Spielkarten-Lesegerät für Blinde

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Menschen mit schlechtem oder keinem Sehvermögen sollen nicht von Glücksspielen ausgeschlossen werden, so dachte sich wohl der Lesegerät-Erfinder aus den USA. Alle Standardspielkarten sollen auf diese Weise lesbar gemacht werden. So kann es Casino-Fans künftig möglich gemacht werden, an Kartenspielen wie Blackjack teilzunehmen. Wir haben uns angesehen, wie das Gerät funktioniert und wann es zum Einsatz kommen kann.

Lesegerät erkennt Kartenwerte

Spielkarten können über den Kartenleser ganz einfach gelesen werden und dann über ein Lautsprechersystem an den Verwender übermittelt werden. Farbe und Nummer der Karte können dem Spieler so ganz leicht mitgeteilt werden. Für Online Casinos gibt es eine ähnliche Software, die hier weiterhelfen kann. Wer über seriöse Vergleichsportale Glücksspielanbieter aufsucht, kann den Novak Card Reader verwenden und so auch online spielen. Offline gab es diese Möglichkeit in der Form bislang zudem nicht, weshalb das neue Kartenlesegerät eine tolle Innovation ist. Casinos sind damit nur einer von vielen Lebensbereichen, die Menschen mit Behinderungen verwehrt bleiben oder nur schwer zugänglich sind.

Das Kartenlesegerät ist leicht zu bedienen, kostet nicht viel Geld und macht effektiv seinen Job. Es punktet zusätzlich mit einer langen Lebensdauer und ist handlich, sodass es leicht bei einem Casino-Besuch in die Tasche wandern und mitgenommen werden kann. Menschen mit Sehbehinderung können auf diese Weise endlich an gesellschaftlichen Events teilnehmen, die ihnen zuvor verwehrt blieben – und das für kleines Geld. Ungeklärt ist aber leider noch, ob das Gerät von Casinos tatsächlich zugelassen werden wird.

Wird man das Kartenlesegerät wirklich nutzen können?

Als Mensch mit Sehbehinderung ist man aus vielen Teilen des alltäglichen Lebens ausgeschlossen. Auch unterhaltsame Casino-Besuche gehören gerade in den USA für viele Menschen dazu. Ein Lesegerät für Spielkarten zu entwickeln, ist also eigentlich längst überfällig. Das konzipierte Gerät schafft schnelle Abhilfe und löst ein komplexes Problem auf denkbar einfache Art.

Sowohl der Entwickler als auch InventHelp sind von dem Kartenlesegerät überzeugt. Anders sieht es momentan aber noch in den Casinos aus. Ob das Gerät in Zukunft wirklich mitgeführt werden darf, ist noch nicht klar. Denn man fürchtet, wie so oft in Spielbanken, Betrugsversuche. Das Gerät könnte also missbräuchlich eingesetzt werden, um zum Beispiel die Karten anderer Spieler zu lesen. Betrugsversuche gibt es aber immer wieder und aus Sicht des Erfinders spricht nichts gegen die Nutzung des Geräts. Auch lässt sich einfach ein System entwickeln, mit dem es zu keinerlei Missbrauch kommen kann. Mit dem Kartenlesegerät würden Casinos also eigentlich nur ihren Kundenstamm erweitern und außerdem ein wichtiges Zeichen setzen. Denn noch immer bleiben Menschen mit verschiedenen Behinderungen viele Räumlichkeiten verwehrt. Einige Casinos sind nicht barrierefrei, für sehbehinderte Menschen schon gar nicht. Das gilt aber nicht nur für Casinos, sondern auch viele andere Innenräume. Auch öffentliche Räume haben noch lange nicht den inklusiven Standard, der heutzutage eigentlich Normalität sein sollte.

Um Betrugsversuchen in Casinos vorzubeugen, wären auch eigene Lesegeräte denkbar. Dass es das im Jahr 2022 noch nicht gibt, ist kaum vorstellbar. Wir hoffen also, dass Kartenlesegeräte bald Einzug in die Casinos aus aller Welt erhalten dürfen und Glücksspiele einem noch größeren Publikum zugänglich machen.