11. Internationale Woche der Plasmaspende vom 2. bis 6. Oktober 2023 / „Plasma verbindet uns“ / Infotage in den Spendezentren

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Leipzig (ots) –

Alljährlich findet die Internationale Woche der Plasmaspende in der ersten Oktoberwoche statt. Plasmavita nutzt die diesjährige Aktionswoche vom 2. bis 6. Oktober 2023 für Infotage, um ergänzend zum normalen Spendebetrieb über Plasma, die Plasmaspende und den Nutzen von plasmabasierten Medikamenten für Patientinnen und Patienten zu informieren. „Plasma verbindet uns“ zeigt auf, wie eng der Zusammenhang zwischen Spendern und Spenderinnen, Spendezentrum und Erkrankten ist.

Gespendetes Blutplasma ist als Grundstoff für die Herstellung bestimmter Medikamente unerlässlich. Die plasmabasierten Arzneien sind für zahlreiche Patientinnen und Patienten mit chronischen, genetischen und lebensbedrohlichen Erkrankungen lebenswichtig. Hierzu gehören beispielsweise primäre Immundefekte, Blutgerinnungsstörungen wie Hämophilie, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel und bestimmte seltene neurologische Störungen. Ohne freiwillige Spenderinnen und Spender ist die Herstellung der Medikamente und somit die Versorgung von Erkrankten nicht möglich.

Dank an alle Spender – Plasmaspende rettet Leben

„Das gespendete Blutplasma ist die Grundlage für ein besseres Leben,“ sagt Rudolf Meixner, Geschäftsführer der Plasmavita Healthcare GmbH. „Ohne den engagierten Einsatz unserer Spenderinnen und Spender könnten die für Patientinnen und Patienten notwendigen Arzneimittel nicht hergestellt werden. Daher möchten wir uns herzlich, besonders bei unseren Dauerspendern, bedanken. Plasmaspende rettet Leben!“

Infotage

Mit den Infotagen lädt Plasmavita alle Spenderinnen und Spender sowie alle, die sich über die Plasmaspende informieren möchten, in die Spendezentren ein. Das Fachpersonal dort steht mit Informationen zum Ablauf der Spende und den weiteren Weg des Plasmas bis hin zu den Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

„Um auch in Zukunft die Versorgung Erkrankter gewährleisten zu können, benötigen wir mehr Spenden,“ sagt Meixner weiter. Um beispielsweise einen einzelnen Patienten mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, eine vererbbare Erkrankung, die sowohl die Leber als auch die Lunge betrifft (weitere Infos zur Erkrankung siehe unten), ein Jahr lang regelhaft mit seinem notwendigen Medikament versorgen zu können, brauche man circa 900 Plasmaspenden. „Wir rufen alle Spendefähigen auf, zur Plasmaspende zu kommen. Und alle, die noch zögern, können in unseren Spendezentren notwendige Informationen für ihre Entscheidung erhalten. Die Leben von Spendern und Patienten sind enger miteinander verbunden, als man gemeinhin denkt.“

Informationen zu den Öffnungszeiten der einzelnen Plasmavita-Spendezentren und Telefonnummern für eine Terminvereinbarung sind unter www.plasmavita.de/socialmedia zu finden.

Über Plasmavita

Die Plasmavita Healthcare GmbH mit Sitz in Leipzig ist auf die Gewinnung von humanem Blutplasma zur weiteren Verarbeitung zu Humanarzneimitteln spezialisiert. Sie übernimmt eine tragende Rolle bei der Abnahme von Plasmaspenden und damit der Patientenversorgung, da der Bedarf an lebensnotwendigen plasmabasierten Medikamenten stetig steigt. Plasmavita betreibt derzeit Plasmaspendezentren in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Frankfurt am Main, Magdeburg, Mannheim, Saarbrücken und Stuttgart; weitere sind im Aufbau. Die Plasmavita-Spendezentren gehören zu den modernsten in Europa. Sie sind mit den neuesten Plasmapheresegeräten ausgestattet und arbeiten papierlos. www.plasmavita.de

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Internationale Woche der Plasmaspende (IPAW – International Plasma Awareness Week)

Die Internationale Woche der Plasmaspende (englisch: IPAW – International Plasma Awareness Week) ist eine von der PPTA (Plasma Protein Therapeutics Association; www.pptadeutschland.de) und ihren Mitgliedsunternehmen initiierte Aktionswoche. Sie findet in 2023 zum elften Mal statt. Gespendetes Blutplasma ist für die Herstellung bestimmter Medikamente der unerlässliche Grundstoff. Die alljährlich stattfindende Internationale Woche der Plasmaspende informiert über Plasma und macht auf die Bedeutung von freiwilligen Plasmaspenden aufmerksam.

Plasmabasierte Medikamente werden zur Behandlung von chronischen, genetischen und manchmal lebensbedrohlichen Erkrankungen eingesetzt. Dazu zählen unter anderen Blutgerinnungsstörungen (z. B. Hämophilie), hereditäres Angioödem, chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie, primäre Immundefekte, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel und bestimmte seltene neurologische Störungen.

Was ist Blutplasma?

Blutplasma ist der flüssige Teil des menschlichen Blutes. Etwa 90 Prozent des Plasmas besteht aus Wasser und etwa sieben Prozent aus verschiedenen Eiweißen. Diese tragen zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen des Körpers bei, beispielsweise zur Blutgerinnung und bei der Abwehr von Infektionen.

Um plasmabasierte Medikamente herstellen zu können, wird das Blutplasma von freiwilligen Spenderinnen und Spendern benötigt. Diese müssen mindestens 18 Jahre alt sein und mehr als 50 Kilogramm wiegen. Vor der Spende sollten sie reichlich trinken und eine volle Mahlzeit, möglichst fettarm, zu sich genommen haben. Das Verfahren zur Plasmasammlung, die Plasmapherese, ist seit Jahrzehnten erprobt und entspricht den höchsten Sicherheitsstandards.

Angeborene Immundefekte

Angeborene Immundefekte zählen zu den Seltenen Erkrankungen und sind von Geburt an vorhanden, auch wenn sich Symptome teils erst später zeigen. Mehr als 430 Krankheitsbilder sind bisher bekannt und genetisch definiert.

Bei betroffenen Patienten arbeitet das Immunsystem nicht richtig, da ihnen Antikörper zur Abwehr von Bakterien, Viren oder Pilzen fehlen. Sie können deshalb Infektionen nicht so effektiv bekämpfen wie gesunde Menschen. Die Betroffenen leiden an häufig wiederkehrenden Infektionen, zum Beispiel der Atem- oder Harnwege, die zudem schwer verlaufen, lange dauern und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können.

Weitere Erkrankungen, die mit Plasmaderivaten behandelt werden, sind unter anderem das Guillain-Barré-Syndrom und Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die als Komplikation im Anschluss an eine Virus- oder Bakterieninfektion auftreten kann. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem irrtümlich den eigenen Organismus angreift. Das Guillain-Barré-Syndrom befällt die Nerven und kann sich anfangs durch Kribbeln und Taubheit in den Gliedern äußern. Es kann schnell zu extremer Muskelschwäche der Beine fortschreiten, die das Gehen unmöglich macht. Die Lähmungserscheinungen breiten sich dann oft von den Beinen nach oben aus. Auch die Atmung kann betroffen sein. Viele Menschen erholen sich innerhalb von einigen Wochen, dennoch handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung. Die Krankheit betrifft häufiger ältere als junge Menschen.

Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (kurz Alpha-1) ist eine vererbbare Lungenerkrankung, bei der das Protein Alpha-1-Antitrypsin (AAT) in geringeren Mengen und/oder falsch vom Körper hergestellt wird.

In einer gesunden Lunge schützt AAT das Gewebe der Lunge vor einem anderen Protein, der neutrophilen Elastase (NE). Sie bindet sich an körperfremde Substanzen und Krankheitserreger (das können Staub, Rauch, Bakterien oder Viren sein, die über die eingeatmete Luft in die Lunge gelangen) und zersetzt sie, um sie aus dem Körper zu entfernen. Bei Alpha-1-Patienten ist die Funktion des AAT gestört: Weil nicht genug von dem Protein vorhanden ist, kann es die neutrophile Elastase nicht kontrollieren. Diese ist deshalb überaktiv, zersetzt zusätzlich zu Fremdkörpern auch das Gewebe der gesunden Lungenbläschen und schädigt es.

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Quelle: ots