World Mental Health Day am 10. Oktober: Zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer sehen mentales Wohlbefinden als wichtige Priorität in ihrem Arbeitsleben

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Wiesbaden (ots) –

Zum Welttag psychischer Gesundheit am 10. Oktober veröffentlicht das Kreuzfahrtunternehmen NCL eine repräsentative Studie zum Thema Stress

Beinahe jeder Dritte (29 %) leidet unter einem höheren Stresslevel als vor der Pandemie

Der Job ist für 41 % der Befragten einer der größten Stressfaktoren, nur die höheren Preise infolge der Inflation setzen die Menschen noch mehr unter Druck (58 %)

64 % der Arbeitnehmer erwarten, dass mentales Wohlbefinden im beruflichen Umfeld gefördert wird

Mentale Gesundheit ist nicht nur ein Buzzword, sondern ein wichtiges Thema am modernen Arbeitsplatz. Laut einer aktuellen Umfrage von OnePoll* im Auftrag von Norwegian Cruise Line (https://www.ncl.com/?CID=PR_PRT_NA_NCL_PRT_NA_PRS_W4WCE_NA_NA_NA) (NCL), dem Innovationsführer in der globalen Kreuzfahrtbranche, leidet rund ein Drittel (29 %) der Deutschen unter einem höheren Stresslevel als vor der Pandemie.

Vor allem die hohe Inflation (58 %) beeinflusst das Stresslevel der Deutschen negativ. Jedoch geben auch rund zwei Fünftel der Befragten (41 %) an, dass Herausforderungen im beruflichen Umfeld sie stressen. Folgende Faktoren tragen dazu besonders bei:

– Hohe Arbeitsbelastung (46 %)
– Fachkräftemangel (43 %)
– Hohe Leistungsanforderungen (27 %)
– Zunehmende Komplexität der Arbeit (21 %)
– Schwierige finanzielle Situation des Unternehmens (18 %)

Bezeichnend ist, dass insbesondere Lehrer (45 %), Beschäftigte in sozialen Berufen (44 %), in Vertrieb und Einzelhandel (41 %) sowie in der Tourismus- und Freizeitbranche (41 %) im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung (29 %) unter einem höheren Stresslevel leiden – ebenfalls maßgeblich beeinflusst durch Inflation, Job und Karriere.

In dieser herausfordernden Situation gibt ein Drittel (30 %) der deutschen Arbeitnehmer an, dass infolge der Krise das mentale Wohlbefinden zu einer Top-Priorität in ihrem Arbeitsleben geworden ist. Dabei äußern 64 % die Erwartung, dass mentale Gesundheit im beruflichen Umfeld gefördert wird.

„Mentale Gesundheit ist eines der Fundamente für unsere Arbeitszufriedenheit, Kreativität, Performance und Beziehungskompetenz. Sie ist also die Basis für richtig gute Arbeit und immens wichtig“, sagt Nora Dietrich, psychologische Psychotherapeutin und Expertin für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz. „Seit einigen Jahren befinden wir uns in einer Zeit der Dauerkrisen. Inflation, Ukraine-Krieg, Postpandemie, neue Arbeitswelten … es prasseln unzählige Momente der Unsicherheit auf uns ein, was zu kollektivem, aber auch individuellem Stresserleben führt.“

Um der Stressbelastung entgegenzuwirken, gab ein Großteil der Befragten (67 %) an, bereits selbst Maßnahmen zur Verbesserung des mentalen Wohlbefindens zu ergreifen. Zu den meistgenannten Bewältigungstechniken von Stress gehören laut Umfrage Freizeitaktivitäten mit Familie und Freunden (54 %), Zeit in der Natur (53 %), Sport und Bewegung (47 %), Kurztrips und Reisen (34 %) sowie Meditation und Yoga (18 %).

Dass Bewegung und Sport einen positiven Einfluss auf die eigene mentale Gesundheit haben, bestätigten 76 % der Befragten. Drei Viertel sagten, dass sie Spaziergänge aktiv in ihre tägliche Routine integrieren, um ihrer mentalen Verfassung etwas Gutes zu tun. Um ausreichend Bewegung im Alltag zu haben, nehmen 47 % die Treppe und 42 % lassen das Auto stehen, um den Großteil ihrer Wege zu Fuß zurückzulegen. Spaziergänge mit Freunden und der Familie gehören für 38 % zum Alltag, die „Hunderunde“ lockt 23 % der Befragten regelmäßig vor die Tür.

