Ausbau der Kooperation in der Neurologie zwischen Klinikum Wetzlar und Uniklinikum Gießen / Neurologische Patienten im Lahn-Dill-Kreis profitieren von universitärem Know-how

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Gießen / Wetzlar (ots) –

Die enge Zusammenarbeit im Bereich Neurologie zwischen den Lahn-Dill-Kliniken und dem Universitätsklinikum Gießen wird weiter ausgebaut. Damit unterstreichen beide Kliniken ihr Vorhaben, die Versorgung von neurologischen Patientinnen und Patienten im Lahn-Dill-Kreis kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Die Kooperation ist für beide Seiten ein Gewinn und ermöglicht den Menschen im Lahn-Dill-Kreis eine hervorragende neurologische Versorgung auf dem höchsten klinischen und wissenschaftlichen Niveau“, sagte Tobias Gottschalk, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken.

Die Neurologie am Klinikum Wetzlar wurde von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Gießen betrieben. Gemeinsames Ziel der Kooperationsvereinbarung ist die Sicherstellung einer heimatnahmen neurologischen Versorgung auf höchstem Niveau. Das Klinikum Wetzlar bietet dabei eine Basisversorgung mit Schwerpunkt auf der Schlaganfallmedizin. Auf der zertifizierten Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) wird eine zeitgemäße, hochqualitative Akutversorgung von Schlaganfällen gewährleistet.

Mit Privat-Dozent (PD) Dr. Tobias Braun hat die Neurologische Klinik in Wetzlar seit dem 1. Juni 2023 erstmals einen eigenen Chefarzt. „Wir wollen die Zusammenarbeit der beiden Standorte stetig vertiefen und ausbauen, um die Behandlung auf dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen in der Versorgungsregion weiter zu verbessern“, betont Dr. Braun. Vor seiner Tätigkeit als Chefarzt in Wetzlar war der Neurologe Oberarzt der Neurologie am Universitätsklinikum in Gießen. „Das ist für seine jetzige Tätigkeit sehr von Vorteil, da ihm sowohl die Behandlungsmöglichkeiten als auch die Strukturen des Uniklinikums besten vertraut sind.“, erklärt Prof. Dr. Dr. Hagen Huttner, Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum.

Universitätsmedizinische Behandlung ambulant und stationär

Dank der intensivierten Zusammenarbeit beider Kliniken können Patientinnen und Patienten aus dem Lahn-Dill-Kreis sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich eine universitätsmedizinische Behandlung erhalten. „Die Vereinbarung sieht vor, dass ambulante Patienten in Spezialsprechstunden, zum Beispiel zu Parkinsonerkrankungen oder Muskelerkrankungen, nach Gießen zugewiesen werden. Auch die stationäre Zuweisung schwer kranker Patienten soll sichergestellt und intensiviert werden“, so Dr. Braun.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Patientinnen und Patienten in Fallkonferenzen in Gießen vorzustellen, etwa in neurovaskulären Fallkonferenzen (Erkrankungen, die die Blutgefäße in Hirn und Rückenmark betreffen) oder im Tumorboard (onkologische Erkrankungen). So steht den Betroffenen zusätzlich eine ausgezeichnete universitäre Expertise zur Verfügung. Zudem wird es Patientinnen und Patienten ermöglicht, an klinischen Studien innerhalb der Neurologie teilzunehmen, sofern sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

Die Kooperation hat auch Vorteile für das ärztliche Personal der Neurologie an den Lahn-Dill-Kliniken: Die Mitarbeitenden haben Zugang zu diversen Fortbildungen, Weiterbildungen und wissenschaftlichen Veranstaltungen und können am Standort Gießen Zusatzqualifikationen erwerben. Auch in die studentische Lehre wird die Neurologie Wetzlar einbezogen und die Möglichkeit einer Promotion (Doktorarbeit) angeboten.

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) (https://www.ukgm.de/home.html) mit seinen 86 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG (https://www.rhoen-klinikum-ag.com/) zu 95 Prozent die Verantwortung als Betreiber dieses privatisierten Universitätsklinikums. www.ukgm.de

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Quelle: ots