Tag gegen Lärm 2023: Mach‘ mal leise – auch am Bau

0
141

Berlin (ots) –

Unter dem Motto „Mach‘ mal leise“ findet am 26. April 2023 der Tag gegen Lärm statt. Rund um diesen Tag veranstaltet die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) bundesweit Aktionstage in zahlreichen Ausbildungszentren der Bauwirtschaft. Auszubildende erfahren dabei, was Lärm ist und wie er wirkt, wie laut Baumaschinen sind und wie man sich vor den möglichen Folgen von Lärm schützen kann. Denn auch und gerade am Bau gilt: Mach´ mal leise. Oder anders gesagt: Lärmschutz ist machbar.

Geräusche sind allgegenwärtig. Sie gehören dazu, können sogar (lebens-)wichtig sein, denkt man an Warnsignale oder laute Hilferufe. Ob unterwegs, bei der Arbeit, in der Freizeit, selbst nachts sind wir von Geräuschen – auch Schall genannt – umgeben. Problematisch wird es, wenn der Pegel dauerhaft und vielerorts erhöht ist. Während das, was wir im Alltag als Lärm bezeichnen, zunächst „nur“ ein subjektives Gefühl beschreibt, gilt für höhere Schallpegel ab 80 dB(A) ganz klar: Sind wir diesen zu häufig und zu lange ausgesetzt, hat das gesundheitliche Folgen für das Gehör. Da das Gehör sich nicht selbst heilen kann, sind die Schäden zudem irreversibel.

Zielgerichtet von Anfang an

Gesundheitliche Aufklärung direkt beim Berufseinstieg ist wichtig – wird hier doch der Grundstein für ein ganzes Arbeitsleben gelegt. Die Zahlen verdeutlichen den Bedarf: 2021 war Lärmschwerhörigkeit mit 2.882 Fällen die Berufskrankheit mit den meisten Verdachtsanzeigen in der Bauwirtschaft und den baunahen Dienstleistungen. Rund 18 Millionen Euro jährlich gab die BG BAU in den vergangenen fünf Jahren für Heilbehandlungen, Rehabilitation und Renten aufgrund dieser Berufskrankheit aus.

Die BG BAU setzt daher so früh wie möglich an und richtet sich mit ihren Aktionen rund um den Tag gegen Lärm gezielt an den Nachwuchs in der Branche. „Wirksamer Schutz gegen Lärm ist machbar – auch und gerade am Bau“, sagt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU.

Lärm an der Quelle verringern

Berufstätige an ihrem Arbeitsplatz vor Lärm zu schützen, ist Aufgabe der Unternehmen. Wie dies im Einzelnen umzusetzen ist, regelt die Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV). Im Idealfall wird Lärm durch den Einsatz technischer Maßnahmen bereits an der Quelle verhindert oder verringert, z. B. durch leisere Maschinen oder lärmarme Arbeitsverfahren, die den Schallpegel deutlich senken. Wenn diese Optionen ausgeschöpft oder aber technisch nicht umsetzbar sind, sind organisatorische Schutzmaßnahmen hinzuziehen, wie etwa das Abtrennen lauter Arbeitsbereiche durch Schallschutzwände oder die zeitliche Begrenzung der Aufenthaltsdauer im Lärmbereich.

Ist das Lärmniveau dann immer noch zu hoch – liegt die Lärmbelastung also bei durchschnittlich 80 dB(A) am Tag -, müssen Unternehmen ihren Beschäftigten persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, z. B. in Form von Kapselgehörschützern, Gehörschutzstöpseln oder individuell angefertigten Otoplastiken. Eine Tragepflicht besteht ab einem Wert von 85 dB(A).

Effektiv mit wenigen Mitteln

„Lärmschwerhörigkeit ist eine Berufskrankheit, die sich bereits mit wenigen Mitteln effektiv verhindern lässt. Die BG BAU legt daher besonderes Gewicht auf die Präventionsarbeit beim Lärmschutz. Unsere Aktionstage für Auszubildende sind seit Jahren ein bewährter Baustein dafür“, so Arenz anlässlich des 26. Tages gegen Lärm. „In rund 90 Minuten werden die jungen Menschen von unseren Expertinnen und Experten mit Wissen versorgt, das ihnen hoffentlich lebenslang ein gutes Hörvermögen sichert.“

Im Jahr 2023 findet der „26. Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ statt. Seit 1998 bündelt die Deutsche Gesellschaft für Akustik e. V. als Initiatorin des Tages die deutschlandweiten Aktivitäten der Partnerorganisationen. Auch die BG BAU beteiligt sich und erreicht im Rahmen ihrer Aktionstage über 2.200 Auszubildende in ganz Deutschland.

Weitere Informationen:

BG BAU Themenseite zu Lärm und Vibration (https://www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/laerm-und-vibrationen/)

BG BAU Arbeitsschutzprämie für Otoplastiken (https://www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/praemie/otoplastiken-gehoerschutz/)

Hintergrund – die BG BAU

Die BG BAU ist eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland. Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und für baunahe Dienstleistungen betreut die BG BAU mehr als 3 Millionen Versicherte, rund 580.000 Betriebe und ca. 58.000 private Bauvorhaben. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert die BG BAU Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Kommt es dennoch zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, bietet die BG BAU umfassende medizinische Betreuung und Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln. Zudem sorgt sie für die Wiedereingliederung der Betroffenen in das berufliche und soziale Leben und leistet finanzielle Entschädigung. Weitere Informationen unter www.bgbau.de.

Social Media und Newsletter

Folgen Sie uns auch via Social Media bei Twitter (https://twitter.com/bg_bau), Facebook (https://www.facebook.com/BGBAU/), Instagram (https://www.instagram.com/_BGBAU), YouTube (https://www.youtube.com/BGBAU1), LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/bgbau/?original_referer=) und Xing (https://www.xing.com/pages/bgbau). Mit dem Newsletter der BG BAU erhalten Sie alle wichtigen Meldungen und aktuelle Informationen zum Thema Arbeitsschutz per E-Mail: Jetzt abonnieren! (http://www.bgbau.de/newsletter)

Pressekontakt:
Susanne Diehr
Telefon: 030 85781-690
E-Mail: [email protected] BAU – Pressestelle
Hildegardstraße 29/30
10715 Berlin
Original-Content von: BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots