Welt-HPV-Tag: Die Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ setzt sich zusammen mit prominenten Persönlichkeiten für Aufklärung und eine höhere Impfquote ein

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München (ots) –

– Fast alle Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV
– Etwa eine von 20 Krebsdiagnosen weltweit ist auf HPV zurückzuführen, täglich sterben über vier Frauen an Gebärmutterhalskrebs
– Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist die Impfung. Die STIKO empfiehlt die HPV-Impfung von 9 bis 14 Jahren für Mädchen und Jungen, mit einer Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag.

Mit Fakten, Nähe und Nachdruck soll das Thema HPV auf die Agenda – schließlich geht es uns alle etwas an: 85% bis über 90% aller Menschen infizieren sich mindestens einmal im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren (kurz HP-Viren). Wichtig zu wissen: Durch eine frühzeitige Impfung ab einem Alter von neun Jahren kann bestimmten HPV-bedingten Krebsarten vorbeugt werden. Zum Welt-HPV-Tag am 4. März 2023 holt sich die Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ Unterstützung von starken, prominenten Persönlichkeiten, um über eine frühzeitige HPV-Impfung bei Kids und Jugendlichen aufzuklären. Im Rahmen dessen sprechen Mutter, Schauspielerin und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes; Arzt und Aktivist Aljoscha Muttardi; Mutter und Schriftstellerin Mirna Funk; Moderatorin und Künstlerin Vreni Frost; Unternehmerin und Schauspielerin Anne-Sophie Briest gemeinsam mit Tochter Faye Montana (Singer-Songwriterin) und Content Creator Gialu eindringlich über eigene Erfahrungen mit HPV, über Risiken der Infektion und Möglichkeiten der Prävention. Gemeinsam mit digitalen Meinungsmacher*innen wie Hebamme Sissi Rasche oder Bloggerin Nike van Dinther und weiteren öffentlich anerkannten Partnern sorgen sie für Aufklärung rund um die HPV-Impfung.

Man geht davon aus, dass HPV-Infektionen weltweit die häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen sind. Die Ansteckung erfolgt über direkten Kontakt von Mensch zu Mensch: nicht durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Scheidenflüssigkeit, sondern über Haut- und Schleimhautkontakt, also den unmittelbaren Kontakt mit infizierten Haut- und Schleimhautbereichen. Dies geschieht in erster Linie durch intime Haut- und enge Körperkontakte wie intensives Küssen, Petting oder beim Sex. Über kleinste, oftmals nicht sichtbare Verletzungen der Haut bzw. Schleimhaut kann das Virus dabei in den Körper eindringen. Häufig heilt die Infektion innerhalb von ein bis zwei Jahren ohne gesundheitliche Probleme wieder ab. Aber: Besteht sie länger fort, können sich daraus bestimmte Krebsvorstufen oder Krebsarten entwickeln. Neben Gebärmutterhalskrebs zählen hierzu unter anderem auch Anal-, Schamlippen- und Scheidenkrebs. Rund die Hälfte aller infektionsbedingten Krebserkrankungen in den entwickelten Ländern stehen im Zusammenhang mit HPV.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 7.850 Frauen und Männer an HPV-bedingten Tumoren. Auch Vreni Frost kennt die Folgen von HPV: „Als mein Pap-Abstrich vom Gebärmutterhals auffällig war, war das ein ganz schöner Schock für mich; ich habe echt gedacht, ich habe jetzt Krebs! Und dann habe ich mich sehr viel informiert und mich deswegen auch nach meiner Operation direkt für die HPV Impfung entschieden!“, sagt sie. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung bei Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren mit einer Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag.

Viel Unwissenheit über HPV

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert, dass 90 Prozent der Mädchen bis zu einem Alter von 15 Jahren bis 2030 vollständig gegen HPV geimpft sind, um Gebärmutterhalskrebs eines Tages aus der Welt schaffen zu können. Die HPV-Impfung ist in Deutschland eine Standardimpfung für Kinder, so wie z. B. Mumps, Masern und Tetanus. Und trotzdem ist die HPV-Impfrate in Deutschland erschreckend niedrig. Bei Teens und ihren Eltern herrscht oftmals wenig oder falsches Wissen über HPV und dem Zusammenhang mit bestimmten Krebserkrankungen. Dementsprechend ist auch die Impfung gegen HPV als Möglichkeit der frühzeitigen Krebsprävention wenig bekannt. Das muss sich ändern! „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele nicht Bescheid wissen, bis HPV zum ersten Mal in der eigenen Familie auftritt – bei uns war das leider auch der Fall – und ich habe mich in dem Kontext zum ersten Mal damit auseinandergesetzt“, so Collien Ulmen-Fernandes.

Täglich sterben über 4 Frauen an Gebärmutterhalskrebs weltweit. „Eine Freundin ist in jungen Jahren an Gebärmutterhalskrebs gestorben und deswegen finde ich es besonders wichtig, dass man impft, wenn man die Möglichkeit hat und deswegen ist auch meine Tochter geimpft“, erzählt Ann-Sophie Briest. Und Tochter Faye fügt hinzu: „Ich bin Teil dieser Kampagne, weil ich die Menschen dazu aufrufen möchte, sich zu informieren, und sich um ihren Körper und ihre Gesundheit zu kümmern, und dementsprechend auch die Maßnahmen zu treffen.“

Auch Jungs sollten sich impfen lassen

2020 lag die vollständige Impfung bei den 18-jährigen Jungen gerade mal bei 8,1 Prozent. (Die Impfquote für eine vollständige HPV-Impfserie bei den 18-jährigen Mädchen lag bei 54,1 Prozent). Dass HPV nur für Mädchen gefährlich sei, ist eine falsche Annahme, der auch Aljoscha Muttardi in seinen sieben Jahren als Arzt im Krankenhaus immer wieder begegnet ist: „Ich denke, zum einen fehlt Bewusstsein für das Thema HPV, weil einfach zu wenig drüber gesprochen wird. Zum anderen glaube ich, dass viele Menschen davon ausgehen, dass es eben nur Frauen betrifft, aber es kann ja alle Geschlechter betreffen.“ Und auch Mirna Funk appelliert an die Verantwortung beider Geschlechter: „Das Thema HPV wird immer ganz stark über Frauen gespielt und transportiert, Frauen sollen sich darüber mal ganz viel Gedanken machen – dabei sind Männer ja auch Leidtragende einer Infektion und ich fände es schon wichtig, wenn auch Männer sich mehr Gedanken darüber machen würden.“

Ab Anfang März 2023 machen sich die engagierten Prominenten stark für mehr Bewusstsein zu HPV. Die charakterstarken Bilder und bewegenden, informativen Clips werden in ganz Deutschland über Print- und Online-Medien, „Out Of Home“-Maßnahmen und soziale Netzwerke verbreitet. #entschiedengegenkrebs

Weiterführende Informationen zur Initiative und zu HPV auf www.entschiedengegenkrebs.de.

Über „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“

„ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ ist eine Initiative gegen bestimmte HPV-Erkrankungen der MSD Sharp & Dohme GmbH zusammen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF), der AOK Bayern, der AOK Hessen, der AOK Niedersachsen, der AOK Rheinland/Hamburg, der AXA, der BKK-VBU, dem Berufsverband der Deutschen Urologen e. V. (BvDU), dem Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF), dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ), dem Dachverband der Praxisnetze Schleswig-Holstein (DPN-SH), dem Deutschen Hausärzteverband – Landesverband Niedersachsen e. V., der Deutschen STI-Gesellschaft – Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (DSTIG), dem Ethno-Medizinischem Zentrum e. V., der HanseMerkur, dem HPV-Frauen-Netzwerk, der Stiftung Männergesundheit, Vision Zero e. V. und dem Walk In Ruhr (WIR) Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin.Ziel ist es, HPV stärker ins Bewusstsein der Menschen und in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken, vor allem aber, Mädchen und Jungen so weit wie möglich vor den späteren Folgen einer HPV-Infektion zu bewahren und bestimmte HPV-bedingte Erkrankungen zu reduzieren. Für eine bestmögliche Umsetzung dieses Ziels treten wir auf verschiedenen Kanälen mit Eltern und Teenagern rund um das Thema HPV in einen Dialog.

Pressekontakt:
Franziska Wöcherl
Communication Specialist Public Affairs
Communications & Corporate Sustainability
MSD Sharp & Dohme GmbH
Levelingstraße 4a, 81673 München
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: MSD SHARP & DOHME GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots