Medizinisches Cannabidiol (CBD) & Cannabis / Neue vielversprechende Möglichkeiten für die Frauengesundheit

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Frankfurt am Main (ots) –

Es ist eine Binsenweisheit: Der weibliche Körper unterscheidet sich grundlegend vom männlichen. Daher haben Frauen auch spezifische gesundheitliche Herausforderungen wie beispielsweise das Prämenstruelle Syndrom (PMS), die Wechseljahre bzw. Menopause oder die Endometriose, eine sehr häufig auftretende entzündliche Unterleibserkrankung. Nicht wenige Frauen leiden in der Folge hiervon teils jahrelang unter Symptomen wie Schmerzen, Entzündungen, depressiven Verstimmungen und Schlaflosigkeit.

Neue Ansätze in der Frauengesundheit – wie genau wirken eigentlich medizinisches Cannabidiol (CBD) und Cannabis?

Seit einigen Jahren gibt es neue Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität betroffener Frauen, die sich auf medizinisches Cannabis fokussieren. Es gilt als erwiesen, dass aus der Hanfpflanze gewonnene Wirkstoffe entzündungshemmend wirken, Schmerzen lindern und die Schlafqualität verbessern können.[1], [2] Im Fokus der Forschung um medizinisches Cannabis, das als eines der ältesten Heilpflanzen erst seit 2017 in Deutschland zugelassen und verschreibungsfähig ist, stehen insbesondere zwei Wirkstoffe: Cannabidiol (CBD), ein Phyto-Cannabinoid aus der weiblichen Hanfpflanze, und Tetrahydrocannabinol (THC). „Interessant für die Medizin ist neben THC insbesondere CBD, denn es gilt als ein nicht-psychoaktives Cannabinoid. Die Einnahme von CBD wirkt beruhigend und kann gegen Krämpfe, Entzündungen, Angst sowie Übelkeit helfen“, erklärt Dr. med. Julian Wichmann, therapie-erfahrener Arzt und Geschäftsführer von Algea Care (https://www.algeacare.com?utm_source=pressemitteilung&utm_medium=pr&utm_campaign=frauengesundheit_endometriose_march_cw09), der bundesweit ersten und führenden Plattform für eine telemedizinisch unterstützte und evidenz-basierte, ärztliche Behandlung mit medizinischem Cannabidiol (CBD) und Cannabis.

In der Praxis wenden Ärzt:innen medizinisches Cannabis bereits im Bereich der Frauengesundheit an. Dr. Gudrun Lorenz-Eberhardt, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, sagt hierzu: „Die positiven Eigenschaften der in der Cannabispflanze enthaltenen Wirkstoffe können wir uns in der Frauenmedizin zunutze machen. Cannabis ist ein natürliches Heilmittel, das eine nicht-hormonbasierte Therapie ermöglicht. Dies stößt bei vielen Frauen auf eine hohe Akzeptanz.“ Dr. Lorenz-Eberhardt, die ihren Doktortitel und Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Karl-Franzen Universitätsklinik im österreichischen Graz erwarb, beschäftigt sich seit 2017 in ihrer Praxis mit dem Einsatz von medizinischem Cannabidiol (CBD) und Cannabis im Fachbereich Gynäkologie und der Frauengesundheit.

Studien legen positive Wirkung von CBD bzw. Cannabis bei Endometriose nahe

Eine besondere Bedeutung kann medizinisches Cannabis offensichtlich bei der Endometriose, einer sehr häufig auftretenden Unterleibserkrankung bei Frauen, einnehmen – und das ist angesichts der Ausbreitung dieser Erkrankung wichtig: Laut der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. sollen 8 bis 15 Prozent aller Frauen zwischen der Pubertät und den Wechseljahren betroffen sein; bis zu 40.000 Neuerkrankungen soll es jährlich in Deutschland geben. Als Ursache für die Erkrankung gelten Ansiedlungen von gebärmutterschleimhaut-ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Diese können zu chronischen und schmerzhaften Entzündungen, Vernarbungen, Verwachsungen und Blutungen in der Bauchhöhle sowie sogar zu Unfruchtbarkeit führen. Die Endometriose-Vereinigung schätzt, dass etwa 40 bis 60 Prozent aller ungewollt kinderlosen Frauen an Endometriose leiden.

Studien, die die Wirkung von medizinischem Cannabis bei Endometriose untersuchten, legen eine positive Wirkung nahe. So ergab eine Online-Umfrage[3] unter 484 australischen Frauen mit Endometriose im Alter von 25 und 36 Jahren zu selbstangewandten Strategien zur Symptombewältigung, dass 13 Prozent medizinisches Cannabis zur Linderung ihrer Symptome anwendeten. Die Studienteilnehmerinnen schilderten, die Einnahme von medizinischem Cannabis führe zu einer signifikanten Symptomlinderung, einer Verbesserung von gastrointestinalen Beschwerden, Ängsten und Depressionen und fördere das Schlafverhalten. Die Befragten führten auch an, dass die Einnahme weiterer Schmerzmedikamente durch medizinisches Cannabis verringert werden konnte.

