Lang ersehnte Pflegereform: Was sich 2024 ändert und was sie sonst noch mit sich bringt

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Mainz (ots) –

Das neue Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (kurz: PUEG) sieht vor, die Pflege zu Hause zu stärken, pflegende Angehörige zu unterstützen, Leistungen zu verbessern und finanzielle Belastungen zu begrenzen. Erste Veränderungen sind bereits zum 01. Juli 2023 in Kraft getreten, um die folgenden und dringend benötigten Leistungsverbesserungen ab dem 01. Januar 2024 zu ermöglichen:

Leistungsänderungen ab dem 01.01.2024 in Kürze:

– Die Beträge für das Pflegegeld (https://www.pflegehilfe.org/pflegegeld#2024) sowie für die Pflegesachleistungen (https://www.pflegehilfe.org/pflegesachleistungen#2024) werden um jeweils 5% angehoben
– Bei vollstationärer Pflege wird der Zuschuss für die pflegebedingten Aufwendungen angehoben
– Pflegeunterstützungsgeld kann künftig pro Kalenderjahr von Angehörigen für bis zu 10 Arbeitstage je pflegebedürftiger Person in Anspruch genommen werden
– Bei Bedarf regelmäßige Übersicht der bisher beanspruchten Leistungen und deren Kosten
– Die Beträge der Kurzzeitpflege (https://www.pflegehilfe.org/kurzzeitpflege) und der Verhinderungspflege (https://www.pflegehilfe.org/verhinderungspflege) werden für pflegebedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit den Pflegegraden 4 und 5 bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres zusammengefasst

Die Kehrseite der Reform

Die längst überfällige Erhöhung der Pflegeleistungen ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nach aktuellen Berechnungen beträgt der aktuelle Kaufkraftverlust seit 2017 über 18%. Das bedeutet, dass 1 EUR Pflegegeld von damals heute nur noch etwa 81 Cent wert ist. Nach 6 Jahren Stillstand hilft die Reform und die Anhebung der Beträge nur bedingt. Eine grundlegende Lösung und langfristige Perspektive für das Pflegesystem bleiben aus.

Die Pflegereform bringt vor allem eins mit sich: Frust

„Die Diskrepanz zwischen der versprochenen Reform und der Realität ist frustrierend! Diesen Frust hören und spüren wir jeden Tag in unseren Beratungsgesprächen“, erklärt Maximilian Haas, Leiter der Pflegeberatung beim Verbund Pflegehilfe. „Das Pflegegeld wurde das letzte Mal 2017 erhöht. Wenn man sich die aktuelle Entwicklung betrachtet, die Inflation und die Preissteigerung im Allgemeinen, merkt man schnell: Das reicht bei weitem nicht aus! Die Betroffenen sind enttäuscht – und wir sind es auch!“

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Pflege steht Ihnen unsere unverbindliche und kostenlose Pflegeberatung unter der Telefonnummer 06131/2652034 täglich von 8-20 Uhr unterstützend zur Seite.

Pressekontakt:
Verbund Pflegehilfe
Pressesprecherin
Isabelle-Kristin Müller
0176/214 202 49
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Quelle: ots