ASB hilft in Nordsyrien mit medizinischen Hilfsgütern und Skyhydranten / FAST-Einsatz in der Türkei wird fortgesetzt

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Köln/Berlin – (ots) –

Zwei Wochen nach der Entsendung eines Schnelleinsatzteams (FAST) zieht der ASB eine positive Bilanz seines Hilfseinsatzes im Erdbebengebiet: Im türkischen Samandag hat das FAST inzwischen zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Betrieb genommen, die täglich 20.000 Liter Trinkwasser produzieren. Ein zweites Team, das gestern als Ablösung eingetroffen ist, wird die Produktion und Verteilung von Trinkwasser an die Bevölkerung fortsetzen. Zugleich hat die Schulung von Mitarbeitern des städtischen Wasserversorgers HATSU begonnen, die den Betrieb der beiden Anlagen im Lauf des März übernehmen sollen. Damit ist eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser gesichert.

Dank der Vermittlung und logistischen Unterstützung der WHO konnte der ASB eine komplett ausgerüstete Zeltambulanz samt Medikamenten für die Hilfsorganisation SEMA (Syrian Expatriate Medical Association) in Nordsyrien bereitstellen. Die Feldambulanz mit 6 Zelten für Wartebereich, Registrierung, Behandlung, Notaufnahme und Apotheke ermöglicht die hausärztliche Versorgung von täglich 150 Patient:innen. Die medizinische Ausrüstung umfasst neben Diagnostik (wie Stethoskope, Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräte), Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial.

Die Ambulanz wird in Dschindires aufgebaut, 50 Kilometer von Aleppo entfernt. Die dortige Gesundheitsstation wurde durch das Erdbeben zerstört, mit der Ausrüstung des ASB kann das medizinische Personal nun die rund 2.000 Bewohner:innen basismedizinisch versorgen. „Das ist ein großer Erfolg unseres Einsatzes. Wir können dort helfen, wo nach dem Erdbeben aufgrund des Bürgerkriegs in Syrien bislang kaum Hilfe angekommen ist“, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende Dr. Christine Theiss, die das FAST-Team diese Woche vor Ort unterstützte. „Wir sind alle sehr froh, dass das hochwertige medizinische Equipment erfolgreich nach Syrien transportiert wurde und den Menschen dort zu Gute kommt.“

Der ASB hilft in Nordsyrien auch mit mobilen Trinkwasseranlagen, sogenannten Skyhydranten. In Zusammenarbeit mit Johanniter International und arche nova, unseren Bündnispartnern der Aktion Deutschland Hilft (ADH), können wir insgesamt sechs Skyhydranten für Nordsyrien bereitstellen. Fünf Skyhydranten von arche nova hat das FAST-Team gestern mit in die Türkei genommen. Sie werden in den nächsten Tagen nach Syrien gebracht und den Hilfsorganisationen SEMA und MAPS übergeben. Der erste Skyhydrant ist bereits in der nordsyrischen Stadt Afrin im Einsatz. Die Kollegen der Hilfsorganisation MAPS (Multi Aid Programs) wurden bereits an den Geräten geschult.

Das zweite FAST-Team mit Einsatzkräften aus ganz Deutschland wird zwei Wochen lang bis Mitte März in Samandag sein. Zu den ehrenamtlichen Einsatzkräften gehören acht Expert:innen für Trinkwasseraufbereitung und Logistik. Sie sind für solche Einsätze umfassend geschult und ausgebildet und werden von ihren Arbeitgebern für den Einsatz freigestellt.

Nach Beendigung des FAST-Einsatzes wird der ASB die Menschen in der Erdbebenregion weiterhin durch geeignete Maßnahmen unterstützen.

Auf seiner Homepage ruft der ASB unter dem Stichwort „Erdbeben in der Türkei und Syrien“ zu Spenden auf: https://www.asb.de/spenden-stiften/online-spenden

Das Einsatzteam in der Türkei steht für Interviews zur Verfügung.

Bitte richten Sie Presseanfragen an [email protected] bzw. telefonisch: 030/2325786-122)

Der Arbeiter-Samariter-Bund

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) ist eine Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation mit 1,5 Mio. Mitgliedern. Als Hilfsorganisation ist der ASB in den Kernbereichen Rettungs- und Sanitätsdienst tätig, im Zivil- und Katastrophenschutz, in der Erste-Hilfe-Ausbildung und der weltweit humanitären Hilfe. Als Wohlfahrtsverband bietet der ASB vielfältige Angebote in den Bereichen Altenhilfe und Pflege, Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe. Für den ASB sind über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 20.000 Ehrenamtliche tätig.

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Quelle: ots