Eine Übersichtsarbeit[4] zur Wirksamkeit der Endometriose-Behandlung mit CBD und THC kam zu dem Schluss, dass beide Wirkstoffe das Endocannabinoid-System beeinflussen und studienübergreifend eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung zeigen. Das Endocannabinoid-System ist ein Teil des Nervensystems, das bei der Behandlung von Endometriose mit medizinischem Cannabis eine zentrale Rolle spielt. Eine weitere Studie[5] besagt darüber hinaus, dass die aktuelle Datenlage insgesamt auf eine potenziell schmerzlindernde Wirkung von medizinischem Cannabis hinweist, bei meist geringfügigen Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Mundtrockenheit und gereizten Augen.

Symptomlinderung durch medizinisches Cannabis auch in der Menopause

Die Menopause ist im Gegensatz zur Endometriose selbstverständlich keine Krankheit, sondern eine Lebensphase von Frauen, in der sich die weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen verändern, was dann zu Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Unruhe führen kann. Ob und wie stark Frauen unter den verschiedenen Wechseljahrbeschwerden leiden, ist sehr unterschiedlich. Ein Drittel aller Frauen hat keine oder kaum Probleme[6]. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, dass zwei Drittel der Frauen durch die Wechseljahre mit diversen Herausforderungen konfrontiert sind. Diese können den Alltag und das Wohlbefinden empfindlich stören. Als Behandlung der Symptome kommen unter anderem Hormonersatztherapien in Frage, welche allerdings nicht unumstritten sind. Als nicht-hormoneller Therapieansatz kann eine cannabisbasierte Therapie eine mögliche Alternative darstellen, da Cannabinoide einer Studie zufolge bei Wechseljahrbeschwerden positive Effekte erzielen können. So ergab eine Online-Umfrage[7] unter 115 Frauen in der Menopause, dass medizinisches Cannabis das Potential zur Linderung von Wechseljahrbeschwerden hat.

Über Algea Care

Algea Care ist die bundesweit erste und führende Plattform für die telemedizinisch unterstützte und evidenz-basierte, ärztliche Behandlung mit medizinischem Cannabis. In Folge der in 2017 zugelassenen medizinischen Nutzung von Cannabis hat sich das 2020 in Frankfurt gegründete Unternehmen auch als wegweisender Pionier in der ärztlichen Behandlung mit spezifisch geeigneten Bestandteilen der Hanfpflanze wie z.B. Cannabidiol (CBD) entwickelt. Das Angebot von Algea Care richtet sich an Patienten, deren herkömmliche Therapien bisher nicht erfolgreich waren und die zur Behandlung ihrer chronischen Erkrankungen und Beschwerden (z.B. chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Morbus Crohn, Depressionen, ADHS, Schlafstörungen) nun auch auf natürliche Arzneimittel wie Cannabis setzen. Dabei stehen die Patienten und die nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensqualität im Mittelpunkt des gesamten Angebots des über 220-köpfigen Algea Care Teams.

Über die Website www.algeacare.com können sich Patienten schnell und unkompliziert registrieren und – nach einer sorgfältigen medizinischen Prüfung der Patientenunterlagen – einen Arzttermin in einem der aktuell 21 Therapiezentren in Deutschland buchen. Dort beraten und behandeln speziell geschulte sowie auf Cannabis-Therapie und andere natürliche Arzneimittel spezialisierte Ärzte. Nach einem Ersttermin in einem der Therapiezentren können – sofern medizinisch vertretbar – Folgetermine bequem per Videosprechstunde erfolgen. Mittels modernster telemedizinischer Technologie ermöglicht Algea Care den Patienten einen umfangreichen Full-Service: Angefangen von der Terminbuchung über die ärztliche Anamnese und Therapiebegleitung bis hin zur Unterstützung bei Fragen der Medikation und sonstigen Begleitthemen stehen

[1] Mistry, M., Simpson, P., Morris, E., Fritz, A. K., Karavadra, B., Lennox, C., & Prosser-Snelling, E. (2021). Cannabidiol for the Management of Endometriosis and Chronic Pelvic Pain. Journal of Minimally Invasive Gynecology, 11(1), Online-Vorveröffentlichung.

[2] Slavin, M. N., Farmer, S., & Earleywine, M. (2016). Expectancy mediated effects of marijuana on menopause symptoms. Addiction Research & Theory, 24(4), 322-329.

[3] Sinclair, J., Smith, C. A., Abbott, J., Chalmers, K. J., Pate, D. W., & Armour, M. (2020). Cannabis use, a self-management strategy among Australian women with endometriosis: results from a national online survey. Journal of Obstetrics and Gynaecology Canada, 42(3), 256-261.

[4] Bouaziz, J., Bar On, A., Seidman, D. S., & Soriano, D. (2017). The clinical significance of endocannabinoids in endometriosis pain management. Cannabis and Cannabinoid Research, 2(1), 72-80.

[5] Mistry, M., Simpson, P., Morris, E., Fritz, A. K., Karavadra, B., Lennox, C., & Prosser-Snelling, E. (2021). Cannabidiol for the Management of Endometriosis and Chronic Pelvic Pain. Journal of Minimally Invasive Gynecology, 11(1), Online-Vorveröffentlichung.

[6] Apotheken Umschau https://ots.de/rd662p.

[7] Slavin, M. N., Farmer, S., & Earleywine, M. (2016). Expectancy mediated effects of marijuana on menopause symptoms. Addiction Research & Theory, 24(4), 322-329.

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Quelle: ots