Medizinisches Cannabis statt Skalpell – neue Perspektiven für die Darmgesundheit!

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Frankfurt/Main (ots) –

– Morbus-Crohn-Patient berichtet: „Vor der Cannabis-Therapie war jede Mahlzeit eine Tortur für mich, jedes Essen führte zu Schmerzattacken“
– Wissenschaftliche Studie: Cannabis-Behandlung verringert deutlich das Risiko für Folgeoperationen bei Morbus Crohn
– Positive Effekte von Medizinal-Cannabis auch bei Reizdarm und Colitis
– Beeindruckende Patientenzufriedenheit mit Cannabis-Wirkung

Zum Osterfest stehen bei vielen Menschen wieder deftige Leckereien weit oben auf dem Speiseplan – die Fastenzeit hat endlich ein Ende. Und die sonnigen Frühlingstage laden zum Grillen mit Familie und Freunden ein. Eine Zeit, auf die sich die meisten nach einem langen Winter besonders freuen. Für Dominik B. (29) aus Bielefeld waren solche schönen Stunden aber viele Jahre eine schwere Belastung. Aufgrund seiner Darmerkrankung litt er bei jeder Mahlzeit unter Schmerzen, aß oft nur so viel wie nötig, hatte regelmäßig mit Krämpfen und Durchfällen zu kämpfen. Eine Therapie mit medizinischem Cannabis konnte ihm erfolgreich Linderung verschaffen – und seine Lebensqualität nachhaltig verbessern.

Erste massive Beschwerden beobachtete Dominik B. als Jugendlicher: Schon während seiner Berufsausbildung plagten ihn Schmerzen und Durchfälle, die ihn im Alltag stark beeinträchtigten. Sogar Gelenkentzündungen traten häufig auf, seiner handwerklichen Arbeit konnte er kaum noch nachgehen. Um viele Nahrungsmittel, vor allem fettig oder blähend, musste er einen Bogen machen: „Jede Mahlzeit war eine Tortur für mich, jedes Essen hat zu Schmerzattacken geführt“, erzählt er. Als er 2014 mit hohen Fieberschüben ins Krankenhaus eingeliefert wurde, erhielt er die Diagnose Morbus Crohn. Damit hatte Dominik B. nach Jahren zwar Gewissheit über die Ursache seiner Symptome, doch die Liste seiner Medikamente wurde immer länger. Viele Umstellungen und Dosisanpassungen später stellte sich eine Besserung bei ihm nach wie vor nicht im gewünschten Maße ein.

„Durchfälle haben mir im Alltag am meisten zu schaffen gemacht“, erinnert sich Dominik. „Ich habe kaum noch am Leben teilnehmen können, seltene Ausflüge musste ich sozusagen nach der Verfügbarkeit einer Toilette planen.“ Vor allem starke Nebenwirkungen durch die Einnahme von Kortison setzten ihm zu. Auf der Suche nach alternativen Therapiemöglichkeiten stieß er auf Studien über Morbus Crohn Patient:innen, die mit medizinischem Cannabis behandelt wurden. Er entschied sich, eine Behandlung auszuprobieren – mit Erfolg: „Ich habe meine Schmerzen deutlich besser im Griff, die Einnahme von Kortison ist nicht mehr notwendig“, freut sich Dominik B. heute. „Auch meine Entzündungswerte haben sich fast normalisiert, ich kann wieder arbeiten, besser schlafen und mein Appetit hat sich positiv entwickelt. Eine Mahlzeit zu genießen, ist jetzt keine Unmöglichkeit mehr.“

„Starke Bauchschmerzen, Krämpfe, Durchfall und Erbrechen: Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn, die sich durch in Schüben auftretende Entzündungen des Verdauungstraktes äußert, beeinträchtigt Betroffene oft massiv,“ stellt Dr. med. Julian Wichmann, Arzt und Geschäftsführer von Algea Care, der bundesweit führenden Plattform für telemedizinisch unterstützte und evidenz-basierte, ärztliche Behandlung mit medizinischem Cannabis und Cannabidiol (CBD) fest. „Im Alltag haben viele Patient:innen mit extremen Einschränkungen zu kämpfen. Nach heutigem Wissen ist die Erkrankung nicht heilbar, in Deutschland leben rund 250.000 Betroffene mehr schlecht als recht damit. Hier kann medizinisches Cannabis häufig eine vielversprechende, natürliche Therapieoption darstellen – gerade wenn sonst der nächste Schritt eine operative Entfernung großer Darmanteile wäre.“

