Allergierätsel gelöst? / Neue Lutschtablette bringt Bauernhof-Effekt in die Stadt

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München (ots) –

Wer auf dem Land groß wird, entwickelt seltener Allergien wie beispielsweise Heuschnupfen. Das Phänomen hat sogar einen Namen: „Hygiene-Hypothese“. In den letzten Jahrzehnten wurde eine starke Zunahme von Allergien in den Industrieländern, insbesondere unter Städtern, beobachtet.

Mehr noch: Einzelkinder haben tendenziell häufiger Allergien als Kinder mit vielen Geschwistern.[1] Das zeigt, welche Bedeutung die hygienischen Bedingungen bei der Entstehung von allergischen Erkrankungen haben. Wird das Immunsystem so früh wie möglich durch Bakterien, Schmutz oder andere Umweltsubstanzen gefordert, kann es sich viel besser entwickeln als in einem übertrieben hygienischen Umfeld.

Bauernhof-Effekt: Wie das Landleben und Allergien zusammenhängen

Es gibt aber noch eine „Steigerung“ des Stadt-Land-Unterschieds. Es zeigt sich, dass Kinder, die auf einem Bauernhof mit traditioneller Viehhaltung groß werden, deutlich seltener an Asthma, Heuschnupfen oder anderen Allergien erkranken als Kinder, die das nicht tun.[2,3] Spannend: Das gilt selbst, wenn diese im selben Ort, aber weiter entfernt vom Bauernhof, wohnen. Dahinter steckt der sogenannte Bauernhof-Effekt, der nach derzeitigem Kenntnisstand vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: den Aufenthalt in der Nähe von Ställen, vor allem in den ersten Lebensjahren, sowie das Trinken von Rohmilch.[2,3,4] Der Effekt tritt überwiegend bei traditioneller Rinderhaltung auf, für industrialisierte Hochleistungsbetriebe mit sterilen Begebenheiten gilt das nicht.

Woran liegt das? Ein Forscherteam konnte das Rätsel hinter dem Bauernhof-Effekt weiter auflösen – und identifizierte das Protein Beta-Lactoglobulin (BLG), welches im Stallstaub, in der Umgebungsluft von traditionellen Kuhställen in einem Umkreis von bis zu 300 Metern und in Rohmilch vorkommt.[5] BLG sammelt sich im Stallstaub und gelangt als Aerosol in die Luft. Das Besondere an diesem Hauptmolkenprotein ist seine Proteinstruktur.

Landluft lutschen: ein Molkenprotein als des Rätsels Lösung?

Beta-Lactoglobulin ist ein Molkenprotein, das zur Proteinfamilie der Lipocaline gehört. Mithilfe seiner Tasche kann es wichtige Mikronährstoffe wie etwa Zink, Vitamin A und Eisen (= holo-BLG), zu den Immunzellen transportieren und dort einschleusen.[6] Die Kombination von BLG mit den Mikronährstoffen ist deshalb so bedeutsam, da Allergiker*innen häufig einen Nährstoffmangel haben.[7] Dieser ist allem voran gekennzeichnet durch einen funktionellen Eisenmangel. Hier kann das beladene Beta-Lactoglobulin helfen. Durch gezielte Mikroernährung bringt es Nährstoffe direkt zu den Immunzellen, dockt dort an und die Mikronährstoffe, wie z. B. das Eisen, gelangen so in die Zelle hinein. Der spezifische Nährstoffbedarf kann so gedeckt werden. Im nichtbeladenen Zustand hingegen kann das Protein Beta-Lactoglobulin eher allergiefördernd oder -auslösend sein.[6] Und jetzt – Rohmilch trinken gegen die Allergie? Lieber nicht! In unbehandelter Rohmilch können Bakterien und Keime enthalten sein, weshalb vom Verzehr abgeraten wird. In pasteurisierter Milch kommen diese nicht mehr vor, das beladene und intakte Protein Beta-Lactoglobulin aber leider auch nicht mehr. Regelmäßig Stallluft einatmen ist meist auch keine Option, denn nicht jeder kann oder möchte auf einem traditionellen Bauernhof leben.

