson, D (2022). Nicotine vaping in England: an evidence update including health risks and perceptions, September 2022. A report commissioned by the Office for Health Improvement and Disparities. London: Office for Health Improvement and Disparities.

[4] Tattan-Birch H, Hartmann-Boyce J, Kock L, Simonavicius E, Brose L, Jackson S, Shahab L, Brown J. Heated tobacco products for smoking cessation and reducing smoking prevalence. Cochrane Database of Systematic Reviews 2022, Issue 1. Art. No.: CD013790. DOI: 10.1002/14651858.CD013790.pub2. Accessed 17 November 2022

[5] Mallock N, Böss L, Burk R, Danziger M, Welsch T, Hahn H, Trieu HL, Hahn J, Pieper E, Henkler-Stephani F, Hutzler C, Luch A. Levels of selected analytes in the emissions of „heat not burn“ tobacco products that are relevant to assess human health risks. Arch Toxicol. 2018 Jun;92(6):2145-2149. doi: 10.1007/s00204-018-2215-y. Epub 2018 May 5. PMID: 29730817; PMCID: PMC6002459.

[6] Yong HH, Gravely S, Borland R, Gartner C, Michael Cummings K, East K, Tagliaferri S, Elton-Marshall T, Hyland A, Bansal-Travers M, Fong GT. Do Smokers‘ Perceptions of the Harmfulness of Nicotine Replacement Therapy and Nicotine Vaping Products as Compared to Cigarettes Influence Their Use as an Aid for Smoking Cessation? Findings from the ITC Four Country Smoking and Vaping Surveys. Nicotine Tob Res. 2022 Aug 6;24(9):1413-1421. doi: 10.1093/ntr/ntac087. PMID: 35368082; PMCID: PMC9356684.

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