Hessen: Private Krankenversicherung stärkt Arztpraxen im ländlichen Raum

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Köln (ots) –

Arztpraxen in Hessen profitieren überproportional von der Behandlung Privatversicherter. Der neue PKV-Regionalatlas Hessen (https://www.pkv.de/fileadmin/user_upload/PKV/3_PDFs/Publikationen/Regionalatlas_Hessen.pdf) zeigt, warum damit vor allem die medizinische Versorgung in den Regionen und auf dem Land gestärkt wird.

Der PKV-Regionalatlas für Hessen beziffert vor allem die zusätzlichen Einnahmen von Arztpraxen durch Privatversicherte und schlüsselt sie nach Regionen, Städten und Landkreisen auf. Diese Mehrumsätze entstehen, weil es für Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung von Privatpatienten weniger Beschränkungen, Regulierungen und Budgets sowie meist höhere Honorare gibt als bei Kassenpatienten. Diese zusätzlichen Mittel können die Arztpraxen – aber auch Krankenhäuser, Physiotherapeuten – in medizinisches Fachpersonal oder moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden investieren. Davon profitieren auch ihre gesetzlich versicherten Patienten.

833 Mio. Euro jährlich für Hessen

Allein in Hessen beträgt dieser PKV-Mehrumsatz 833 Millionen Euro jährlich. Dieses Geld kommt vor allem Ärztinnen und Ärzten auf dem Land zu Gute. Das liegt daran, dass Privatversicherte in ländlichen Regionen meist älter sind und damit häufiger behandelt werden. Zudem liegen in größeren Städten die Praxismieten, Gehälter und andere ärztliche Kosten höher.

Berücksichtigt man diese Faktoren, erzielt zum Beispiel eine Arztpraxis im wirtschaftsstarken Großraum Rhein-Main-Taunus mit Frankfurt einen realen Mehrumsatz von durchschnittlich 50.894 Euro im Jahr. Im ländlichen Werra-Meißner-Kreis sind es 79.389 Euro und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sogar 88.110 Euro pro Jahr.

Gleichwohl ist die Ärztedichte in den ländlichen Gebieten niedriger als in den Ballungsräumen. Zum Beispiel kommen im ländlichen Landkreis Hersfeld-Rotenburg 157 Arztpraxen auf 100.000 Einwohner, im Großraum Rhein-Main-Taunus sind es 223. Das zeigt: Die geringere Ärztezahl auf dem Land kann nicht an der Zahl der Privatversicherten liegen. Für die Standortentscheidung von Ärztinnen und Ärzten sind andere Kriterien wie z. B. Urbanisierung maßgebend.

Zu den Ergebnissen des Regionalatlas Hessen erklärt der Vorsitzende des PKV-Verbands, Thomas Brahm:

„Die Mehrumsätze der Privatpatienten tragen nachweislich zu einer besseren medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen bei. Die Mehrumsätze, die es ohne PKV nicht gäbe, stärken die Standortqualität insgesamt. Denn ohne ein gutes medizinisches Versorgungsniveau zieht es auch keine jungen Fachkräfte in ländliche Regionen.“

HINWEIS: Verfolgen Sie heute ab 16.30 Uhr live unsere Veranstaltung „Medizinische Versorgung in den Regionen“ auf dem PKV-Youtube-Kanal (https://www.youtube.com/watch?v=bgFDff3GbYE). Mit dabei u. a. Boris Rhein, Hessischer Ministerpräsident, Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsident der Bundesärztekammer (BÄK), Simke Ried, Bürgermeisterin der Stadt Homberg (Ohm), sowie Dr. Stefan Naas, FDP-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Hessen.

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Stefan Reker
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Quelle: ots