ADAC Stiftung engagiert sich für eine bundesweite Pflicht zur Umsetzung von Telefonreanimation in Leitstellen / Herz-Kreislauf-Stillstand: Nur jeder zehnte Betroffene überlebt

München (ots) –

Der Begriff Telefonreanimation bedeutet konkret, dass alle Anrufer, die einen Notruf wegen Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand absetzen, Schritt für Schritt zur Wiederbelebung der betroffenen Person angeleitet werden.

Die Telefonreanimation ist in diesem Fall eine der effektivsten Maßnahmen der Lebensrettung, da auch eine von medizinischen Laien durchgeführte Herzdruckmassage das Gehirn i.d.R. weiter mit Sauerstoff versorgt und die Überlebenschancen so um das Dreifache erhöht.

Studienergebnisse zu aktuellem Umsetzungsstand der Telefonreanimation zeigen Verbesserungsbedarf

Eine von der ADAC Stiftung durchgeführte Studie, an der 166 von 249 Rettungsleitstellen teilgenommen haben, hat ergeben, dass die Telefonreanimation theoretisch in allen Rettungsleitstellen durchgeführt wird. Eine ausreichende Umsetzungsquote (>80%) erreichten allerdings weniger als die Hälfte der teilnehmenden Leitstellen. Als größten Hinderungsgrund gaben 47% der Leitstellen das parallel abzuarbeitende Notrufaufkommen an. Auch die inhaltliche Ausgestaltung ist uneinheitlich, jedoch befürworten 78% der befragten Leitstellen eine gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung der Telefonreanimation.

Die Studie wurde gemeinsam mit der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, dem Deutschen Rat für Wiederbelebung e.V. (GRC) sowie mit Unterstützung des Fachverbandes Leitstellen e.V. durchgeführt.

Über die ADAC Stiftung:

Die gemeinnützige und mildtätige ADAC Stiftung fördert Forschungs- und Bildungsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, um mit wissenschaftlichen Erkenntnissen die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Außerdem sensibilisiert die ADAC Stiftung Kinder und Jugendliche mit eigenen Programmen für Gefahren im Straßenverkehr. Durch die Förderung der Mobilitätsforschung trägt die Stiftung dazu bei, den Straßenverkehr nachhaltiger zu gestalten. Zudem leistet die ADAC Stiftung einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Innovation im Amateur-Motorsport. Die Stiftung unterstützt außerdem hilfsbedürftige Unfallopfer mit Maßnahmen, die ihnen ein Stück ihrer persönlichen Mobilität zurückgeben. Mit dem Förderschwerpunkt Rettung aus Lebensgefahr unterstützt die ADAC Stiftung die Luftrettung im In- und Ausland und die Verbesserung der akut- und notfallmedizinischen Versorgung von Notfallopfern. Die ADAC Luftrettung gGmbH ist eine 100-prozentige Tochter der ADAC Stiftung und eine der größten Luftrettungsorganisationen in Europa.

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Quelle: ots

Tanja Schillerhttps://natko.de
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