Plasmaspende sichert Lebensqualität für Tausende Patienten

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Leipzig (ots) –

Blutplasma ist der Ausgangsstoff zur Herstellung von Medikamenten, auf die viele Menschen angewiesen sind. Unter ihnen Tausende mit einer „Seltenen Erkrankung“. Eine Krankheit zählt zu den Seltenen Erkrankungen, wenn sie weniger als fünf von 10.000 Menschen betrifft: In Deutschland sind dies vier Millionen Menschen, in Europa über 30 Millionen und weltweit 300 Millionen. Plasmabasierte Medikamente helfen ihnen, ihre Lebensqualität deutlich zu erhöhen. Sie können durch die regelmäßige Einnahme ein nahezu normales Leben führen. Am weltweiten Aktionstag „Tag der Seltenen Erkrankungen“ am 28. Februar wird zur Plasmaspende aufgerufen. Helfen auch Sie!

Ein Großteil der Seltenen Erkrankungen ist genetisch bedingt, circa 80 Prozent, von denen wiederum 70 Prozent bereits in der Kindheit beginnen. Andere können durch Infektionen, Allergien und umweltbedingte Ursachen hervorgerufen werden.

Aufruf zur Plasmaspende: „Spender sind Lebensretter“

Vielen Patientinnen und Patienten kann jedoch mit Plasmaderivaten, das sind Medikamente, die aus dem gespendeten Blutplasma hergestellt werden, geholfen werden,“ sagt Dr. med. Behrouz Mansouri, Ärztlicher Leiter der Plasmavita Healthcare GmbH. „In Deutschland leiden beispielsweise etwa 100.000 Menschen an einem angeborenen, sogenannten primären Immundefekt. Hier kann durch die regelmäßige Behandlung mit aus Blutplasma hergestellten Immunglobulinen geholfen werden, so dass die Betroffenen ein nahezu normales Leben führen können.“

Um Patientinnen und Patienten mit einer Seltenen Erkrankung, die Plasmaderivate benötigen, helfen zu können, ist die Plasmaspende der erste Schritt in der Versorgungskette. Plasmavita engagiert sich dafür, die gespendete Plasmamenge zu erhöhen und so einen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten. Dr. Mansouri erläutert: „Das gespendete Blutplasma ist die Grundlage eines besseren Lebens. Wir rufen alle Spendefähigen auf, Plasma zu spenden. Spender sind Lebensretter.“

Weitere Erkrankungen, die mit Plasmaderivaten behandelt werden, sind unter anderem das Guillain-Barré-Syndrom und Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die als Komplikation im Anschluss an eine Virus- oder Bakterieninfektion auftreten kann. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem irrtümlich den eigenen Organismus angreift. Das Guillain-Barré-Syndrom befällt die Nerven und kann sich anfangs durch Kribbeln und Taubheit in den Gliedern äußern. Es kann schnell zu extremer Muskelschwäche der Beine fortschreiten, die das Gehen unmöglich macht. Die Lähmungserscheinungen breiten sich dann oft von den Beinen nach oben aus. Auch die Atmung kann betroffen sein. Viele Menschen erholen sich innerhalb von einigen Wochen, dennoch handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung. Die Krankheit betrifft häufiger ältere als junge Menschen.

Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (kurz Alpha-1) ist eine vererbbare Lungenerkrankung, bei der das Protein Alpha-1-Antitrypsin (AAT) in geringeren Mengen und/oder falsch vom Körper hergestellt wird.

In einer gesunden Lunge schützt AAT das Gewebe der Lunge vor einem anderen Protein, der neutrophilen Elastase (NE). Sie bindet sich an körperfremde Substanzen und Krankheitserreger (das können Staub, Rauch, Bakterien oder Viren sein, die über die eingeatmete Luft in die Lunge gelangen) und zersetzt sie, um sie aus dem Körper zu entfernen. Bei Alpha-1-Patienten ist die Funktion des AAT gestört: Weil nicht genug von dem Protein vorhanden ist, kann es die neutrophile Elastase nicht kontrollieren. Diese ist deshalb überaktiv, zersetzt zusätzlich zu Fremdkörpern auch das Gewebe der gesunden Lungenbläschen und schädigt es.

Informationen zu den Öffnungszeiten der einzelnen Plasmavita-Spendezentren und Telefonnummern für eine Terminvereinbarung sind unter www.plasmavita.de sowie auf Social Media (https://plasmavita.de/terminreservierung/) zu finden.

Was ist Blutplasma?

Blutplasma ist der flüssige Teil des menschlichen Blutes. Etwa 90 Prozent des Plasmas besteht aus Wasser und etwa sieben Prozent aus verschiedenen Eiweißen. Diese tragen zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen des Körpers bei, beispielsweise zur Blutgerinnung und bei der Abwehr von Infektionen.

Um plasmabasierte Medikamente herstellen zu können, wird das Blutplasma von freiwilligen Spenderinnen und Spendern benötigt. Diese müssen mindestens 18 Jahre alt sein und mehr als 50 Kilogramm wiegen. Vor der Spende sollten sie reichlich trinken und eine volle Mahlzeit, möglichst fettarm, zu sich genommen haben. Das Verfahren zur Plasmasammlung, die Plasmapherese, ist seit Jahrzehnten erprobt und entspricht den höchsten Sicherheitsstandards.

Über Plasmavita

Die Plasmavita Healthcare GmbH mit Sitz in Leipzig ist auf die Gewinnung von Blutplasma zur weiteren Verarbeitung zu Humanarzneimitteln spezialisiert. Sie übernimmt eine tragende Rolle bei der Abnahme von Plasmaspenden und damit der Patientenversorgung, da der Bedarf an lebensnotwendigen plasmabasierten Medikamenten stetig steigt. Plasmavita betreibt derzeit Plasmaspendezentren in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Frankfurt am Main, Magdeburg, Mannheim, Saarbrücken und Stuttgart; weitere sind im Aufbau. Die Plasmavita-Spendezentren gehören zu den modernsten in Europa. Sie sind mit den neuesten Plasmapheresegeräten ausgestattet und arbeiten papierlos. www.plasmavita.de

Pressekontakt:
Plasmavita Healthcare GmbH
Sebastian Weber, Regional Manager
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Quelle: ots