Lipödem: Jede zehnte Frau in Deutschland ist betroffen! / YouTuberin DominoKati macht mit ihrem Buch „Echt ist mein Perfekt“ Betroffenen Mut und setzt sich gegen Bodyshaming ein

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Berlin/Frankfurt am Main (ots) –

Zum Buch:

Aus ihrem Kinderzimmer heraus wird Kati zur YouTuberin und Unternehmerin „DominoKati“. Sie ist erfolgreich und sprüht vor Lebensfreude. Doch schon als junges Mädchen hinterfragt Kati, ob ihr Körper so richtig ist, wie er ist. Mit den Jahren fühlt Kati sich in ihrem Körper immer unwohler – nicht nur nimmt sie an Gewicht zu, es verändern sich auch ihre Oberschenkel und Waden im Vergleich zum restlichen Körper unproportional.

Mit wachsenden Follower*innenzahlen auf ihren Kanälen, auf denen sie Lifestyle- und Beauty-Content hochlädt, steigt zusätzlich der Druck der damals 22-jährigen nach Perfektion. Es folgt eine quälende Diät nach der anderen, ohne sichtbaren Erfolg. Erst 2019 erhält die Influencerin die befreiende Diagnose: Lipödem.

In Deutschland sind schätzungsweise eine halbe bis eine Million Frauen von einer Lipödem-Erkrankung betroffen – die Dunkelziffer liegt dabei noch deutlich höher. Bei der Fettverteilungsstörung ist das Unterhautfettgewebe vermehrt und führt in den meisten Fällen besonders im Bereich der Beine zu Fettanlagerungen. Neben der psychischen Belastung kämpfen Patientinnen täglich mit Schmerzen. Seit ihrer Diagnose setzt sich DominoKati für mehr Aufklärung und gegen Bodyshaming ein. Auf ihrem YouTube-Kanal öffnet sie sich ihrer Community und teilt ihren Weg mit der Erkrankung.

In „Echt ist mein Perfekt“ berichtet sie authentisch über ihren eigenen Leidensweg, die Entscheidung für eine Operation und ihren Weg zur Selbstakzeptanz. Unterstützend kommt im Buch die Lipödem-Ärztin Dr. Birgit Buxmeyer zu Wort. Ein aufklärendes Mutmachbuch für alle, die sich selbst und ihren Körper mehr lieben und akzeptieren wollen.

Vita:

Kati, 1996 in Hessen geboren, ist seit mehr als neun Jahren eine der angesagtesten Beauty-Influencerinnen. Auf Social Media wurde sie als „DominoKati“ bekannt, unterhält mittlerweile erfolgreich eine eigene Haarpflegemarke und gründete ein Fashionlabel. Seit einigen Jahren kämpft Kati mit ihrer Lipödemerkrankung und möchte ihre Bekanntheit nutzen, um über die Krankheit zu informieren und Betroffenen zu helfen.

Interview:

Welche Symptome gehören zu einer Lipödem-Erkrankung?

Kati: Schwere und schmerzende Beine, blaue Flecken, Berührungsempfindlichkeit, Wasser in den Beinen, säulenartige und kräftige Beine, starke Dellen, die wesentlich stärker als Cellulite sind und taube Beine sind mitunter die gängigsten Symptome bei einer Lipödem-Erkrankung. Bei fehlender Behandlung kann es im weiteren Verlauf der Krankheit auch zu Gelenkfehlstellungen, Elefantenfuß und weiteren Problemen kommen.

Was rätst du Frauen, die bei sich ebenfalls ein Lipödem vermuten?

Kati: Sich nach Möglichkeit direkt die richtige medizinische Hilfe suchen und sich untersuchen lassen. Eine frühe Diagnose ist extrem wichtig, damit früh eingegriffen werden kann. Der oder die richtige Ärzt*in für das Lipödem ist ein*e Phlebolog*in – hierfür würde ich mir ebenfalls auf das Lipödem spezialisierte Phlebolog*innen suchen.

Inwieweit hat sich deine Lebensqualität durch deine Operation verändert?

Kati: Meine Lebensqualität hat sich sehr verändert seit der Liposuktion. Zum einen fühlen sich die Beine leichter an, Spazierengehen ist nicht mehr so eine Qual wie früher und auch der Gang als solches ist nun wesentlich „normaler“, da die Beine nicht konstant aneinander reiben, was gerade im Sommer schlimm war. Darüber hinaus hat mich die OP bzw. meine Ärztin Frau Dr. Buxmeyer dazu motiviert, langfristige und nachhaltige Lifestyle-Veränderungen in meinem Leben vorzunehmen, damit ich lange gesund und agil bleiben kann. So habe ich zum einen meine Ernährung umgestellt, nochmal viele Kilos abgenommen und habe wieder das Tanzen für mich entdeckt! Dass ich mich einmal so wohl in meinem Körper fühlen könnte, hätte ich niemals für möglich gehalten und dafür bin ich unendlich dankbar.

Was muss sich im Gesundheitswesen noch ändern, damit ein Lipödem früher erkannt werden kann?

Kati: Ich bin der Meinung, dass die vielen Horrorgeschichten von Betroffenen vor allem an den oftmals nicht ausreichend über das Lipödem aufgeklärten Ärzt*innen liegen. Vermutlich muss also bereits im Medizinstudium mehr über Krankheiten wie das Lipödem gesprochen werden oder es müssen sogar Fortbildungen für bestehende Ärzt*innen angeboten werden. Darüber hinaus muss auch dringend der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen angepasst werden, damit nicht nur die konservativen Therapien, sondern auch die erleichternde Liposuktion übrnommen werden.

Du musstest bereits Erfahrungen mit Bodyshaming machen. Wie gehst du heute damit um?

Kati: Heute kann ich Kommentare, die mein Aussehen betreffen, ganz anders einordnen. Hass-Kommentare und Nachrichten, die einen wunden Punkt treffen, tun immer mehr weh als solche, denen ich Unrecht gebe. Heute bin ich wesentlich mehr in mir selbst gefestigt und bin stolz auf meinen Körper, für das was er leistet. #Körperneutralität

Somit kann ich über solche Kommentare heutzutage eher den Kopf schütteln und mache mit meinem Alltag weiter, ohne mich zu sehr reinzusteigern. Jungen Mädchen kann ich mit auf den Weg geben, nicht alles auf Social Media als wahr einzuordnen. Es wird sehr sehr viel gefaked und Menschen posieren sich im optimalen Winkel, im optimalen Licht mit dem entsprechenden Filter. Am besten konsumiert man solche Accounts so gut es geht gar nicht erst. Bei den eigenen Komplexen hat es mir sehr geholfen, meinen Körper im Spiegel objektiver zu betrachten, ohne ihn dabei direkt zu bewerten.

Was ist die Kernaussage deines Buches „Echt ist mein Perfekt“?

Kati: Dass die Gesundheit des eigenen Körpers an erster Stelle kommen sollte. Langfristig gesund sein ist das größte Gut, welches wir haben. Somit sollten wir unserem Körper auch den notwendigen Respekt zollen, den er verdient. Mit diesem Mindset versucht man dann im Umkehrschluss den Körper anders zu behandeln. Liebevoller. Niemand ist perfekt – aber dem Körper mit Gnade, Liebe und Respekt zu begegnen, ist das Mindeste, was wir tun können.

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Quelle: ots