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Rekordwert bei der Nutzung der Mobilitätsservices an deutschen Flughäfen

Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen) berichtet, dass die Nutzung des PRM-Service (passengers with reduced mobility) an den deutschen Flughäfen in 2016 einen erneuten Rekordwert erreicht hat. Im Jahr 2016 nutzten laut der von der ADV durchgeführten Erhebung ca. 1.594.944 Mio. Reisende mit eingeschränkter Mobilität diesen Service, d.h. mehr als 4.400 Menschen wurden täglich an den deutschen Flughäfen entsprechend betreut. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von etwa 8,79 %. Die Steigerung der Zahl der Reisenden mit Behinderung fiel damit deutlich höher aus als im Durchschnitt aller Reisenden +3,35 %. Diese Entwicklung ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Reisebereitschaft bei Menschen mit Behinderung sehr hoch ist und es nur der richtigen Angebote bedarf, um die Reisewünsche in die Tat umzusetzen.

Vor diesem Hintergrund intensiviert der Flughafenverband ADV seine Zusammenarbeit mit anderen Verkehrsträgern wie Bus und Bahn. Durch die Schaffung verkehrsübergreifender Regelungen für Reisende mit Behinderungen soll ihnen das Reisen weiter erleichtert werden. (ADV-PRESSEMITTEILUNG Nr. 22/2017 – 1. Dezember 2017)
Bei steigender Anzahl von Fluggästen mit Behinderungen wird der Bedarf nach detaillierten und verlässlichen Informationen über die deutschen Flughäfen ebenfalls größer. Wie bereits die Flughäfen Dortmund, Hannover und München, die ihre Barrierefreiheit überprüfen ließen und ein entsprechendes „Reisen-für-Alle“-Zertifikat erhielten, könnten auch andere Flughäfen mit der Erhebung und Zertifizierung nach Reisen für Alle auf einfache und systematische Weise Informationen zur Barrierefreiheit bereitstellen. Damit könnte ein Fluggast sich schon vor Anmeldung seines Assistenzbedarfs über die Eignung des Flughafens informieren und seine Wahl über den Abflugort treffen. Unnötige Gespräche mit dem Mobilitätsservice ließen sich so vermeiden.