Depression in der dunklen Jahreszeit: Rasche Hilfe erforderlich #depressionwartetnicht

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München (ots) –

Wenn die Tage kürzer werden, beginnt für viele Menschen die „Dunkle Jahreszeit“. Die Betroffenen leiden während der Herbst- und Wintermonate unter Niedergeschlagenheit oder Lustlosigkeit. Oft können Bewegung im Freien oder eine gesunde Ernährung helfen. Sollten die Leiden jedoch länger als 2 Wochen anhalten, könnte es ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen, um festzustellen, ob eine depressive Erkrankung vorliegt.

Lange Wartezeiten in der Depressions-Therapie

Mit rund 20 Wochen ist die durchschnittliche Wartezeit auf einen ersten Termin beim Therapeuten jedoch oft sehr lang [1]. In ländlichen Gebieten sind zeitaufwändige Anfahrtswege ein weiteres Hindernis für die adäquate psychotherapeutische Versorgung.

Bestehende Versorgungslücken schließen, könnten flexibel nutzbare internetbasierte Anwendungen, die Qualitätskriterien erfüllen und nachweislich wirksam sind, wie zum Beispiel das individualisierte Online-Therapieprogramm deprexis®. Dieses bislang einzige dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistete Online-Therapieprogramm zur Behandlung von Depressionen führt einen virtuellen interaktiven Dialog mit dem Anwender und lässt sich überall und ohne Wartezeit jederzeit nutzen.

Digitale Transformation und psychische Gesundheit

Den hohen Stellenwert von Digitalisierung und Nutzung digitaler Therapieprogramme in der Psychiatrie haben kürzlich Experten auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) betont.

So habe sich mit Beginn der COVID-19-Pandemie der Einsatz digitaler Angebote im Bereich psychischer Erkrankungen um mehr als 90% erhöht im Vergleich zum Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 [2]. Die DGPPN hat hervorgehoben, dass internetgestützte Interventionen die Chance bieten, die aktuelle Versorgungssituation zu verbessern, sofern diese auf wissenschaftlich anerkannten Verfahren basieren und Sicherheitsstandards erfüllen [3].

Überblick über zertifizierte, rezeptierbare Anwendungen im DiGA-Verzeichnis

Seit Inkrafttreten des digitalen Versorgungsgesetzes (DVG) Ende 2019 gibt es erstmals klar festgelegte Qualitätsstandards für internetbasierte Interventionen. Die aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen als wirksam bewerteten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden – entweder vorläufig oder dauerhaft – in das DiGA-Verzeichnis des BfArM [4] aufgenommen.

Diese DiGA können dann von Ärzten und Psychotherapeuten auf Rezept verordnet werden. Dauerhaft gelistete DiGA haben den Nachweis der Wirksamkeit anhand von klinischen Studien bereits sicher nachweisen können, vorläufig gelistete müssen diesen innerhalb eines Jahres anhand zusätzlicher Studien noch endgültig erbringen. Dauerhaft gelistet sind derzeit nur vier Programme: deprexis® in der Indikation Depression sowie drei weitere Anwendungen zur Behandlung der nichtorganischen Insomnie, Angststörungen und Alkoholabhängigkeit.

deprexis® : eines der am besten untersuchten DiGA

Zu den am besten untersuchten DiGAs gehört deprexis®. Die Wirksamkeit der einzigen dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelisteten psychotherapeutischen digitalen Anwendung wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Eine aktuelle Metaanalyse aus zwölf randomisierten Studien mit insgesamt 2.901 Teilnehmern bestätigte signifikante und klinisch relevante Effekte von deprexis® auf depressive Symptome sowohl alleine als auch in Kombination mit anderen antidepressiven Behandlungen wie Pharmakotherapie und/oder Psychotherapie [5].

Die Verordnung von deprexis® ist einfach: Der Arzt oder Psychotherapeut stellt ein Rezept aus (PZN-Nr.:17265872), das der Patient dann bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung einreicht. Der Patient erhält dann von der Krankenkasse einen Zugangscode, mit der er die Webanwendung freischalten und für 90 Tage nutzen kann.

Weitere Informationen unter https://de.deprexis.com/ sowie #depressionwartetnicht.

Literatur

[1] Studie der Bundestherapeutenkammer 2018; www.bptk.de/wp-content/uploads/2019/01/20180411_bptk_studie_wartezeiten_2018.pdf

[2] Zachrison KS et al. JAMA Network Open 2021; 4: e2129973

[3] https://www.dgppn.de/schwerpunkte/e-mental-health.html

[4] Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM); verfügbar unter: https://diga.bfarm.de/de

[5] Twoney et al. PLosOne 2020; 15: e0228100

Über Servier

Servier ist ein privates, global agierendes und forschendes Pharmaunternehmen, das gemäß seinem Leitbild die Bedürfnisse von Patienten sowie Innovationen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellt.

Das mit 22.500 Mitarbeitern zweitgrößte Pharmaunternehmen Frankreichs erwirtschaftete im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro in 150 Ländern. Täglich werden 100 Millionen Patienten weltweit versorgt. Das 1954 gegründete Unternehmen vertreibt 50 Original-Medikamente und 1.500 Generika aus den Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolische Erkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen.

Servier investiert jährlich über 20 Prozent seiner Pharma-Umsatzerlöse in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und innovativer Therapien und kooperiert multidisziplinär mit renommierten akademischen und industriellen Partnern. Als führendes Unternehmen im Bereich Kardiologie ist es das Ziel, Servier auch in der Onkologie/Hämatologie als namhaftes und innovatives Unternehmen zu etablieren.

Die deutsche Niederlassung des französischen Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Suresnes bei Paris wurde 1996 in München gegründet. Schwerpunkt: Marketing/Vertrieb von Medikamenten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Depressionen sowie innovativen digitalen Gesundheitsanwendungen. Servier übernimmt im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Forschungs- und Förderpreise, soziale Initiativen und Stiftungen. (www.servier.de)

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Quelle: ots