Rotary macht mit im Kampf gegen Corona

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Berlin/Zürich (ots) –

Das weltweite Netzwerk engagiert sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich und organisiert Impfaktionen an ausgefallenen Orten

Seit zwei Jahren leben wir im Ausnahmezustand: Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO den COVID-19-Ausbruch zur Pandemie. Und Rotary, ein weltumspannendes Netzwerk engagierter Männer und Frauen, reagierte sofort und wurde rund um den Globus gegen das Virus aktiv. Sei es durch die Bereitstellung von etablierter Infrastruktur, die für die Bekämpfung von Kinderlähmung aufgebaut und nun auch in den ärmsten Ländern zu Corona-Aufklärung oder -Impfungen zum Einsatz gebracht wurde. Oder durch vielfältige kreative Unterstützung im medizinischen und zwischenmenschlichen Bereich. Sowie durch unbürokratische, ehrenamtliche Impfaktionen in ganz Deutschland – an zum Teil ungewöhnlichen Orten.

Einige Beispiele zeigen die Vielfalt dieses ehrenamtlichen Impf-Engagements, das auf niedrigschwelligen Zugang zu Corona-Impfungen setzt.

Besonders zu Herzen geht dabei, was der Rotary Club Dortmund-Neutor gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern auf die Beine stellte. „Wir haben Menschen ohne Wohnung in einer Obdachloseninitiative geimpft und waren berührt davon, wie dankbar und gerührt die dort Geimpften waren“, beschreibt Marc Raschke vom organisierenden Club die Aktion.

Impfen in Kino, Kaufhaus und Keller

In Baunatal wurde in einem Kino geimpft. Dazu finanzierte der örtliche Rotary Club zudem 120 Kinogutscheine, die als Ansporn zur Impfung an die ersten 120 Teilnehmenden vergeben wurden, die sich für ihre Erst-Impfung entschieden.

Zwei Marburger Rotary Clubs nahmen die Kinderecke eines Kaufhauses in Beschlag. Sie war wegen Corona geschlossen und wurde kurzerhand in drei Impfstraßen umfunktioniert. An unzähligen Terminen konnten dort seit Dezember täglich bis zu 180 Impfungen verabreicht werden. Einen Pieks statt Prosecco gab es beispielsweise von einem rotarischen Team im Gewölbekeller einer Weinhandlung in Wetter.

Die Rotary Clubs Offenbach-Dreieich, Dreieich-Neu Isenburg und Rodgau taten sich zusammen und impften in Langen mit einem ehrenamtlichen Team aus zahlreichen Fachärzten, Apothekern, dem Gesundheitsamt, der Polizei, dem Ordnungsamt sowie dem Roten Kreuz an zwei Tagen 5000 Menschen gegen Covid-19. Auch in München oder Stuttgart aktivierten örtliche Rotary Clubs ihre Netzwerke und impften viele hunderte Impfwillige. Ebenso wie einige niedergelassene Ärzte aus dem Rotary Club Mühldorf-Waldkraiburg ehrenamtlich zur Spritze griffen. In Stralsund konnten dank Rotary kurzfristig an einem Tag über 700 Menschen geboostert und zum Teil auch erstmals gegen Corona geimpft werden.

Ehrenamtlich und unbürokratisch

Und was ist das Besondere an den Impfaktionen von Rotary Clubs? Die Impfbereiten freuen sich sehr, dass sie unbürokratisch und meist sogar ohne Voranmeldung an ihren Corona-Schutz kommen. Und dabei werden sie von Rotary in der Regel schon in der Warteschlange individuell betreut. Ein Beispiel aus Bad Hersfeld: Dort versorgten Mitglieder von Rotary und Rotaract, der Jugendorganisation von Rotary, die Wartenden bei ungemütlichem Wetter mit heißen Getränken. Der Verantwortliche des Rotary Clubs Leonberg-Weil der Stadt, der in einer großen Impfaktion in Gerlingen 660 Menschen geimpft hat, freut sich, denn „wir haben gut 20 Menschen von der Straße weg direkt angesprochen und von einer ersten Impfung überzeugen können“.

Impfen ist seit 1988 das Hauptthema

Rotary engagiert sich seit den 1980er-Jahren global gegen eine andere heimtückische Viruserkrankung, gegen Kinderlähmung. Ihr in Jahrzehnten erworbenes Wissen um den erfolgreichen Umgang mit Epidemien bringen die Mitglieder von Rotary und ihre weltweiten Kooperationspartner seit Beginn der Corona-Pandemie ein. Sie dehnten ihr Engagement sofort von Polio auf Covid-19 aus. „Impfen ist unser Hauptthema“, erklärt Holger Knaack das Engagement seiner Organisation. Der Ratzeburger war 2020 bis 2021 als Präsident von Rotary International „Chef“ von 1,4 Millionen Rotary-Mitglieder weltweit. „Wir haben uns seit Mitte der 1980er Jahre die weltweite Ausrottung von Polio auf die Fahnen geschrieben. Das ist uns schon fast gelungen. Und nun bringen wir unsere langjährige Erfahrung mit Epidemien auch bei Corona ein.“

Pressekontakt:
Claudia Brunner, Medienbeauftragte für Rotary International, Europa-Afrika Büro, [email protected], 0041 44 3877116
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Quelle: ots