Bauernhof-Effekt für alle: Lutschtablette bei allergischer Rhinitis z.B. Heuschnupfen

Eine Lutschtablette (immunoBON® aus der Apotheke erhältlich) macht den Bauernhof-Effekt jetzt für alle Patient*innen mit allergischer Rhinitis z.B. Heuschnupfen ab 3 Jahren verfügbar: Die sogenannte „Kuhstallpille“ enthält Beta-Lactoglobulin aus der Molke von Bio-Kuhmilch in Kombination mit den drei für Patient*innen mit allergischer Rhinitis wie beispielsweise Heuschnupfen, wichtigen Nährstoffen Zink, Vitamin A und Eisen.[7,8] Diese gezielte Mikroernährung kann auf natürliche Weise den Nährstoffbedarf der Immunzellen bei allergischer Rhinitis, ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, decken.[7] So können Allergiker*innen wieder entspannt leben.

Den positiven Effekt belegen Studien mit Birken- und Gräserpollenallergiker*innen.[9,10] Eine aktuelle Studie [11] an der Charité Berlin mit Hausstaubmilbenallergiker*innen erzielte vergleichbare Ergebnisse und eine deutliche Besserung. Das unterschreiben auch Patient*innen im Praxistest: Eine aktuelle Online-Befragung zur Einnahme von immunoBON® bei Birkenpollen-, Hausstaubmilben- und Tierhaarallergien zeigte eine sehr gute Verträglichkeit der Lutschtablette und positive Ergebnisse.[12] Idealerweise wird die Lutschtablette als Kur über drei Monate eingenommen, erste spürbare Effekte können aber bereits nach einem Monat eintreten.

immunoBON® – der Bauernhof-Effekt zum Lutschen aus der Apotheke

– Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (ergänzende bilanzierte Diät)
– In der Apotheke erhältlich
– Für Kinder ab 3 Jahren und Erwachsene geeignet
– Wissenschaftlich belegt: Deckung von spezifischem Nährstoffbedarf
– Laktosearm, glutenfrei, für Diabetiker*innen geeignet
– Sehr gut verträglich
– Macht nicht müde
– Empfohlene Einnahme: 2 Lutschtabletten täglich für Erwachsene, 1 Lutschtablette für Kinder – jeweils als 3-monatige Kur

Referenzen:

[1] https://www.allergieinformationsdienst.de/immunsystem-allergie/risikofaktoren/die-hygienehypothese.html (abgerufen am 19.7.2021)

[2] Riedler J et al. Exposure to farming in early life and development of asthma and allergy: a cross-sectional survey. The Lancet 2001; 358: 1129-1133

[3] Lluis A et al. Protection Against Allergy: Study in Rural Environments Study Group. Increased regulatory T-cell numbers are associated with farm milk exposure and lower atopic sensitization and asthma in childhood. J Allergy Clin Immunol 2014; 133 (2): 551-559

[4] Loss G et al. The protective effect of farm milk consumption on childhood asthma and atopy: The GABRIELA study. JACI 2011; 128: 766-773

[5] Mayerhofer H, Pali-Schöll I. The farm effect revisited: from beta-lactoglobulin with zinc in cowshed dust to its application. Allergo J Int 2021; 30: 135-140

[6] Roth-Walter F et al. Cow’s milk protein beta-lactoglobulin confers resilience against allergy by targeting complexed iron into immune cells. JACI 2021; 147(1): 321-334

[7] Roth-Walter F. Gezielte Mikroernährung gleicht einen funktionellen Eisenmangel beim Allergiker aus. Allergologie 2021; 44 (5): 349-355

[8] Saisonale und perinneale Allergie – Therapieoption Beta-Lactoglobulin mit Mikronährstoffen. Forum Sanitas – Das informative Medizinmagazin 2021; 2: 34-36

[9] Bartosik et al. Neue Immuntablette vermindert die Symptomlast bei Allergikern während Birkenpollensaison: weniger B-Zellen mit höherem Eisengehalt. Poster DAK 2020

[10] Bartosik T et al. Ameliorating allergic symptoms by supplementing micronutritional deficiencies in immune cells with a holo-BLG based FSMP (food for specific medical purposes)-lozenge in a double-blind placebo-controlled trial. Poster EAACI 2021

[11] Bergmann KC et al. Targeted micronutrition via holo-BLG based on the farm effect in house dustmite allergic rhinoconjunctivitis patients – first evaluation in a standardized allergen exposure chamber. Allergo J Int 2021; 30: 141-149

[12] Bruhn C. Umfrage bestätigt große Akzeptanz von holo-BLG bei Patienten. HNO Mitteilungen 2021; 4

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Quelle: ots