Wissenschaftliche Studie: Medizinisches Cannabis kann OP-Risiko bei Morbus Crohn deutlich reduzieren

Als Alternative in der Behandlung von Symptomen wird der Einsatz von medizinischem Cannabis bei Morbus Crohn bereits seit Jahren weltweit erforscht. Und die Ergebnisse sind überaus ermutigend: Im Rahmen einer retrospektiven Beobachtungsstudie wurden Krankheitsaktivität, Gebrauch von Medikamenten, Notwendigkeit einer Operation sowie der Krankenhausaufenthalt vor und nach der Behandlung mit Cannabis untersucht. Durch die Cannabis-Therapie konnte die Notwendigkeit für eine zweite Operation, die ohne eine solche Behandlung bei 38 Prozent der erst-operierten Patient:innen lag, auf lediglich 13 Prozent reduziert werden, eine signifikante Verbesserung um 25 Prozent. Zudem konnte ebenso die Einnahme von Medikamenten wie Steroiden deutlich verringert werden.(1)

Weiterhin konnte in zwei Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von medizinischem Cannabis sowie Cannabis-Öl bei Morbus Crohn eine deutlich höhere Remission der Krankheitssymptome im Vergleich zur Placebogruppe gezeigt werden.(2) Eine weitere Studie zeigte die Steigerung der Lebensqualität von Morbus Crohn-Patient:innen durch eine achtwöchige Therapie mit Cannabis-Öl, bei gleichzeitig niedrigerem Morbus Crohn Aktivitätsindex, einem zentralen Forschungsparameter zur Quantifizierung der Symptome.

Darmgesundheit – Medizinal-Cannabis auch bei Reizdarm und Colitis ulcerosa

In Deutschland gehört das Reizdarmsyndrom (RDS) mit ca. 1.100.000 Betroffenen zu den am weitesten verbreiteten Darmerkrankungen. Betroffene klagen über unbestimmte Bauchschmerzen sowie ein Gefühl des Unwohlseins. Aber auch Verstopfung oder Durchfall sowie Blähungen und Völlegefühl sind typisch. „Bei schmerzhaften chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kann eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabidiol zur Linderung der Beschwerden beitragen. Ausschlaggebend sind dabei die entzündungshemmenden sowie schmerzlindernden Eigenschaften der Heilpflanze“, erklärt Dr. med. Julian Wichmann, Arzt und Geschäftsführer von Algea Care.

Für eine retrospektiven Kohortenstudie wurden im Jahr 2020 die Daten von 9.393 Reizdarm-Patient:innen ausgewertet: Bei mit medizinischem Cannabis behandelten Patient:innen konnten die Zahl der notwendigen endoskopischen Untersuchungen sowie die Krankenhausaufenthaltsdauer deutlich reduziert werden. Diese Effekte werden mit dem positiven Einfluss des Cannabinoids THC auf die Darmmotilität und Symptomverbesserungen erklärt.(3)

Auch bei Colitis ulcerosa, wovon in Deutschland rund 150.000 Menschen betroffen sind, kann Cannabis eine Behandlungsalternative darstellen. Eine doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie untersuchte über zehn Wochen den Einfluss von CBD-reichem Extrakt auf die Remissionsrate von Colitis ulcerosa-Patient:innen. Dabei konnte eine Verbesserung der Colitis ulcerosa-Aktivitätsbeurteilung in der CBD-Gruppe beobachtet werden. Zudem wurden Verbesserungen in der Krankheitsschwere sowie in der von Patient:innen bewerteten Lebensqualität festgestellt.(4)

Patienten mit chronischen Darmerkrankungen von Cannabis-Wirkung überzeugt!

