Wirkstoffe aus der Natur: Die Arzneipflanze Myrrhe

Berlin (ots) – Beheimatet in Saudi-Arabien und Nordostafrika, ist sie für ihre antientzündliche und antimikrobielle Wirkung bekannt. Wissen Sie, um welche Arzneipflanze es sich handelt? Die Rede ist von der Myrrhe – der diesjährigen „Arzneipflanze des Jahres“. Pflanzliche Arzneimittel sind im Bereich der Selbstmedikation eine wichtige Säule der Therapievielfalt. Doch welche besonderen Eigenschaften besitzt die „Echte Myrrhe“ genau und wie wirken ihre Extrakte?

Arzneimittelhersteller verarbeiten die einzelnen Bestandteile einer Arzneipflanze zu Tabletten, Kapseln, Dragees oder Säften. „Pflanzliche Arzneimittel bestehen aus einem Gemisch verschiedener Stoffe, der Extrakt bildet den Wirkstoff“, erklärt Dr. Nicole Armbrüster. Ist Myrrhe enthalten, eignen sie sich beispielsweise zur lokalen Behandlung von leichten Haut- und Schleimhautentzündungen. Insbesondere im Mund, Rachenraum oder auch Magen-Darm-Trakt entfalten Arzneimittel mit Myrrhe ihre Wirkung.

Bei der Einnahme von Phytopharmaka sind ebenso wie bei chemisch-definierten Arzneimitteln wichtige Hinweise zu beachten.

Hier die Tipps der Expertin:

– Beachten Sie die Dosierungsangaben und nehmen Sie Phytopharmaka nicht länger als vorgeschrieben ein.
– Achten Sie auf mögliche Nebenwirkungen. Bei der gleichzeitigen Einnahme mit anderen Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten.
– Lesen Sie daher immer aufmerksam die Packungsbeilage. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Von der Arzneipflanze zum Arzneimittel

Bereits im Altertum stellte das Harz eines Myrrhenstrauches beziehungsweise -baumes einen wichtigen Bestandteil von Salböl dar. Auch heutzutage werden Extrakte der Myrrhe für die Herstellung von Arzneimitteln genutzt. „Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Gummiharzes gehören alkohollösliche Harze und ein wasserlöslicher Gummianteil aus Kohlenhydraten. Für den angenehmen Geruch sind ätherische Öle verantwortlich“, erklärt Dr. Nicole Armbrüster, Arzneimittelexpertin beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.

Arzneimittelhersteller erforschen weiter, wie sich einzelne Bestandteile des Myrrhenbaumes darüber hinaus pharmakologisch einsetzen lassen. Das aromatische Gummiharz der Myrrhe verfügt über zahlreiche Substanzen, die für eine pharmakologische Weiterverarbeitung von Interesse sind, zum Beispiel für die Stärkung der Darmbarriere und Linderung von Darmkrämpfen.

Weitere Informationen zum Thema Selbstmedikation finden Sie hier (https://www.bpi.de/de/themendienste/selbstmedikation).

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Pressekontakt:
Kontakt: Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, [email protected]
Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Tanja Schillerhttps://natko.de
Mein Name ist Tanja Schiller. Ich bin 28 Jahre alt und gehe hier bei NATKO meiner Berufung, dem redaktionellen Schreiben, nach. Dabei will ich Ihnen dem Leser nicht nur aktuelle News vermitteln, sondern auch Produkte auf Herz und Nieren testen und schauen, ob sie wirklich halten was sie versprechen!

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