„Spazieren ist ein kurzer Alltagsurlaub und wirkt wie ein Reset Button für unser Nervensystem“, sagt Nora Dietrich. „Das Gehen führt zu einer gesteigerten Konzentration, zu mehr Wachheit, Kreativität und Fokus.“

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich NCL mit seiner „Partners First“-Philosophie für eine enge Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern, Reisebüros und -agenten. Diesen Oktober geht die internationale Kreuzfahrtreederei einen Schritt weiter und lanciert mit „Walk for Wellness (https://www.ncl.com/walk?CID=PR_PRT_NA_NCL_PRT_NA_PRS_W4WCE_NA_NA_NA)“ eine Initiative, die Reisebüropartnern und Expedienten die Möglichkeit gibt, proaktiv ihr mentales Wohlbefinden als Teil eines großen Teams durch Bewegung im Alltag zu stärken, und eine Plattform bietet, um in gemeinschaftlichen Kontakt mit anderen Teilnehmern und NCL-Mitarbeitern zu treten. Ergänzend zu Spaziergängen allein oder im Kollegenkreis lädt die Reederei die Expedienten auch zu gemeinsamen Events wie Schiffsbesichtigungen oder Open Walks in verschiedenen Städten ein, um zusammen mit dem NCL-Team Schritte zu sammeln.

„Die Herausforderungen der letzten Jahre haben unser physisches, mentales und soziales Wohlbefinden nachhaltig verändert und das Bewusstsein für mentale Gesundheit im privaten und beruflichen Umfeld gestärkt“, sagt Kevin Bubolz, Vice President & Managing Director Continental Europe, Middle East & Africa von Norwegian Cruise Line. „Bewegung im Alltag bewirkt oft Wunder für die körperliche und geistige Verfassung. Wir freuen uns darauf, mit unseren Agenturpartnern und Expedienten in der DACH-Region in diesem Oktober einen gemeinsamen Weg zu mehr mentaler Ausgeglichenheit zu gehen.“

„Walk for Wellness“ wurde erstmalig 2020 in Australien und Neuseeland ins Leben gerufen, um in einer Zeit, in der der klassische Reisevertrieb zum Stillstand gekommen war, den persönlichen Kontakt mit Partnern aufrechtzuerhalten und das Gemeinschaftsgefühl in der Tourismusindustrie zu stärken. In diesem Oktober wird die erfolgreiche Initiative, die im vergangenen Jahr als „Most Outstanding Industry Support – Cruise“ bei den National Travel Industry Awards ausgezeichnet wurde, bereits zum dritten Mal wiederholt.

Für weitere Informationen über die Flotte des Unternehmens mit 19 Schiffen und weltweite Reiserouten wenden Sie sich bitte an ein Reisebüro oder besuchen Sie www.ncl.com.

* Die Umfrage wurde im Auftrag von Norwegian Cruise Line (NCL) in Zusammenarbeit mit OnePoll im Zeitraum vom 4. bis 11. August 2023 durchgeführt. Hierfür wurden 2000 Personen im Alter von 18 bis 65+ Jahren in Deutschland befragt.

Pressematerial und Bilder finden Sie unter folgendem Link: Walk for Wellness Consumer Medien (https://headspacepr-my.sharepoint.com/:f:/g/personal/onedrive_headspace-pr_com/Ern75N0KsUROj4HkGsNp0swBtGYbOqH8HlRcxt8sA46gwA?e=o21wzI)

Kurzinterview zur „Walk for Wellness“-Studie von Norwegian Cruise Line

Die Fragen können bei Nennung der Initiative je nach Bedarf frei kombiniert werden!

„Spaziergänge sind wie eine Reset-Taste für unser Nervensystem“

Frage: Knapp ein Drittel der Befragten in Deutschland fühlt sich gestresster als vor der Pandemie. Welche konkreten Auswirkungen hat ein hohes Stresslevel auf den Körper?

Nora Dietrich: Wenn Stress chronisch wird, führt das zu vielseitigen Symptomen. Auf der kognitiven Ebene kommt es zum Beispiel zu Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit und Entscheidungsmüdigkeit; emotional werden wir unsicherer, dünnhäutig oder reizbarer; körperlich erleben viele Schlafprobleme oder Verspannungen; und sozial ziehen wir uns häufig zurück. Der Körper signalisiert uns oft schon sehr früh, dass etwas „zu viel“ ist, doch wir müssen unsere eigenen Frühwarnsymptome kennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Tatsächlich verändert langfristiger Stress die Architektur unseres Gehirns und stellt ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Positiv überrascht hat mich, dass die Befragten die Relevanz des mentalen Wohlbefindens seit der Pandemie höher einschätzen. Das Bewusstsein und der Wert unserer Gesundheit ist gestiegen und das zeigt sich auch in dem Wunsch der Arbeitnehmer, dass Organisationen Ressourcen, etwa in Form von Beratungsangeboten, bereitstellen und mentale Gesundheit auf die Agenda nehmen.

