Augmented Reality für eine geschärfte Wahrnehmung: PTC bringt seltene Erkrankungen direkt ins Sprechzimmer

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Mannheim (ots) –

Die Mannheimer Healthcare-Agentur ISGRO hat für das biopharmazeutische Unternehmen PTC Therapeutics verschiedene innovative Digitalmaßnahmen im Bereich Disease-Awareness konzipiert und umgesetzt. Dabei geht es um zwei seltene Erbkrankheiten, die sich im frühen Kindesalter manifestieren: Ob mittels Augmented-Reality-Projektion eines virtuellen Patienten in die unmittelbare (Praxis-)Umgebung oder mit einem spannend aufbereiteten interaktiven Quiz rund um das jeweilige Krankheitsbild – dank spielerisch-kreativer Vermittlung der Botschaften mit ernstem Inhalt werden diese nachhaltig im Gedächtnis der kinderärztlichen Zielgruppe verankert.

Sowohl die Stoffwechselstörung L-Aminosäure-Decarboxylase (AADC)-Mangel als auch die Muskelerkrankung Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) zählen zu den sehr seltenen Erkrankungen bzw. Orphan Diseases. Sie treten in der frühen Kindheit auf und äußern sich u. a. in einer gestörten bzw. verzögerten körperlichen bzw. motorischen Entwicklung. Bei beiden Krankheiten ist eine möglichst frühzeitige Diagnose von hoher Relevanz für den Krankheitsverlauf, gleichzeitig ist diese als Folge einer zunächst unspezifischen Symptomatik erschwert.

Kinderärzte bei der frühzeitigen Identifizierung von Patienten unterstützen

„Kinderärzte haben in Bezug auf beide Erkrankungen eine immens wichtige Screening-Funktion: In ihrer Praxis entscheidet sich, zu welchem Zeitpunkt welche diagnostischen Maßnahmen eingeleitet und welcher Patient ggf. zum Spezialisten überwiesen wird. Dies ist für die Lebenserwartung bzw. die Lebensqualität der Patienten entscheidend“, erläutert Kristina Kempf, Senior Director Marketing D-A-CH Region bei PTC Therapeutics und verantwortlich für die Realisierung der genannten Disease-Awareness-Maßnahmen. „Gleichzeitig sehen sie solche Patienten aufgrund der geringen Inzidenz der Erkrankungen nur selten. Uns ging es daher darum, nachhaltig für AADC-Mangel und DMD zu sensibilisieren, damit die Ärzte im Fall der Fälle schnell erkennen und entsprechend zeitnah reagieren können“, so Kempf weiter. Denn mittlerweile gibt es Therapien, die für die Patienten einen entscheidenden Unterschied machen können, wenn sie frühzeitig genug eingesetzt werden.

Regional Manager haben AR-Tool im Gepäck

ISGRO hat zu diesem Zweck ein AR-Tool für die Regional Manager entwickelt. Dieses ermöglicht es den PTC-Mitarbeitern, den bei DMD oder AADC-Mangel veränderten Bewegungsablauf und die verminderte Körperspannung eindrucksvoll zu visualisieren: Der virtuelle Patient bzw. ein entsprechendes 3-D-Modell wird direkt in die Praxisumgebung projiziert. Der Arzt hat mittels Touchscreen des mobilen Endgerätes die Möglichkeit, das Kind in alle Richtungen zu bewegen und dessen Bewegungsablauf aus allen Perspektiven im Detail nachzuvollziehen. Des Weiteren kann er diesen mit dem ebenfalls simulierten Bewegungsablauf eines gesunden Kindes abgleichen. „Durch die Einbettung des virtuellen Patienten in die Lebens- bzw. Arbeitswirklichkeit des Kinderarztes wird die Erkrankung, die er vielleicht bislang nur aus Büchern kannte, für ihn greifbarer und alltagsnaher, seine Symptomatik zugänglicher“, erklärt Kempf.

Disease-Awareness im Quiz-Format

Darüber hinaus setzte Kempf mit ISGRO verschiedene interaktive Quizformate für Pädiater und Laien um, welche die trockenen Informationen zu Symptomatik und Diagnostik auf didaktische und ansprechende Weise vermitteln. „Bei der Laienzielgruppe haben wir die Fragen zur Wissensvermittlung um solche zu bewegenden Erfolgsgeschichten von Patienten ergänzt. Denn auch mit einer schweren Erkrankung ist es möglich, Besonderes zu leisten, wie z.B. die Teilnahme an den Paralymics und sogar das Gewinnen einer Goldmedaille für zwei Männer, die von DMD betroffen sind. Dabei zeigen wir, wie deren Erkrankung positiv durch eine frühzeitige Diagnose beeinflusst werden konnte und wie Patienten trotz ihrer Erkrankung Außergewöhnliches erreicht haben. Diese emotionalen Erfolgsgeschichten unterstreichen nochmals die Bedeutung der frühen Identifizierung der Patienten und machen gleichzeitig Familien Hoffnung, die tatsächlich betroffen sind“, schildert Kempf. Weiter berichtet sie: „Wir möchten mit all diesen Maßnahmen über unsere Regional Manager und zusätzlich über Fachkongresse Aufklärung auf andere Art und Weise leisten. Dies zeigt, dass auch ernste Inhalte auf kreative Art und Weise glaubwürdig vermittelt werden können“, fasst Kempf zusammen. „Ich arbeite schon seit sehr vielen Jahren mit ISGRO zusammen und wusste, dass ich hier den richtigen Partner an meiner Seite habe, wenn es darum geht, aufmerksamkeitsstarke und innovative Awareness-Tools für diese wichtigen Themen einzusetzen“. Patrick Hellmann, Projektlead der realisierten Tools bei ISGRO, ergänzt: „Für uns als Agentur ist es wirklich etwas Besonderes, wenn wir durch unsere Arbeit einen Teil dazu beitragen können, die Aufmerksamkeit auf diese seltenen Erkrankungen zu lenken und dadurch die Chance auf Früherkennung zu erhöhen.“

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Quelle: ots