Angesichts all dieser beeindruckenden Fallbeispiele und wissenschaftlichen Studien kann es nicht verwundern, dass Patienten mit diesen chronischen Darmerkrankungen vom Potential der Cannabis-Therapie selber weitestgehend überzeugt sind: Aktuelle Erhebungsdaten (5) der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung e.V. (DCCV) postulieren, dass 93 Prozent aller Cannabis nutzenden Patienten diese Therapie bei chronischen Darmerkrankungen weiterempfehlen. Immerhin 83 Prozent sahen bei sich spezifische Symptom-Verbesserungen bei Bauchschmerzen und Schlafproblemen – aber 52,9 Prozent der Cannabis-Nutzer erwerben ihr Cannabis auf dem Schwarzmarkt und bei 43,8 Prozent der Patienten, die zuvor Cannabis genutzt haben, liegt der Abbruchgrund im fehlenden Zugang zum Cannabis und – so lässt sich guten Grundes vermuten – wohl zugleich auch zu einer ärztlich kompetent betreuten Therapie.

Quellenangaben

(1) Naftali, T., Bar Lev, L., Yablekovitz, D., Half, E., Konikoff, F.M. (2011). Treatment of Crohn’s Disease with Cannabis: An Observational Study. The Israel Medical Association journal : IMAJ, 13(8), 455-458.

(2) Kafil, T.S., Nguyen, T.M., MacDonald, J.K., Chande, N. (2018). Cannabis for the treatment of Crohn’s disease. The Cochrane database of systematic reviews, 11(11), CD012853.

(3) Desai, P., Mbachi, C., Vohra, I., Salazar, M., Mathew, M., Randhawa, T., Haque, Z., Wang, Y., Attar, B., Paintsil, I. (2020). Association Between Cannabis Use and Healthcare Utilization in Patients With Irritable Bowel Syndrome: A Retrospective Cohort Study. Cureus, 12(5), e8008.

(4) Irving, P.M., Iqbal, T., Nwokolo, C., Subramanian, S., Bloom, S., Prasad, N., Hart, A., Murra, C., Lindsay, J.O., Taylor, A., Barron, R., Wright, S. (2018). A Randomized, Double-blind, Placebo-controlled, Parallel-group, Pilot Study of Cannabidiol-rich Botanical Extract in the Symptomatic Treatment of Ulcerative Colitis. Inflammatory bowel diseases, 24(4), 714-724.

(5) „Bauchredner“, Mitgliedermagazin des DCCV e.V., Ausgabe 01/2022 vom März 2022.

Über Algea Care

Algea Care ist die bundesweit erste und führende Plattform für die telemedizinisch unterstützte und evidenz-basierte, ärztliche Behandlung mit medizinischem Cannabis. In Folge der in 2017 zugelassenen medizinischen Nutzung von Cannabis hat sich das 2020 in Frankfurt gegründete Unternehmen auch als wegweisender Pionier in der ärztlichen Behandlung mit spezifisch geeigneten Bestandteilen der Hanfpflanze wie zum Beispiel Cannabidiol (CBD) entwickelt. Das Angebot von Algea Care richtet sich an Patient:innen, deren herkömmliche Therapien bisher nicht erfolgreich waren und die zur Behandlung ihrer chronischen Erkrankungen und Beschwerden (z. B. chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Morbus Crohn, Depressionen, ADHS, Schlafstörungen) nun auch auf natürliche Arzneimittel wie Cannabis setzen. Dabei stehen die Patient:innen und die nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensqualität im Mittelpunkt des gesamten Angebots des über 240-köpfigen Algea Care Teams.

Über die Website www.algeacare.com können sich Patient:innen schnell und unkompliziert registrieren und – nach einer sorgfältigen medizinischen Prüfung der Patient:innenunterlagen – einen Arzttermin in einem der aktuell 21 Therapiezentren in Deutschland buchen. Dort beraten und behandeln speziell geschulte sowie auf Cannabis-Therapie und andere natürliche Arzneimittel spezialisierte Ärzte. Nach einem Ersttermin in einem der Therapiezentren können – sofern medizinisch vertretbar – Folgetermine bequem per Videosprechstunde erfolgen. Mittels modernster telemedizinischer Technologie ermöglicht Algea Care den Patient:innen einen umfangreichen Full-Service: Angefangen von der Terminbuchung über die ärztliche Anamnese und Therapiebegleitung bis hin zur Unterstützung bei Fragen der Medikation und sonstigen Begleitthemen stehen Expert:innen den Patient:innen umfassend zur Seite.

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Quelle: ots