Frage: Viele Beschäftigte versuchen, ihren Stressabbau komplett in die Urlaubszeit zu verlagern. Wie schafft man es, auch während der Arbeitszeit kleine Auszeiten zu erleben?

Nora Dietrich: Leider führt der Fokus auf den Urlaub oft dazu, dass wir, dort angekommen, erst einmal krank werden. Natürlich braucht es lange, bewusste Pausen, doch auch Mikro-Pausen sind essenziell – sei es der achtsame Kaffee, die fünf Minuten Langeweile, während wir aus dem Fenster starren, die drei tiefen Bauchatmungen oder das kurze YouTube-Video. Was uns guttut und regeneriert, ist sehr individuell. Doch es ist wichtig, diese regenerativen Zeiten nicht als Zeitverlust, sondern als Zeitinvestment zu verstehen.

Eine meiner Lieblingstechniken ist die „Minute to Arrive“: Zwischen den Meetings nimmt man sich eine Minute – die haben wir alle -, um achtsam zu sein, tief durchzuatmen oder einfach die Augen kurz zu schließen. Es hilft dem Gehirn, das vorherige Kapitel zu schließen und das Nervensystem kurz zu beruhigen. Es können aber auch für uns angenehme To-dos sein wie „Blumen gießen“. Großartig sind zudem „Walking Meetings“, das heißt: Wann immer wir keinen Screen brauchen, laufen wir mit unseren Kolleg*innen am Ohr durch die Straßen oder die Natur.

Damit man sich das Mittagessen nicht beim Tippen nebenbei „reinschaufelt“, ist es wichtig, ganz bewusst zu essen, zum Beispiel eine Mittagspause ohne Screen oder im Team zu

verbringen – auch wenn es nur zehn bewusste Minuten sind. Überhaupt, der kurze Schnack mit den Kolleg*innen: Wir brauchen soziale Pausen, informelle Momente, in denen wir uns verbinden, austauschen und positiv abgelenkt werden. Das kommt leider seit der Ausweitung der hybriden Arbeitsweise viel zu kurz.

Frage: Inwiefern unterstützt Bewegung an der frischen Luft das mentale Wohlbefinden?

Nora Dietrich: Spazieren ist ein kurzer Alltagsurlaub und wirkt wie eine Reset-Taste für unser Nervensystem. Das Gehen fördert die Gehirnleistung, es verbessert die Neuroplastizität und schützt so vor degenerativen Erkrankungen. Es fördert die Durchblutung, erhöht die Sauerstoffaufnahme und steigert das Energieniveau. Dies führt zu verbesserter Konzentration, Wachheit, Kreativität und Fokus. Eine Studie der Stanford University ergab, dass die kreative Leistung eines Menschen um durchschnittlich 60 Prozent zunimmt, wenn wir zu Fuß gehen. Auch Friedrich Nietzsche hat es so schön gesagt: „Alle wirklich großen Gedanken entstehen im Gehen.“

Ganz allgemein hebt Spazierengehen die Stimmung. Es hat einen positiven Einfluss auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse), das zentrale Nervenreaktionssystem. Da diese Achse für unsere Stressreaktion verantwortlich ist, ist Laufen ein wunderbares Mittel, das Nervensystem zu beruhigen, sodass wir uns weniger gestresst fühlen. Außerdem verbessert es unseren Schlaf und unser Energieniveau.

Frage: Was können Arbeitgebende tun, um der Belegschaft weniger Druck zu machen? Und welche Ansätze kann ich selbst beherzigen?

Nora Dietrich: Die Zahlen für Stress und Belastung sind, insbesondere bei Frauen und Eltern, alarmierend. Für Arbeitgeber sind die Stichworte daher: Vereinbarkeit, Flexibilität und Jobsharing. Es braucht flexible Arbeitsmodelle, sowohl zeitlich als auch örtlich. Wichtig ist, dass vor allem Familien die Arbeit um das Leben planen können, nicht umgekehrt. Hierfür braucht es Vertrauen und echte Akzeptanz. Statt also die Arbeitszeit als Indikator für Leistung zu nehmen, sollten wir uns auf die Outcomes konzentrieren.

Persönlich kann ich lernen, Grenzen zu setzen. Oft wollen wir niemanden enttäuschen und als engagiert wahrgenommen werden. Doch Overcommitment führt schnell zu Underdelivery und extremem Stresserleben. Grenzen aufzuzeigen bedeutet, dein Limit zu kennen, es macht authentisch, klar und wirkt laut Forschung kompetent.

Des Weiteren hilft es, vermehrt nach den eigenen Präferenzen zu arbeiten. Die meisten erleben im Job sogenannten Mikro-Stress, also kleine, oft unauffällige Aspekte des Alltags, die in der Summe viel Stress auslösen. Wenn wir jedoch im Team unsere Arbeitspräferenzen kennen – ich nenne es auch das „Manual of Me“ (zum Beispiel „Ich brauche Zeit zum Nachdenken“ versus „Ich denke am besten laut im Brainstorming“) – und den Tag weitestgehend danach gestalten dürfen, kann das sehr entlasten. Wenn wir stärkenorientiert arbeiten, kostet uns das weniger Kraft, das ist in stressigen Phasen besonders wichtig.

Über Nora Dietrich

Nora Dietrich begleitet Walk for Wellness als Expertin. Sie ist psychologische Psychotherapeutin (Studium an den Universitäten Mannheim und Leipzig) und Expertin für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz. Seit mehr als fünf Jahren begleitet sie in ihrer Rolle als Beraterin Teams bei der Frage: Was brauchen wir, um unsere bestmögliche Arbeit zu machen und trotzdem gesund zu bleiben? Im Fokus ihrer Arbeit stehen dabei die beiden Megatrends „New Work“ und „Gesundheit“. Als Speakerin (u.a. Zukunftsinstitut) inspiriert sie Organisationen, mentale Gesundheit als Hebel für die Zukunft zu verstehen und die Arbeitswelt so durch mehr Menschlichkeit zu revolutionieren. Kürzlich wurde Dietrich als LinkedIn Top Voice in der Kategorie „Work-Life-Balance“ ausgezeichnet. Auf der Plattform setzt sie sich für die Thematisierung mentaler Gesundheit und die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben ein.

Über Walk for Wellness

Walk for Wellness wurde von Norwegian Cruise Line (NCL) im Oktober 2020 in Australien und Neuseeland als Initiative von Reisebüros in einem besonders schwierigen, pandemie-bestimmten Umfeld ins Leben gerufen. Walk for Wellness basiert auf einer sehr einfachen Prämisse: Manchmal bewirkt schon ein einfacher Spaziergang Wunder für das geistige Wohlfinden. Die Initiative findet vom 1. bis zum 31. Oktober 2023 zum ersten Mal im DACH-Raum statt und ergänzt NCLs „Partners First“-Philosophie. Mit dieser Initiative möchte NCL dem Reisevertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwas zurückgeben und proaktiv helfen, das mentale Wohlbefinden sowie die Resilienz zu stärken.

Über Norwegian Cruise Line (NCL)

Norwegian Cruise Line (NCL) ist eine international operierende Kreuzfahrtreederei mit Hauptsitz in Miami, Florida, und zwei Niederlassungen für die europäischen Märkte in Southampton und Wiesbaden. Seit nunmehr über 55 Jahren hat sich NCL als Innovationsführer in der Kreuzfahrtindustrie etabliert. Die Reederei führte im Jahr 2000 Freestyle Cruising ein – eine zukunftsweisende Innovation auf dem Kreuzfahrtmarkt, die Passagieren ein Maximum an Individualität, Freiheit und Flexibilität an Bord ermöglicht. Die 19 Schiffe der Flotte laufen mehr als 400 Ziele weltweit an, darunter Great Stirrup Cay, die Privatinsel des Unternehmens auf den Bahamas, und das Resortziel Harvest Caye in Belize. Norwegian Cruise Line bietet seinen Gästen erstklassigen Gästeservice, preisgekröntes Entertainment-Programm, ein großes und qualitativ hochwertiges gastronomisches Angebot sowie eine große Auswahl an verschiedenen Kabinen für unterschiedliche Bedürfnisse, darunter Studio-Kabinen für Alleinreisende ohne Einzelzimmeraufschlag und der luxuriöse „Schiff-im-Schiff“-Komplex The Haven by Norwegian®.

Pressekontakt:
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Grimm 15, 20457 Hamburg
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Kristina Heinrichs
Telefon: +49 (0)611 36 07 169
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Quelle: ots